1955 – 2014 – 59 Jahre treues Dienen für unser Land.

Es gibt Tage an denen man einfach einmal Danke sagen sollte. Heute ist so ein Tag. Unsere Bundeswehr hat heute ihren 59. Geburtstag. Die ersten 101 Soldaten erhielten ihre Ernennungsurkunden von Bundesverteidigungsminister Theodor Blank am 12. November 1955, dem 200. Geburtstag des preußischen Heeresreformers Scharnhorst, in der Bonner Ermekeilkaserne im Rahmen einer feierlichen Zeremonie. Der Tag gilt seither als „Geburtstag“ der Bundeswehr. 10 Jahre nach Kriegsende und der realen Bedrohung durch die Sowjetunion sah man einer ungewissen Zukunft entgegen. Nicht nur die heftig geführte Wiederbewaffnungsdebatte und die Angst der Menschen vor einer atomaren Auseinandersetzung der beiden Machtblöcke zeigte, dass man von einer gesamtgesellschaftlichen Begeisterung weit entfernt war. Ich will jetzt an dieser Stelle nicht die Geschichte der Bundeswehr Revue passieren lassen (Interessierten empfehlen ich einen Besuch im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden), aber die Geschichte der Bundeswehr ist unter dem Strich eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte.

In Katastrophenfällen ist sie mit ihren Fähigkeiten und ihrer technischen Ausstattung oftmals im Einsatz. National und international ist die Bundeswehr eine schnelle und erfolgreiche Rettungs- und Hilfskraft mit einzigartigen Fähigkeiten. Von ersten internationalen Hilfseinsatz Marokko 1960 und der Elbesturmflut 1962 bis zur Fluthilfen der letzten Jahre und der Ebolahilfe in Westafrika; von der Sicherung des Friedens im Kalten Krieg bis zu den Einsätzen im ehemaligen Jugoslawien und den derzeit laufenden 16 internationalen Einsätzen [Afghanistan (ISAF), Kosovo (KFOR), Horn von Afrika (Atalanta), Küste des Libanon (UNIFIL), Türkei (Active Fence Turkey), Mali (EUTM Mali), Mali (MINUSMA), Zentralafrikanische Republik (EUFOR RCA), Somalia (EUTM SOM), Sudan (UNAMID), Südsudan (UNMISS), DR Kongo (EUSEC RD CONGO), Afghanistan (UNAMA), Westsahara (MINURSO), Horn von Afrika (EUCAP Nestor), Mittelmeer (OAE)] ist die Bundeswehr aktiv für Schutz und Hilfe der Menschen in Deutschland, Europa und in Welt unterwegs.

Hinter der Bundewehr stehen 179.046 aktive Soldaten und Soldatinnen, ca. 90.000 eingeplante Reservisten und ebenfalls 90.000 zivile Fachkräfte in verschiedensten Verwendungen.

Und heute möchte ich den Soldaten und den zivilen Mitarbeitern in der Bundeswehr von Herzen Danke sagen. Soldat sein ist kein “Beruf” wie jeder andere. Soldaten stellen nicht nur einfach ihre Arbeitskraft einem Arbeitgeber zur Verfügung. Soldaten dienen. Soldaten sind bereit für die Sicherheit und Freiheit Deutschlands und seiner Verbündeten im Zweifel ihr Leben zu geben. Tapferkeit, Kameradschaft und treues Dienen sind für Soldaten keine Worthülsen, sondern gelebte Praxis und wesentlicher Bestandteil ihres Selbstverständnisses. Wir schulden Ihnen unseren Dank und unseren Respekt.

Die Frauen und Männer der Bundeswehr sind Töchter und Söhne, Mütter und Väter, Freunde und Nachbarn. Sie sind Teil unserer Gesellschaft. Wir sollten stolz sein auf das, was die Angehörigen unserer Bundeswehr für unser Land und den Frieden in der Welt leisten.

Danke! Ich bin stolz auf meine Bundeswehr.

Lichtgrenze: Ballon 1692

Die Lichtgrenze zog sich 15km durch Berlin entlang des ehemaligen Mauerverlaufs. Mitunter vorbei an noch heute erhaltenen Teilstücken, wie hier in der Niederkirchnerstraße. (Foto: Tobias Koch)

Die Lichtgrenze zog sich 15km durch Berlin entlang des ehemaligen Mauerverlaufs. Mitunter vorbei an noch heute erhaltenen Teilstücken, wie hier in der Niederkirchnerstraße.


Der Fall der Berliner Mauer ist einer der glücklichsten Momente in der Geschichte unseres Volkes. Die Bilder von 1989 – Menschen, die voller Freude über den Sieg der Freiheit zugleich lachen und weinen – machen mir auch heute  noch Gänsehaut.

Am vergangenen Wochenende konnten wir alle in Berlin das Wunder der friedlichen Revolution zum 25. Jubiläum noch einmal nachempfinden: 8.000 weiß leuchtende Ballons bildeten als „Lichtgrenze“ den ehemaligen Mauerverlauf nach, die Kunstinstallation erinnerte so noch einmal an die Teilung Berlins. Die ganze Stadt wandelte von Freitag- bis Sonntagabend an der erleuchteten Grenze entlang, die Fotos von den weißen Ballons auf dünnen schwarzen Stelen gingen um die ganze Welt.

Am Sonntagabend dann, am Jahrestag des Mauerfalls, war es soweit: An jeder Stele stand ein Ballonpate – auch ich war einer davon, mein Ballon hatte die Nummer 1692. Gemeinsam mit Kollegen aus dem Konrad-Adenauer-Haus und vielen tausend anderen Ballonpaten in den roten Anoraks ließ ich meinen Ballon mit Blick auf Spree, Reichstag und Kanzleramt aufsteigen. Hurra, die deutsche Hauptstadt war wieder ungeteilt!

Es war mir eine Ehre, als Ballonpate an dieser beeindruckenden Aktion teilnehmen zu dürfen. (Foto: Tobias Koch)

Es war mir eine Ehre, als Ballonpate an dieser beeindruckenden Aktion teilnehmen zu dürfen. (Foto: Tobias Koch)

Botschafter der Freiheit

Besonders fasziniert hat mich, wie alle miteinander ins Gespräch kamen: Wir standen in unseren roten Jacken bei unseren Ballons, die in unserem Abschnitt in langer Reihe den Spreebogen säumten. Während wir auf den Start warteten, spazierten unzählige Menschen an uns vorbei. Dabei sahen sie uns neugierig an, stellten Fragen und lasen unsere Botschaften, die wir am Ballon befestigt hatten.

Ich habe mich an diesem Abend wie ein Botschafter der Freiheit gefühlt. Die Stimmung entlang der Lichtgrenze war bezaubernd und schön, freudige Aufregung mischte sich darunter – fast ein bisschen wie an Silvester, wenn man auf den Jahreswechsel wartet, und doch ungleich viel ergreifender.

Die vorbeikommenden Menschen waren meist sehr interessiert. Ich habe viele interessante Gespräche führen können. (Foto: Tobias Koch)

Die vorbeikommenden Menschen waren meist sehr interessiert. Ich habe viele interessante Gespräche führen können. (Foto: Tobias Koch)

Hoffnungsfunke

Der Fall der Mauer ist zum Symbol für die Kraft des Freiheitswillens und für das Scheitern eines unmenschlichen Regimes geworden. Gerade mit Blick in die Ukraine, nach Syrien oder in den Irak weiß ich: Frieden und Freiheit sind auch heute nicht selbstverständlich. Ich wünsche mir, dass unsere friedliche Revolution den Menschen in Krisengebieten auf der ganzen Welt Hoffnungsfunke ist und ihnen Mut macht.

Teil dieses wunderbaren Projektes zu sein, macht mich glücklich und froh – erinnert es uns doch an die Opfer an der Mauer, an den Mut der Revolutionäre und an die überwundene Teilung unseres Vaterlandes.

Der Moment kurz vor dem Aufstieg des Ballons: Jeder aufgestiegene Ballon wurde von den Menschen bejubelt. (Foto: Tobias Koch)

Der Moment kurz vor dem Aufstieg des Ballons: Jeder aufgestiegene Ballon wurde von den Menschen bejubelt. (Foto: Tobias Koch)

Deutschland muss eine neue Rolle in der Welt finden

Der 9. November 1989 war eine Zeitenwende: Wer diesen Tag erlebt hat wusste, dass etwas passierte, von dem er später noch Kindern und Enkeln erzählen würde. Wer erinnert sich nicht mehr daran, was er gemacht hat, als er vom Fall der Mauer erfuhr oder im Fernsehen die ersten Bilder der Menschen gesehen hat, die sich vor Glück und Erstaunen an den Grenzübergängen in den Armen lagen. Es war einer dieser seltenen Tage, an denen jedem sofort klar ist, dass danach nichts mehr so sein wird wie zuvor.

Der 9. November 1989 brachte nicht nur fundamentale politische und gesellschaftliche Veränderungen, sondern für mich ganz persönlich eine Wende meines Lebens. Es war für mich etwas Besonderes zu sehen, wie Menschen zugleich lachten und weinten, ganz einfach weil sie frei waren. Welche Kraft doch die Freiheit ist, wurde mir in diesem November als junger Mensch bewusst. Und es hat mich beeindruckt, mit wie viel Zuversicht die Menschen damals diese fundamentale Veränderung angepackt haben. Das hat bei mir den Wunsch bestärkt, nicht am Rande zu stehen. Ich wollte mitmachen und bin darum in die Junge Union eingetreten.

Menschen gehen mit Zeitenwenden sehr unterschiedlich um. Die einen verzagen, die anderen trauen sich etwas zu und nehmen die Veränderung an. Politik hat den Anspruch, solche Veränderungen nicht nur hinzunehmen, sondern zu gestalten. Politik will Identifikation stiften und Orientierung auf der Grundlage von festen Überzeugungen und von Werten anbieten. Diesen Anspruch hatte die Union als politische Kraft seit ihrer Gründung und aus meiner Sicht sollte sie ihn weiter haben.

Was hat die CDU zu bieten, um eine Zeitenwende wie die von 1989 oder ganz aktuell auch epochale Veränderungen wie die digitale Revolution – die ebenfalls unblutig ist – zu gestalten? Braucht die CDU dafür eine neue Erzählung? Meine feste Überzeugung ist: Nein. Denn die Erzählung der CDU ist so aktuell wie bei ihrer Gründung vor 70 Jahren und entfaltet auch heute noch ihre Kraft.

Die CDU hat drei Grundüberzeugungen, die bleiben und sich ungeachtet aller tagesaktuellen Anpassungen nicht ändern werden.

Eine Wurzel liegt im christlichen Menschenbild und in den christlichen Werten. Das wird für uns auch in Zukunft handlungsleitend sein, und zwar über Konfessionsgrenzen hinweg. Gerade in Zeitenwenden darf unsere wesentlich auf dem C aufbauende Werteorientierung aber nicht ausgrenzen. Alle, die unser Verständnis von Freiheit und Verantwortung teilen, ob Christ oder nicht, sind eingeladen mitzumachen.

Die zweite Grundüberzeugung der CDU ist das klare Ja zur Wirtschaftsordnung der Sozialen Marktwirtschaft, zur Eigenverantwortung und zur Botschaft, dass jeder, der sich anstrengt, es zu etwas bringen kann, aber auch jeder, der hinfällt, auf Solidarität hoffen kann. Die Chancen zu betonen ist wichtig. Soziale Marktwirtschaft bedeutet im Heute, dass erfolgreiche Unternehmer in der digitalen Wirtschaft nach dem Verkauf ihres Unternehmens nicht mit einer Yacht durch die Karibik fahren, sondern ihr Geld in die nächste Idee investieren. Wir wollen eine Gesellschaft, in der sich Menschen etwas trauen und etwas zutrauen. Das schließt aktuell das Werben für einen neuen Gründergeist sowie eine Kultur ein, in der Scheitern „erlaubt“ ist.

Die Liebe zu unserer Heimat und unserem Vaterland ist die dritte Grundüberzeugung, die Menschen seit 70 Jahren in der CDU verbindet. Die Farben schwarz-rot-gold haben für uns eine ganz besondere Bedeutung. Sie sind Verpflichtung und Versprechen zugleich – auf Einigkeit und Recht und Freiheit. In unserer Partei kommen Männer und Frauen zusammen, denen die Zukunft Deutschlands am Herzen liegt und damit die Frage nach unserer Identität und nach dem, was uns in Deutschland verbindet und zusammenhält.

Für uns als Christdemokraten sind diese drei Überzeugungen identitätsstiftend und bieten Orientierung. Auf ihrer Basis neue Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu geben, das war und ist die Stärke der CDU. Mag unsere Haltung auch nach fast siebzig Jahren CDU noch die richtige sein, ist es wahrscheinlich, dass die Antworten von 1980 im Jahr 2014 nicht mehr funktionieren. Für die CDU heißt das: Sie muss die Probleme der Menschen in der jeweiligen Zeit lösen, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Das haben wir als Union immer wieder geschafft. Daraus erwächst am Ende auch unsere Stärke als Partei. Deshalb kann man als Christdemokrat auch sehr gelassen dem Vorwurf der Beliebigkeit entgegentreten, den manche immer wieder in unsere Richtung formulieren.

Zeitenwenden: Auch der Mauerfall am 9. November 1989 war eine solche. Braucht auch die CDU eine Zeitenwende? (Foto: Tobias Koch)

Zeitenwenden: Auch der Mauerfall am 9. November 1989 war eine solche. Braucht auch die CDU eine Zeitenwende? (Foto: Tobias Koch)

Was tun wir nun angesichts einer Zeitenwende? In einer gemeinsamen Diskussion mit Klaus von Dohnanyi sagte dieser: „Wir dürfen uns nicht vor etwas fürchten, was ohnehin kommt. Wenn wir es doch tun, werden wir die Zukunft verlieren.“ In der Tat. Angst wird überbetont. Wir sollten nicht klagen, sondern Herausforderungen mutig annehmen und kämpfen. Das ist eine im positiven Sinne konservative Haltung. Wer wirklich konservativ ist, der jammert nicht, sondern packt an und bringt sich ein. Dabei vertrauen Konservative auf unveränderbare Werte, aus denen sie jeweils neue Antworten für das Heute und die Menschen im Heute ableiten. Ich fühle mich als Konservativer in diesem Sinne in dieser CDU nach wie vor zuhause.

Wenn also die CDU keine neue Erzählung braucht, wie ist es mit unserem Land? Die frühere Bundesrepublik war geprägt durch das Festhalten am Ziel der Deutschen Einheit und vom Glauben daran, dass die Zukunft unseres Landes im geeinten Europa liegt. Doch was kommt jetzt?

Ich denke, unser Land braucht eine Erzählung, die zum Mitmachen einlädt und nach vorne weist. Nach meinem Eindruck fragen jüngere Menschen weniger danach, was der Staat für sie tut, als vielmehr nach ihrem Platz in unserer Gesellschaft und nach ihren Chancen. Genau diesen Geist brauchen wir. Es geht um die Erzählung eines Landes, das sich seiner Vergangenheit und seiner Geschichte bewusst ist, aber das in die Zukunft schaut und das den Menschen etwas zutraut und ihnen Möglichkeiten bietet. Dafür ist gesellschaftlicher Zusammenhalt die Grundvoraussetzung. Ausgrenzung – sei es wegen einer Veranlagung oder wegen der Herkunft – ist für viele junge Leute tabu. Sie suchen nach einem Wir-Gefühl. Respekt ist ihnen wichtig. Sie wollen Verantwortung übernehmen, aber dafür muss man ihnen auch Verantwortung zutrauen.

Bei der Identifikation mit unserem Land sind die eigene Lebenswelt und die eigene Erfahrung prägend. Diese Erfahrungen verändern sich. Als ich in die Junge Union eingetreten bin, war für mich der Freiheitsgedanke entscheidend. Freiheit und die USA, das war für mich nahezu gleichgesetzt. Die USA in den 80er Jahren waren der Ort der Freiheit. Die junge Generation ist mit einem völlig anderen Amerikabild groß geworden und die Verbindung von Freiheit und USA ist für sie keineswegs mehr selbstverständlich.

Als Historiker halte ich historische Erzählungen für eine identitätsstiftende Kraft. Aber wir müssen feststellen – wie das beschriebene Beispiel zeigt -, dass vor allem Jüngere mit einigen historischen Erzählungen nicht mehr automatisch etwas anfangen können, zumal wenn für sie als Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund die deutsche Geschichte nicht unbedingt ein Teil ihrer eigenen Familiengeschichte ist. Deswegen dürfen unsere Erzählungen – auch die von unserem Land – nicht im Gestern verharren. Sie müssen Lust auf Neues machen und offen in die Zukunft schauen.

Als Christdemokraten sehe ich uns hier besonders in der Pflicht, gerade weil wir uns in diesem Punkt offenkundig von den politisch Linken unterscheiden. Die christliche Botschaft weiß um die Schwächen des Menschen und um seine Unvollkommenheit; sie weiß auch, dass der Mensch selbst die Welt nicht retten und zu einem Paradies machen kann. Genau dieses Wissen um die Fehlbarkeit des Menschen bewahrt uns vor Utopien und Ideologien, vor Überheblichkeit, Besserwisserei und Selbstüberschätzung.

Von diesem Geist geprägt können wir als Union zu der neuen Erzählung für unser Land beitragen, und zwar mit unserem festen Wertefundament und unserem offenen Blick für die Zukunft. Was heißt das konkret? Wenn wir als CDU über Bildung reden, dann geht es nicht nur um Qualifizierung und Fachkräftemangel, sondern dann reden wir über Herzensbildung und die Vermittlung von Mut und Zuversicht. Wenn wir über Familie reden, dann sprechen wir nicht nur über Arbeitszeitmodellen und Teilzeitfallen, sondern über die Liebe zwischen Eltern und Kindern, über Verantwortung, die in Familien gelebt wird – übrigens auch von gleichgeschlechtlichen Paaren. Wenn wir über Ehrenamt reden, dann ist das keine Debatte nur über Pauschbeträge für Übungsleiter und Versicherungsschutz, sondern über den Dienst am Gemeinwesen und am Vaterland. Und wenn wir über Religion reden, dann ist das keine Frage von Kreuzen im öffentlichen Raum und Kirchensteuer, sondern dann geht es um die Kraft und Hoffnung, die der Glaube vielen Menschen in diesem Land schenkt.

Wir als Christdemokraten haben große Chancen, aber auch eine große Verpflichtung, die Erzählung dieses Landes künftig mitzuprägen. Dabei stehen wir vor allem vor drei großen Herausforderungen.

Es muss gelingen, nachhaltigen Wohlstand zu ermöglichen und damit dem Streben und Gefühl vieler Menschen zu entsprechen, Verantwortung für die nächste Generation wahrzunehmen.

Es gilt, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu erreichen, was eng verknüpft ist mit der Frage nach den Möglichkeiten des Aufstieges. Unser Land gibt Menschen dazu Chancen, unabhängig davon, woher sie kommen und wer ihre Eltern sind. Entscheidend ist, wie sich jemand in diese Gesellschaft einbringt und welchen persönlichen Beitrag er für die Zukunft Deutschlands leistet. Diese Form des Patriotismus ist ein Versprechen auf mehr Teilhabe und mehr Zusammenhalt.

Und es wird für die Erzählung unseres Landes in Zukunft wichtig sein, wie wir unserer größer gewordenen Verantwortung für die Welt gerecht werden. Es geht um ein starkes und durchaus stolzes Deutschland, das sich selbst aber nicht genug ist, sondern der Welt dient.

Als Christdemokraten haben wir den Anspruch, uns in diese Erzählung einzubringen und wir haben gute Voraussetzungen dafür: das christliche Menschenbild, die Soziale Marktwirtschaft und die Liebe zu unserem Vaterland.

 

Aufgearbeitet: Die Geschichte der Ost-CDU

Wer immer noch glaubt, die Geschichte der Ost-CDU sei nicht aufgearbeitet worden, dem empfehle ich einen Blick in die beigefügte Auflistung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie gibt einen umfassenden Überblick über die vielen unterschiedlichen Publikationen zu diesem Thema.

Monographien

CDU in der SBZ/DDR (Ost-CDU) Auswahlbibliographie

Augustin, Judith: Die Kirchenpolitik der Ost-CDU in den frühen Jahren der DDR. Kiel 2002.

Baus, Ralf Thomas: Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands in der sowjetisch besetzten Zone 1945 bis 1948. Gründung – Programm – Politik (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 36). Düsseldorf 2001.

Bobrowski, Stefan: Politische und soziale Mechanismen bei der Elimination und Integration von “bürgerlichen” Parteien in der Volksdemokratie der SBZ/DDR 1945 bis 1952. Gezeigt am Beispiel der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDUD). Methoden der Gleichschaltung. Göttingen 1983.

Brunner, Detlev: Der Schein der Souveränität. Landesregierung und Besatzungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern 1945-1949. Weimar 2006.

Buchstab, Günter (Hg.): Verfolgt und entrechtet. Die Ausschaltung Christlicher Demokraten unter sowjetischer Besatzung und SED-Herrschaft 1945-1961. Eine biographische Dokumentation. Bearb. von Brigitte Kaff, Franz-Josef Kos. Düsseldorf 1998.

Ders. (Hg.): Die CDU in der sowjetisch besetzten Zone/DDR 1945-1952 (Aktuelle Fragen der Politik 4). Melle 1994.

Ders. (Hg.): Repression und Haft in der SED-Diktatur und die “gekaufte Freiheit”. Dokumentation des 14. Buchenwald-Gesprächs vom 22. bis 23. November 2004 in Berlin zum Thema “Häftlingsfreikauf”. Sankt Augustin 2005.

Creuzberger, Stefan: Die sowjetische Besatzungsmacht und das politische System der SBZ (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismus-Forschung 3). Weimar 1996.

Frölich, Jürgen (Hg.): “Bürgerliche” Parteien in der SBZ/DDR. Zur Geschichte von CDU, LDP(D), DBD und NDPD 1945 bis 1953. Köln 1995.

Gesamtdeutsches Institut (Hg.): Außerordentlicher Parteitag der Christlich- Demokratischen Union der DDR (15./16.12.1989). Bonn 1990.

Henkel, Rüdiger: Im Dienste der Staatspartei. Über Parteien und Organisationen der DDR. Baden-Baden 1994.

Hübsch, Reinhard: Als die Mauer wuchs. Zur Deutschlandpolitik der Christdemokraten 1945-1970. Potsdam 1998.

Jäger, Wolfgang/Walter, Michael: Die Allianz für Deutschland. CDU, Demokratischer Aufbruch und Deutsche Soziale Union 1989/90. Köln 1998.

Jander, Ingrid: Politische Verfolgung in Brandenburg 1949 bis 1953. Der Kampf gegen Ost-CDU, Bauern und Kirchen im Spiegel der Akten von SED und Staatssicherheit (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 59). Düsseldorf 2012.

Kaff, Brigitte (Hg.): „Gefährliche politische Gegner“. Widerstand und Verfolgung in der sowjetischen Zone/DDR. Düsseldorf 1995.

Dies. (Hg.): Junge Union 1945-1950. Jugendpolitik in der sowjetisch besetzten Zone. Freiburg i. Br. 2003.

Keiderling, Gerhard: Um Deutschlands Einheit. Ferdinand Friedensburg und der Kalte Krieg in Berlin 1945-1952. Weimar 2009

Kiefer, Markus: Gründung und Anfänge der CDU in Thüringen (1945-1952). Erfurt 1995.

Kloth, Hans Michael: Vom “Zettelfalten” zum freien Wählen. Die Demokratisierung der DDR 1989/90 und die “Wahlfrage” (Forschungen zur DDR-Gesellschaft). Berlin 2000.

Kos, Franz-Josef: Politische Justiz in der DDR. Der Dessauer Schauprozess vom April 1950. München 1996 (Sonderdruck aus: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 3/1996).

Krebs, Ulrich Wolfgang: Deutschlandpolitische Ansätze der Ost-CDU 1945-1953. Frankfurt am Main 1996.

Kurze, Markus: 65 Jahre Christdemokraten in Burg und im Jerichower Land / Sachsen- Anhalt. Burg 2010.

Lapp, Peter Joachim: Ausverkauf. Das Ende der Blockparteien. Berlin 1998.

Ders.: Georg Dertinger. Journalist – Außenminister – Staatsfeind. Freiburg i. Br. 2005.

Ders.: Gerald Götting – CDU-Chef in der DDR. Eine politische Biografie. Aachen 2011.

Lieberknecht, Christine/Vaatz, Arnold/Heitmann, Steffen: Unterwegs zur Einheit (Aktuelle Fragen der Politik 20) Sankt Augustin 1994.

Neubert, Ehrhart: Der Brief aus Weimar. Zur Selbstbefreiung der CDU im Herbst 1989. Sankt Augustin/Berlin 2014. http://www.kas.de/wf/de/33.38336/

Niggemeier, Adolf (Bearb.): Die CDU/DA Fraktion in der Volkskammer der DDR, März bis September 1990. Sitzungsprotokolle und andere Dokumente. Eine Arbeit zur Darstellung der Wirksamkeit von Christlich-Demokratischer Union und der Partei des Demokratischen Aufbruchs in der 10. Wahlperiode der Volkskammer der DDR in Auftrag gegeben vom CDU/DA Fraktionsvorstand. O. O. o. J.

Odenbach, Joachim: Die Entwicklung der Ost-CDU in Sachsen nach 1945. Leipzig 1993.

Richter, Michael: Die Ost-CDU 1948-1952. Zwischen Widerstand und Gleichschaltung. 2. Aufl. (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 19). Düsseldorf 1991.

Ders./Rissmann, Martin (Hg.): Die Ost-CDU. Beiträge zu ihrer Entstehung und Entwicklung (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung 2). Weimar 1995.

Rißmann, Martin: Kaderschulung in der Ost-CDU 1949-1971. Zur geistigen Formierung einer Blockpartei (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 27). Düsseldorf 1995.

Schalück, Andreas: Eine Agentur der Kirchen im Staatsapparat? Otto Nuschke und die Hauptabteilung “Verbindung zu den Kirchen” 1949-1953 (Studien des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin). Berlin 1999.

Schmeitzner, Mike: Im Schatten der FDJ. Die “Junge Union” in Sachsen 1945-1950 (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung. Berichte und Studien 47). Göttingen 2004.

Schmidt, Martin: Die Ost-CDU und ihre Kontakte zu ausgewählten westeuropäischen Staaten. Zur internationalen Arbeit der CDU 1961-89. Brühl 2006.

Schmidt, Ute: Von der Blockpartei zur Volkspartei? Die Ost-CDU im Umbruch 1989-1994 (Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin 81). Opladen 1997.

Schmidt-Pohl, Jürgen: Christlich-Demokratische Union Deutschlands. Sichtbare und geheime Parteitransformation der CDUD in der SBZ und Mitverantwortungs-Diktatur DDR. Von der “kleinbürgerlich-demokratischen” Blockpartei der SBZ zum mitverantwortlichen Bündnispartner in der zweiten deutschen Diktatur (Schwarzbuch- Archiv 5). Schwerin 2003.

Schmitt, Karl/Oppelland, Torsten (Hg.): Parteien in Thüringen. Ein Handbuch (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 16). Düsseldorf 2008.

Schürmanns, Sebastian: Die “Neue Zeit” und die CDU der SBZ im Jahre 1947/48. Köln 2000.

Schwießelmann, Christian: Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands in Mecklenburg und Vorpommern. Von der Gründung bis zur Auflösung des Landesverbandes (1945–1952) (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 58). Düsseldorf 2011.

Speckmann, Thomas: Hugo Dornhofer. Biographische Studien 1896-1977. Rudolstadt 2003.

Suckut, Siegfried (Hg.): Blockpolitik in der SBZ/DDR 1945-1949. Die Sitzungsprotokolle des Zentralen Einheitsfront-Ausschusses. Quellenedition (Mannheimer Untersuchungen zu Politik und Geschichte der DDR 3). Köln 1986.

Stephan, Gerd-Rüdiger (Hg.): Die Parteien und Organisationen der DDR. Ein Handbuch. Berlin 2002.

Thiem, Christian: Die Länderkammer der Deutschen Demokratischen Republik (1949- 1958). Eine verfassungsgeschichtliche Darstellung von der Entstehung bis zur Auflösung (Schriften zur Verfassungsgeschichte 84). Berlin 2011.

Veen, Hans-Joachim (Hg.): Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur. Berlin 2000.

Weber, Hermann (Hg.): Parteiensystem zwischen Demokratie und Volksdemokratie. Dokumente und Materialien zum Funktionswandel der Parteien und Massenorganisationen

in der SBZ/DDR 1945 – 1950 (Mannheimer Untersuchungen zu Politik und Geschichte der DDR). Köln 1982.

Weil, Francesca: Verhandelte Demokratisierung. Die Runden Tische der Bezirke 1989/90 in der DDR (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung. Berichte und Studien 60). Göttingen 2011.

Weilemann, Peter R. (Hg.): Parteien im Aufbruch. Nichtkommunistische Parteien und politische Vereinigungen in der DDR vor der Volkskammerwahl am 18. März 1990 (Deutschland-Report 8). Melle 1990.

Wilke, Manfred/Fischer, Alexander (Hg.): Parteienanfänge in der Sowjetisch Besetzten Zone. Sankt Augustin 1992.

Winterhager, Friedrich: Günther Gereke. Ein Minister im Spannungsfeld des Kalten Krieges. Biographischer Essay. Ludwigsfelde 2002.

Wunnicke, Christoph: Die Blockparteien der DDR. Kontinuitäten und Transformation 1945-1990. Berlin 2014.

Zeidler, Stephan: Auf dem Weg zur Kaderpartei? Zur Rolle der Ost-CDU in der inneren Entwicklung der DDR 1952-53. Hamburg 1996.

Ders.: Die CDU in der DDR vor dem Mauerbau (1953-1961). Bonn 2001.

Beiträge in Zeitschriften und Sammelwerken

Agethen, Manfred: Die Akten der Ost-CDU und der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD) im Archiv für Christlich-Demokratische Politik. Eine Bestandsaufnahme. In: Historisch-Politische Mitteilungen 2 (1995), S. 309-311. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_02_95/HPM_02_95_13.pdf

Ders.: Die CDU in der DDR. In: Kleine Geschichte der CDU. Redaktion: Felix Becker. Konrad-Adenauer-Stiftung. Sonderausgabe. Stuttgart 1995, S. 201-249.

Ders.: Die CDU in der SBZ/DDR 1945-1990. Neuere Literatur (1990-1996). In: Historisch-Politische Mitteilungen 3 (1996), S. 235-253. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_03_96/HPM_03_96_12.pdf

Ders.: Franz Schleusener – ein Opferkommunistischer Gewaltherrschaft in Brandenburg. In: Historisch-Politische Mitteilungen 15 (2008), S. 167-189. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_15_08/HPM_15_08_9.pdf

Wilde, Manfred: Die SBZ-CDU 1945-1947. Zwischen Kriegsende und kaltem Krieg. München 1998.

Ders.: Die Protokolle der Leitungsgremien der CDU in der SBZ, 1945-1949. Ein Editionsprojekt des Archivs für Christlich-Demokratische Politik. In: Historisch-Politische Mitteilungen 7 (2000), S. 311-323. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_07_00/HPM_07_00_14.pdf

Ders.: Unruhepotentiale und Reformbestrebungen an der Basis der Ost-CDU im Vorfeld der Wende. Der “Brief aus Weimar” und der “Brief aus Neuenhagen. In: Historisch- Politische Mitteilungen 1 (1994), S. 89-114. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_01_94/HPM_01_94_7.pdf

Baron, Udo: Doppelmoral. Geschichte der CDU-Blockpartei und die Partei Die Linke. In: Mut 44 (2009) 505, S. 68-79.

Baus, Katrin/Baus, Ralf: Die Gründung der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands in Brandenburg 1945. In: Historisch-Politische Mitteilungen 6 (1999), S. 79-107. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_06_99/HPM_06_99_4.pdf

Baus, Ralf Thomas: Die Gründung der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands in Sachsen 1945. In: Historisch-Politische Mitteilungen 2 (1995), S. 83-117. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_02_95/HPM_02_95_4.pdf

Bergmann-Pohl, Sabine: Volkskammerpräsidentin und letztes Staatsoberhaupt : Erinnerungen vom Anfang und Ende des Parlamentarismus in der DDR In: Die Politische Meinung (2014) Sonderausgabe 2, S. 121-124.

Besier, Gerhard: Auf der kirchenpolitischen Nebenbühne des SED-Staates. Evangelische Kirche und Ost-CDU. In: Von der ersten Diktatur in die zweite Demokratie. Kirchlicher Neubeginn in der Nachkriegszeit. Kirchen, Parteien und Ideologien im Zeichen des Ost- West-Konflikts. Band 2. Neukirchen-Vluyn 1994, S. 190-270.

Ders.: Die Ost-CDU, ihre Religionspolitik und das MfS. In: Historisch-Politische Mitteilungen 3 (1996), S. 133-144. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_03_96/HPM_03_96_6.pdf

Beuthien, Gunda: Der Union-Verlag der Ost-CDU. Entstehung und Entwicklung des Verlages bis in die 1960er Jahre unter Berücksichtigung seiner Beziehungen zu den Verlagen Koehler & Amelang und Wolfgang Jess. In: In: Leipziger Jahrbuch zur Buchgeschichte 10 (2000), S. 249-340.

Buchstab, Günter: Zwischen Widerstand und Gleichschaltung. Zur Geschichte der Ost- CDU nach 1948. In: Zeitschrift zur politischen Bildung 28 (1991) 2, S. 27-31.

Donth, Stefan: Im Schatten der FDJ. Die Junge Union in der Sowjetischen Besatzungszone und in den ersten Jahren der DDR von 1945-1950. In: Historisch- Politische Mitteilungen 12 (2005), S. 335-339. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_12_05/HPM_12_05_21.pdf

Ders.: Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland und die Vertriebenenpolitik der CDU in Sachsen von 1945 bis 1952. In: Historisch Politische Mitteilungen 18 (2011), S. 13-47.
http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_18_11/Donth.pdf

Ders.: Die Sowjetische Militäradministration und die CDU in Sachsen 1945-1952. Eine bürgerliche Partei aus dem Blickwinkel der Besatzungsmacht. In: Historisch-Politische Mitteilungen 7 (2000), S. 109-133. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_07_00/HPM_07_00_5.pdf

Güth, Luise: „Resignation ist unchristlich“! Der Rostocker Bezirksverband der CDU(D) in den Jahren 1985-1989. In: Historisch-Politische Mitteilungen 21 (2014), S. 65-84.

Hausmann, Marion: Ernst Lemmer in der SBZ (1945-1949). Der lange Weg nach Westen. In: Historisch-Politische Mitteilungen 11 (2004), S. 147-170. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_11_04/HPM_11_04_7.pdf

Kos, Franz-Josef: Der Fall Dertinger und die Ost-CDU. Ein Stimmungsbild aus den Monaten Januar und Februar 1953. In: Historisch-Politische Mitteilungen 4 (1997), S. 105-140.

Kubina, Michael: “… die keine Ahnung von der DDR haben”. Die Wende der Blockparteien und die Blockparteien in der “Wende”. In: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED- Staat (2009) 25, S. 3-21.

Richter, Michael: Aufbruch an der Basis. Zur Situation in der Ost-CDU vom Beginn der Gorbatschowschen Reformpolitik bis zum Sonderparteitag im Dezember 1989. Eine Dokumentation. In: Historisch-Politische Mitteilungen 8 (2001), S. 189-240. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_08_01/HPM_08_01_12.pdf

Ders.: Die Blockpartei CDU und die friedliche Revolution 1989/90. In: Tilman Mayer (Hg.): Deutscher Herbst 1989 (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung 99). Berlin 2010, S. 119-127.

Ders.: Jugend zwischen den Diktaturen. Manfred Klein und die christlich-demokratische Jugendopposition in der SBZ. Vortrag gehalten bei der Gedenkveranstaltung für Manfred Klein am 13. März 2007 in Berlin, durchgeführt von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Aufarbeitung. In Historisch-Politische Mitteilungen 14 (2007), S. 67-78. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_14_07/HPM_14_07_4.pdf

Ders.: Zur Entwicklung der Ost-CDU im Herbst 1989. In: Historisch-Politische Mitteilungen 1 (1994), S. 115-133. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_01_94/HPM_01_94_8.pdf

Rißmann, Martin: Zur Rolle der Ost-CDU im politischen System der DDR. In: Historisch- Politische Mitteilungen 1 (1994), S. 69-88. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_01_94/HPM_01_94_6.pdf

Rütters, Peter: Gertrud Wronka. Eine katholische Frauenkarriere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In: Historisch-Politische Mitteilungen 14 (2007), S. 137-152. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_14_07/HPM_14_07_8.pdf

Ruthendorf-Przewoski, Cornelia von: “Sozialismus aus christlicher Verantwortung? Die (Ost-)CDU und die Kirchenpolitik in Thüringen”. (Evangelische Akademie Thüringen, Neudietendorf 2./3. Dezember 2011) In: Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte (2012) 6, S. 227-232.

Schäfer, Bernd: Die Kirchenpolitik der Ost-CDU und die katholische Kirche in der SBZ/DDR. In: Historisch-Politische Mitteilungen 5 (1998), S. 145-165. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_05_98/HPM_05_98_6.pdf

Ders.: Priester in zwei deutschen Diktaturen. Die antifaschistische Legende des Karl Fischer (1900-1972). In: Historisch-Politische Mitteilungen 7 (2000), S. 53-78. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_07_00/HPM_07_00_3.pdf

Schwießelmann, Christian: Blockflöten im Parteienkonzert? Das Beispiel der Nordost-CDU von der Gründung bis zur Gegenwart. In: Deutschland Archiv 42 (2009) 3, S. 414-424.

Ders.: Die CDU im Norden der DDR 1952 bis 1961. Ein Blick hinter die Kulissen einer Blockpartei in den Bezirken Neubrandenburg, Rostock und Schwerin. In: Zeitgeschichte regional 13 (2009) 1, S. 37-57.

Ders.: Norddeutsch, protestantisch, liberal. Gründerpersönlichkeiten der CDU in Mecklenburg-Vorpommern. In: Historisch-Politische Mitteilungen 13 (2006), S. 25-46. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_13_06/HPM_13_06_2.pdf

Ders.: Zwischen Fremdsteuerung und Mitverantwortung. Innenansichten der CDU im Norden der DDR. In: Historisch Politische Mitteilungen 16 (2009), S. 109-153. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_16_09/HPM_16_09_6.pdf

Speckmann, Thomas: “Ein Mahnmal für die Freiheit”. Die Gleichschaltung der Ost-CDU aus der Sicht des Eichsfelder Christdemokraten Hugo Dornhofer. In: Historisch-Politische Mitteilungen 11 (2004), S. 311-332. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_11_04/HPM_11_04_16.pdf

Tischner, Wolfgang: Nicht alles Blockflöten : die Ost-CDU in der Friedlichen Revolution. In: Die Politische Meinung (2014) Sonderausgabe 2, S. 116-120.

Vössing, Ansgar: Die Kontakte der Berliner CDU zur Opposition und zu neuen Parteien in der DDR : Erinnerungen aus der Zeit zwischen September 1989 und Oktober 1990. In: Deutschland Archiv 43 (2010) 1, S. 52-59.

Wettig, Gerhard: Der Konflikt der Ost-CDU mit der Besatzungsmacht 1945-1948 im Spiegel sowjetischer Akten. In: Historisch-Politische Mitteilungen 6 (1999), S. 109-137. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_06_99/HPM_06_99_5.pdf

Winkler, Manja: Die Christlich Demokratische Union in Leipzig 1945 bis 1948. In: Historisch-Politische Mitteilungen 15 (2008), S. 125-142. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_15_08/HPM_15_08_7.pdf

Wirth, Günter: Zu Transformationsprozessen in der DDR-CDU 1989/90. Günter Wirth und die DDR-CDU. Mit einer biographisch-editorischen Vorbemerkung von Manfred Agethen. In: Historisch-Politische Mitteilungen 8 (2001), S. 241-265. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_08_01/HPM_08_01_13.pdf

Zeidler, Stephan: Entstehung und Entwicklung der Ost-CDU 1945-1989. Zum Wandlungs- und Gleichschaltungsprozess einer Blockpartei. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 46 (1996) 16/17, S. 22-30.

Zeidler, Sonja: Zwischen Anpassung und Selbstbehauptung. Die Ost-CDU und ihre Sprache in den Jahren 1945-1957. In: Historisch-Politische Mitteilungen 6 (1999), S. 139-166. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_06_99/HPM_06_99_6.pdf

Zusammengestellt von Helena Baltes
© Bibliothek der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., Sankt Augustin
Die gesamte Liste im PDF-Format zum Download

Meine Predigt zur “Speisung der Fünftausend”

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Am 26. Oktober 2014 hatte ich Gelegenheit, im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau in der Wiesbadener Marktkirche eine Predigt zu halten. Den Predigttext findet man im Matthäus-Evangelium, Kapitel 14, Verse 13-21. Es geht um die bekannte Geschichte der Speisung der Fünftausend. Wer wissen will, warum diese Geschichte keine Ankündigung des allumfassenden Sozialstaates ist oder warum es ganz gut ist, dass die Jünger damals nicht verbeamtet wurden, der mag den Predigttext hier nachlesen:

Marktkirche in Wiesbaden

Am Ende des Gottesdienstes in der Marktkirche in Wiesbaden.

Liebe Brüder und Schwestern,

„Und sie aßen alle und wurden satt und hoben auf, was übrigblieb von Brocken, zwölf Körbe voll.“ So heißt es bei Matthäus. Ein schönes Happy End. Da wird am Anfang ein Mangel beschrieben, eine Herausforderung, eine Notlage – und dann kommt der Held, und am Ende ist alles gut.

Eigentlich eine schöne Vorlage für Hollywood oder von mir aus auch für die deutsche Filmförderung. Aber kennen Sie das nicht auch? Wenn man ins Kino geht und wenn dann der Film so wunderschön endet – dann sinkt man vielleicht zufrieden in den Sessel, aber irgendwie sagt man dann auch: „Eigentlich zu schön, um wahr zu sein.“

Daher ist das heutige Evangelium vielleicht doch keine geeignete Filmvorlage – denn die Erzählung von Jesus ist wahr! Vielleicht anders wahr, als wir uns heute eine naturwissenschaftlich-überprüfbare Wahrheit vorstellen. Aber dennoch: Ich glaube daran, dass diese Geschichte wahr ist. Doch was sagt uns diese Geschichte? Anstelle von 5000 will ich heute drei Gedanken mit Ihnen und Euch teilen:

Das Wunder der Gemeinschaft in Christus

Erstens: Jesus schenkt sich uns in der Gemeinschaft. Das Erleben von Gemeinschaft in Jesus schenkt uns einen Mehrwert. Ein technisches Wort, das so viel mehr meint – Frieden, Glück und Geborgenheit. Das Gefühl als Mensch angenommen und angekommen zu sein. Er lässt uns in Überfülle zurück.

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20) Diese Zusage Jesu erleben wir Christen in jedem Gottesdienst; am deutlichsten bei der Feier des Abendmahles. Und nichts anderes nimmt die Erzählung von der Speisung der Fünftausend vorweg, denn auch hier heißt es: „Er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf zum Himmel und dankte und brach´s und gab die Brote den Jüngern.“ – Nehmen, danken, brechen und geben: all dies kennen wir vom Abendmahl.

Genau hierin liegt für mich eine tiefere Wahrheit der Geschichte. Es geht nicht einfach nur um eine Ethik des Teilens. Es geht durchaus um eine spezifisch christliche Ethik. Es geht um unseren Glauben an die durch Christus gestiftete Gemeinschaft. Denn ohne Jesus, ohne seine Vorwegnahme des Abendmahls wäre die Geschichte tatsächlich nur eine Filmvorlage. Dann wäre die Geschichte tatsächlich eine säkulare Wundergeschichte. Erst durch den Bezug zu Jesus wird diese Geschichte für uns Christen wahr.

Wenn wir also in Christus zusammenkommen, dann werden wir beschenkt, dann erfahren wir Überfülle – die Geschichte spricht von zwölf Körben, die am Ende übrig bleiben. Er macht uns satt. Nicht im buchstäblichen, aber übertragenden Sinne. Unsere Seele findet im Vertrauen auf Gottes Liebe und im Erleben christlicher Gemeinschaft Ruhe. Wir können fröhlich sein.

Sie wissen alle, dass diese Zahl kein Zufall ist: Denken Sie nur an die zwölf Apostel oder die zwölf Stämme Israels. Oder nehmen Sie die zwölf zum Quadrat, dann bekommen Sie 144 – laut Offenbarung des Johannes werden 144 000 gerettet werden. Zahlen haben in der Bibel immer Bedeutung.

Wofür stehen aber die zwölf Körbe? Zwölf ist das Produkt aus Drei und Vier. Drei ist die göttliche Zahl – Stichwort Dreifaltigkeit. Vier ist die menschliche Zahl oder die Zahl der irdischen Welt – vier Himmelsrichtungen, vier Elemente. Damit steht Zwölf für die Verbindung von Himmel und Erde, von Gott mit den Menschen. In der Zahl Zwölf berühren sich also Himmel und Erde.

Auch bei Lukas können wir von einer weiteren Speisenvermehrung lesen, der sogenannten Speisung der Viertausend. Dort bleiben am Ende sieben Körbe übrig. Diese Zahl ist nichts anderes als die Zwölf, da sie zwar nicht das Produkt, aber die Summe aus Drei und Vier ist.

So viel zur Zahlenspielerei: Am Ende bleibt die Botschaft, Gott und Mensch begegnen sich in dieser Geschichte. Sie begegnen sich jedoch nicht irgendwo, sondern in Christus.

Und das ist ja auch die Botschaft des gesamten Evangeliums: Jesus predigt stets vom Reich Gottes. Aber er predigt nicht nur vom Reich Gottes; er selbst als Person und auch sein Handeln sind ebenfalls immer ein Verweis auf dieses Reich Gottes.

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Mit Pfarrer Dr. Jeffrey Myers an der Kirchentür.

Brotvermehrung als Vorwegnahme des Himmelreiches

Damit bin ich bei meinem zweiten Punkt: Die Brotvermehrung als Vorwegnahme des Himmelreiches. Die Erzählung verführt, sie als politisches Programm und als Auftrag für unser Leben im Hier und Jetzt auszulegen. Das klingt verlockend und nach einer einfachen „Übersetzung“; geht aber an ihrem eigentlichen Kern vorbei. Auf den Verweischarakter von Jesus – auf die darstellende, übertragene Bedeutung, Bilder und Geschichten, die uns einen tieferen Sinn aufzeigen sollen – habe ich bereits hingewiesen. Werfen wir aber noch einen Blick auf den Ort des Geschehens:

Matthäus und Lukas sprechen von einer „Wüste“, Markus von einer „wüsten Stätte“. Die Einheitsübersetzung übersetzt mit „einsame Gegend“ oder „einsamer Ort“. Egal, welcher Übersetzung man folgt: Es handelt sich stets um einen Ort außerhalb der ‚zivilisierten‘ Welt – Jesus selbst entrückt dieses Geschehen unserer Welt; er verweist nicht auf das Hier und Jetzt, sondern auf das kommende Reich Gottes.

Das mag für den einen oder anderen von Ihnen zunächst einmal befremdlich klingen. Aber rufen Sie sich einmal die vielen guten Taten Jesu in Erinnerung, von der die Evangelien erzählen. Mir ist kein Fall einer Heilung bekannt, in deren Nachgang Jesus sagen würde: So, jetzt kannst Du wieder arbeiten gehen, Geld verdienen und Deine Familie durchbringen – am besten natürlich noch Steuern zahlen, damit das ganze Gemeinwesen gut funktioniert.

Jesu Wirken in der Welt war immer ein Wirken, das über das Hier und Jetzt hinauswies; es geht bei diesem Wirken immer um den Erlösungsgedanken; denken Sie nur an einen Satz wie: „Dein Glaube hat Dir geholfen.“

All das bedeutet, dass wir Jesus und die Erzählungen von seinem Wirken nicht missverstehen dürfen als praktischen Aktionsplan für die Bewältigung des täglichen Lebens. Natürlich schenkt uns Jesus, schenkt uns seine Botschaft Orientierung für unser eigenes Leben. Natürlich sind wir als Christen aufgerufen, bereits hier auf Erden am Reich Gottes mitzubauen. Wir würden uns aber übernehmen und uns selbst überfordern, wenn wir glaubten, wir selbst könnten diese Welt erlösen.

Die Geschichte von der Brotvermehrung verweist auf das Reich Gottes, auf unsere Erlösung, auf die Erlösung der ganzen Welt.

Die Grenzen des Politischen

Damit bin ich bei meinem dritten und letzten Punkt: Denn mit dem Verweis auf das Reich Gottes beschreibt die Geschichte auch die Grenzen des Politischen.

Als Politiker erliegt man ja oft der Versuchung, für alle Probleme eine Lösung parat haben und jederzeit Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen zu müssen. Umschrieben wird das häufig mit dem schrecklich klingenden Wort ‚Problemlösungskompetenz‘.

Auf die Spitze treiben wir Politiker diese Versuchung in der aberwitzigen Vorstellung, die Welt retten – oder in anderen Worten: die Welt erlösen zu können. Dieser Anspruch ist an Hybris und Selbstüberschätzung wahrscheinlich kaum zu übertreffen.

Aber – dieser Einschub sei mir erlaubt – eine solche Selbstüberschätzung hat ja ihren Ursprung nicht bei den Politikern alleine. Auch Wählerinnen und Wähler, Medien, Interessenvertreter treten mit dieser Erwartung an Politik heran.

Schauen wir uns doch nochmal kurz die Erzählung an: Da gibt es ein Problem, mit dem die Jünger Jesus konfrontieren. Der Ort ist öde, die Menschen hungrig. Und fünf Brote und zwei Fische sind für die Masse der Menschen – nach logischem Menschenverstand – eigentlich nicht genug. Eine typische Ausgangsposition eines Politikers.

In meiner Welt würde es jetzt erst richtig losgehen. Da würden einige Jünger ein erstes Konzept erarbeiten; Mehrheiten werden gesucht; Gegenkonzepte erstellt; Kompromisslinien gesucht; Petitionen eingereicht und so weiter und so fort.

Am Ende würde vielleicht ein Kompromiss stehen, der erst einmal berücksichtigt, wer von den vielen Menschen überhaupt bedürftig ist. Denn es ist doch nicht gerecht, wenn ein reicher Kaufmann unter den Zuhörern genauso behandelt werden würde wie ein arbeitsloser Fischer. Dann müsste aber natürlich auch Bedürftigkeit definiert werden und die Bedürftigen müssten ihre Bedürftigkeit nachweisen.

Am Ende muss das Ganze überwacht werden – mir käme da eine mögliche Verbeamtung der Apostel in den Sinn.

Stellen wir uns dies alles einmal vor: Glauben wir tatsächlich, dass am Ende noch zwölf Körbe übrig bleiben würden?! Das ganz vernünftig sogar eine Rücklage gebildet wurde? Nein, die Brotvermehrung ist keine Parabel auf das Politische, das ist nicht der Entwurf des allumsorgenden Sozialstaates.

Jesus geht es nicht einfach um das Stillen materieller Bedürfnisse – denken Sie nur an den Satz: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ Es geht um Bedürfnisse, die über das Materielle hinausgehen; um Bedürfnisse, die das Geistige in den Blick nehmen, das Bedürfnis nach Erlösung.

Wir werden – so hoffen wir – Erlösung im Jenseits erwarten dürfen. Aber eine Ahnung dieser Erlösung können wir bereits im Hier und Jetzt bekommen.

Es ist eine Erlösung, die auf das Miteinander bezogen ist. Eine Erlösung in der Gemeinschaft – Gemeinschaft in der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, in der Kirchengemeinde, aber auch im gesellschaftlichen Miteinander. Hier sehe ich eine zentrale Aufgabe von Politik. Das lehrt uns das Gleichnis wieder: Sie muss für einen starken Zusammenhalt sorgen, für ein gelingendes Miteinander, für mit Leben gefüllte Solidarität.

Am Anfang dessen steht der Gedanke an die Freiheit des Einzelnen. Denn Freiheit steht am Beginn der christlichen Botschaft. Wenn man die Schöpfungsgeschichte liest, gerade auch die Erzählung von der Vertreibung aus dem Paradies, dann wird deutlich: Gott hat uns Menschen als freie Wesen geschaffen. Gott wollte keine Marionetten oder Roboter, die einfach tun, was er sagt.

Daher heißt es auch bei Paulus im Galaterbrief – ich zitiere: „Ihr aber seid zur Freiheit berufen.“ (Gal 5,13)

Und wenige Tage vor dem Reformationstag erinnere ich auch gerne daran, dass eine der wichtigsten Flugschriften von Martin Luther den Titel trägt: „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. Hier beschreibt Luther treffend den scheinbaren Widerspruch der Freiheit: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

Freiheit ist ein Schlüsselbegriff für uns Christen. Und gerade Politiker sind hieran fest gebunden. Die Freiheit zu achten, ist Auftrag der Politik. Gleichzeitig muss Politik die eigenen Grenzen kennen. Politik hat nicht die Aufgabe, die Welt zu retten; aber sie kann dabei helfen, dass Menschen im Miteinander und im Zusammenhalt eine Ahnung davon erfahren dürfen, was Erlösung und Begegnung mit Gott bedeuten kann.

Auch für diesen Gedanken steht die Erzählung von der Speisung der Fünftausend.

Schluss

Lassen Sie mich meine drei Punkte in drei Zitaten zusammenfassen. Mein erster Gedanke bezog sich auf die Gemeinschaft, deren Erleben ein Geschenk ist. Hierzu ein Zitat eines protestantischen Märtyrers. Klaus Bonhoeffer, der ältere Bruder Dietrich Bonhoeffers, ebenfalls von den Nationalsozialisten hingerichtet, schreibt in seinem Abschiedsbrief: „Wer aber herzlich dankbar annimmt, gibt oft mehr.“

Meinen zweiten Gedanken – die Brotvermehrung als Vorgriff auf das Himmelreich – möchte ich unter einen Ausspruch stellen, der auf den Philosophen Karl Popper zurückgeht; er heißt: „Wer den Himmel auf Erden will, schafft die Hölle auf Erden!“. Oder wie Bundespräsident Joachim Gauck einmal sagte: „Sie hatten vom Paradies geträumt und wachten in Nordrhein-Westfalen auf.“

Schließlich noch ein Zitat zu den Aufgaben des Politikers. Das Zitat stammt von Papst Benedikt, und ich finde, dass man fast 500 Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers auch einen Papst in einer evangelischen Kirche zitieren darf. Vor dem Deutschen Bundestag sagte Benedikt: „Wie wäre es, wenn uns, den Gesetzgebern von heute, eine Bitte freigestellt wäre? Was würden wir erbitten? Ich denke, auch heute können wir letztlich nichts anderes wünschen als ein hörendes Herz – die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und so wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu dienen und dem Frieden.“

Genau diese Bitte möchte ich auch heute äußern. Und ich möchte Sie bitten, mich und alle Verantwortungsträger unseres Landes in diesem Sinne in Ihr Gebet zu nehmen.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Ewigkeit. Amen!

“Wir wollen euch scheitern sehen” von Alexander Görlach (Buchbesprechung)

Schließlich sprach nicht nur die ganze Stadt darüber, sondern auch die BILD sowie die Radiosender griffen die Geschichte auf. In einem Ort in meinem Wahlkreis musste eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung abgebrochen werden, weil der Bürgermeister angeblich total betrunken war. Viele, die darüber nun reden, meinen zu wissen, dass Sie den Bürgermeister schon anderenorts im alkoholisierten Zustand getroffen haben, was für sich genommen kein Skandal ist, denn Bürgermeister besuchen auch Volksfeste in ihrer Stadt und trinken dann oft nicht nur Wasser. In den Kontext gesetzt wird so aber schnell ein Gerücht daraus. Der Mann könnte ein Problem haben. Es wird geraunt und gemutmaßt. Niemand weiß etwas, aber jeder redet darüber. Wehren kann sich der Bürgermeister nicht, denn natürlich geschieht dies nie in seiner Gegenwart. Und keiner stellt die Frage, ob der Mann, der sicherlich einen stressigen Job hat, wie viele andere die zur Bewältigung ihres Stresses Alkohol trinken, vielleicht Hilfe braucht, weil er das Maß verloren haben könnte. Es geht denen, die darüber reden gar nicht um den Menschen, es geht um die Verfehlung, den vermeintlichen Skandal und die Häme.

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Wer sich abhebt wird zurechtgestutzt

Alexander Görlach hat ein Buch darüber geschrieben, wie wir als Gesellschaft mit unseren Repräsentanten, er nennt sie etwas überzogen „Helden“, umgehen. Wie schaut unsere Gesellschaft auf Politiker, Künstler, Schauspieler, Sportler und Personen des öffentlichen Lebens? „Wir wollen euch scheitern sehen!“ heißt sein Buch. Er stellt nicht nur die Frage, inwieweit unser Blick auf öffentliche Personen und deren Fall(en) – von Uli Hoeneß bis Christian Wulff – ein Abbild für den Umgang miteinander in unserer Gesellschaft ist. Er stellt die Gretchenfrage: Wer will in einer solchen Gesellschaft noch Verantwortung übernehmen und sich öffentlich exponieren? Wahrscheinlich die wenigsten.

„Neid muss man sich verdienen.“ lautet ein geflügeltes Wort. Neid ist eine Todsünde. Und in der Tat neiden wir anderen den Erfolg. Wir unterstellen all zu oft, dass dieser nicht mit harter Arbeit erreicht wurde, sondern das Ergebnis von Zufällen, im schlimmsten Fall sogar von „Mauscheleien“ und Intrigen ist. Mindestens aber unverdient. Das hindert uns nicht daran, uns selbst gegenseitig stets zu versichern, wie tolerant und gerecht wir doch sind. Mindestens aber selbstgerecht.

Wenn also jemand fällt – egal ob der Grund das Fallen rechtfertigt wie beim Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy oder nicht – wie beim künstlichen Skandal um Rainer Brüderles „Herrenwitze“ -, dann kann derjenige in unserer Gesellschaft nicht mit Mitleid oder Barmherzigkeit rechnen. Er muss erst zerschmettert aufschlagen. Das ist das Mindeste. Dann ist aber meist trotzdem niemand da, der ihm aufhilft. Die zertrümmerten Gliedmaßen mag ein anderer auflesen. Görlach benennt nur den Fall von Margot Käßmann, der ihre Verfehlung (das Autofahren unter Alkoholeinfluss) öffentlich verziehen worden sei und die nach einer kurzen Buße heute wieder eine akzeptierte Autorität ist. Mir fällt auch kein anderes Beispiel ein, muss ich zugeben.

 So machen wir keine Lust auf Verantwortung

Görlachs These ist, dass wir bei Verfehlungen von Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, immer die Ursache in der Persönlichkeit des Betroffenen suchen, für uns aber stets in Anspruch nehmen, dass es äußere Umstände waren, die für unser eigenes Fehlverhalten ausschlaggebend waren. Ob das so ist, mag der geneigte Leser selbst beurteilen. So richtig widersprechen mag man Görlach aber wohl nicht. Das Messen mit zweierlei Maß ist weit verbreitet in unserer Gesellschaft. Den Splitter im Auge unseres gegenüber sehen wir gleich. Den Balken im eigenen Auge? Nicht der Rede wert.

Als ungute Mischung beschreibt Görlach die exorbitant hohen moralischen Ansprüche der Gesellschaft an öffentliche Personen verbunden mit der Aufkündigung der Unschuldsvermutung. Das ist nur folgerichtig, denn ich der Tat ist es kaum vorstellbar, dass es jemanden gibt, der diesen nicht nur moralisch hohen, sondern eher moralisierenden Ansprüchen gerechten werden könne. Wenn wir ehrlich sind, dann sind die formulierten Ansprüche so hoch, dass das Scheitern zwangsläufig ist. Die Frage ist nur wann und durch welchen Anlass. Aber kann das gut sein?

Für Görlach ist das nicht nur eine Frage der Empathie einer Gesellschaft, sondern damit verbunden fragt er, wer in einer solchen Gesellschaft noch bereit ist, sich zu exponieren und Verantwortung zu übernehmen. Denn – so Görlach weiter – nicht die Ideen und Themen stünden im Mittelpunkt von Debatten, sondern die Persönlichkeiten, die sie vortragen verbunden mit der Suche nach unvermeidlichen Brüchen und Widersprüchen zur vorgetragenen Idee. Görlachs Kritik zielt auch darauf ab, dass die sich entzündende Empörung keine echte Wirkung hat. Sie führt nicht zum Wandel, zum Anstoß von Veränderungen, sondern sie bedient die Lust am Scheitern, das Zurechtstutzen von Menschen, die oft von uns selbst zuerst auf ein Podest gestellt worden sind. Sie redet so dem Mittelmaß das Wort.

Die Gedanken des Autors springen manchmal. Von Augustinus bis Luther und aktuellen Fällen wirft es uns Sätze zu, die man schnell liest, aber nicht überlesen sollte. Manche kommen ganz unvermittelt und lohnen doch ein Verweilen und Nachdenken. Einer dieser Sätze lautet: „Der Mit-Mensch hat Mit-Leid verdient und den Respekt, also jenen Abstand, mit dem wir auf sein Leben schauen und uns ein vorschnelles Urteil verkneifen.“ Nicht nur aufgrund von Twitter und Facebook ist man mit dem vorschnellen Urteil in der Tat schnell bei der Hand. Mir geht das selbst so.

Sind die Analogien und Bilder des Autors so vielseitig, dass es mir manchmal etwas zu schnell geht und ich gerne noch bei einem Aspekt verweilen würde, so findet doch jeder Leser etwas, das ihn zum Nachdenken einlädt. Gut gefallen mir die Überlegungen Görlachs zum Verhältnis von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Denn in der Tat geht es bei der Gerechtigkeit darum, einen Ausgleich zu schaffen. Nicht von ungefähr verwendet Görlach dafür den Begriff des „Algorithmus“, der diesen Ausgleich herbeiführen soll. Der Barmherzigkeit ist dieses Denken fremd. Und sie ist die Grundlage für Empathie und den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Darin stimme ich mit Görlach überein.

Der Autor konfrontiert uns mit seiner These, dass aber genau das in unserer Gesellschaft wenn nicht verloren, so doch auf dem Rückzug sei. Der offene Diskurs sei ersetzt durch Vorurteile und Tabus. Das gegenseitige Belauern und die Suche nach Fehlern bei anderen stehe dem freien Denken und der Entwicklung neuer Ideen entgegen. Übersetzt: Wir sind eine Gesellschaft, die nicht nach dem Gelingen sucht, sondern darauf wartet, dass andere scheitern. Wenn das stimmt, dann müssen wir dagegen etwas tun.

Das Gegenmodell

Als Antwort wie man dem Befund Görlachs begegnen kann, gibt der Autor uns  zwei Tugenden an die Hand: die Solidarität und die Sympathie. Auch diese seien rational nicht fassbar, aber die passende Antwort auf eine um sich greifende Häme. Die „Liebe zur res publica“, Ungleichheit nicht nur akzeptieren, sondern als Chance zu sehen und  sowie „Milde gegen den Sünder“ walten zu lassen sind nur drei von mehreren Ratschlägen, die der Autor dem Leser mit auf den Weg gibt. Gerade dieser Teil gefällt mir besonders gut.

Das Gegenmodell ist eine Gesellschaft, in der man etwas erreichen kann, wenn man sich anstrengt. Und in der wir akzeptieren und es sogar als richtig empfinden, das Können und Glück in einer freien Gesellschaft Unterschiede hervorbringen, wie es Alexander Görlach richtig formuliert. Er erinnert uns an Martin Luther, der uns vor Augen geführt hat, dass der Mensch immer zugleich ein Sünder und ein Gerechter ist. Heißt das, dass es keine Helden geben kann? Nein. Es heißt, dass auch Helden Fehler machen. Und es heißt, dass jeder von uns ein Held sein kann. Und das ist ein schöner Gedanke.

Das Lesen des Buches und vor allem das Nachdenken darüber ist lohnenswert.

Keine Alternative für die CDU

Wie schon nach der Europawahl gibt es auch anlässlich der Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen den Versuch, eine Debatte über den Umgang der CDU mit der AfD loszutreten. Die CDU hat die Diskussion über den Umgang mit der AfD bereits im Vorfeld der Bundestagswahl geführt und ist gut beraten, ihren bisherigen Kurs fortzusetzen.

Die Strategie ist klar. Und eine Strategie lebt davon, dass man sie durchhält: Die CDU grenzt sich konsequent von der AfD ab. Wir spekulieren nicht über Koalitionen und versuchen nicht, diesen politischen Abenteurern einen Schafspelz zu reichen. Damit werden wir auf lange Sicht Erfolg haben. Am Beispiel Sachsen lässt sich das gut belegen. Die AfD ist mitnichten ein „Problem“ der CDU. Weniger als ein Viertel ihrer Wähler kommen aus dem Lager der Union. Während also die CDU nur rund 4,5 Prozent ihrer Wähler an die AfD verloren hat, haben NPD und FDP hingegen über 10 Prozent ihrer Wähler an die hellblauen Hasardeuren verloren.

Aber warum scheidet eine Zusammenarbeit mit der AfD grundsätzlich aus?

  • Die CDU als die Europapartei in Deutschland kann nicht mit einer Partei zusammenarbeiten, die mit Vorurteilen gegen die europäischen Idee Stimmung macht.
  • Die CDU schaut mit der Entwicklung unserer Gesellschaft nach vorn, während die AfD für ein rückwärtsgewandtes Gesellschaftsbild steht. Sie ignoriert die Lebenswirklichkeit.
  • Die AfD diffamiert etablierte Parteien als „Altparteien“ und damit unser erfolgreiches demokratisches System ohne eine Alternative aufzuzeigen.
  • Die AfD verharmlost die DDR, lobt die innere Sicherheit (man empfiehlt Lucke einen Besuch in Hohenschönhausen) im SED-Regime und romantisiert das DDR-Bildungssystem, in dem Kinder indoktriniert wurden und man nur studieren konnte, wenn man aus der richtigen Familie kam.
  • Weil die AfD die Angst vor Überfremdung schürt, anstatt das richtige Gleichgewicht zwischen Zuwanderung und Flüchtlingspolitk zu suchen.
  • Der AfD fehlt ein Zukunftsthema. Sie begnügt sich mit dem romantisierenden Blick in den Rückspiegel der Geschichte.
  • Der AfD wird nicht einmal von ihren Wählern zugetraut, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Sie ist eine Partei der Angst.

Im Einzelnen sind für mich deshalb folgende Punkte entscheidend:

Die CDU ist DIE Europapartei! Wir wissen, unsere Nation kann ohne Europa ihren Platz in der Welt, das hart erarbeitete Maß an Wohlstand und vielleicht sogar Frieden und Freiheit nicht erhalten. Dies alles konnte nur erreicht werden, weil die CDU seit ihrer Gründung für ein freies Deutschland in einem geeinigten Europa gestritten hat. Die AfD bekämpft diese Politik. Gleiches gilt für die Außenpolitik. Hier träumt die AfD von einem Deutschland, das zwischen Russland und den USA eine nicht genauer definierte Rolle einnehmen solle. Für die CDU und mich ist Deutschland selbstverständlich fest verankert in der westlichen Wertegemeinschaft. Die CDU verrät nicht das Erbe Konrad Adenauers und Helmut Kohls.

Die AfD ist rückwärtsgewandt. Sie setzt darauf, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen. Kurz gesagt: Das „Ich“ entscheidet. In einer pluralistischen Gesellschaft führt dieser Ansatz zur Spaltung. Die subtile Schwulenfeindlichkeit und latente Diskriminierung von Muslimen in der AfD sind ein Beleg hierfür. Sie stilisiert die traditionelle Rollenverteilung in der Familie gegen andere Formen des Zusammenlebens. Die CDU steht hingegen an der Seite der Familien ohne den Menschen vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Zusammenleben gestalten.

Der Anspruch der CDU ist es, in einer vielfältigen Gesellschaft das Gemeinsame zu betonen und damit die Grundlage für eine gute Zukunft unseres Vaterlandes zu legen. Da ist die AfD anders. Sie lebt von der Provokation und setzt darauf, durch das Herabwürdigen der einen Seite, die andere zu überhöhen. Und sie glaubt, den Menschen ein Gesellschaftsbild vorschreiben zu können. Die Forderung nach der Familie mit drei Kindern als „Pflichtaufgabe“ ist so ein Beispiel.

Die Geschichte meiner Partei legt nahe, stets auf das Verbindende im Gedanken der Union zu schauen und danach immer wieder neu zu suchen, aufbauend auf die im „C“ verankerten Wurzeln. Das macht die CDU zu einer modernen und konservativen politischen Kraft. Sie setzt auch in der Gesellschaftspolitik nicht auf Abgrenzung, sondern auf das Zusammenführen ohne der Beliebigkeit das Wort zu reden. Uns geht es um Verantwortung.

Die AfD hat sich im Wahlkampf als Partei stilisiert, die die politische Ordnung der Bundesrepublik massiv kritisiert. Sie spricht von den anderen Parteien nicht als normale Wettbewerber, sondern versucht sie sprachlich herabzuwürdigen, indem sie sie als „Altparteien“ stigmatisiert. Ihr Bundesvorsitzender Bernd Lucke spricht von „entarteter Demokratie“. Die CDU hat unsere politische Ordnung geprägt. Wir sind stolz darauf, für unser Deutschland über Jahrzehnte Verantwortung getragen zu haben und sollen uns nun mit solchen Leuten gemein machen? Niemals.

Wie Lucke wirklich denkt, hat er auf einem Wahlkampfauftritt am 21. August kundgetan: “Die Sachsen haben gezeigt, dass sie sich Politiker vom Halse schaffen können, von denen sie sich nicht vertreten fühlen, von denen sie sich vielleicht sogar verrraten fühlen. Und dass sie dafür dann auch auf die Straße gehen und eine friedliche Revolution machen. Soweit sind wir noch nicht. Ich schlage vor, wir bleiben zunächst bei den demokratischen Mitteln.”

Vielleicht fällt es der AfD-Führung auch deswegen leicht, das DDR-Unrechtsregime zu verharmlosen. Die Behauptung, die innere Sicherheit in der DDR sei vorbildlich gewesen, ist angesichts von Mauer und Stasi eine Verhöhnung der Opfer. Auch die Aussage, dass Bildungssystem in der DDR sei gut gewesen ignoriert, dass dort Kinder politisch indoktriniert wurden, es eine paramilitärische Erziehung gab und man nur studieren durfte, wenn das Elternhaus “genehm” war. Solche Weltsichten können Christdemokraten nicht teilen. Wir lehnen sie ab.

Außer mit den Sorgen und Ängsten von Menschen zu spielen, hat die AfD kein inhaltliches Angebot. Ihr fehlt ein echtes Zukunftsthema. Der Blick geht ausschließlich zurück.

Über 80 Prozent der sächsischen Wähler glauben nicht, dass die AfD in der Lage ist, Probleme zu lösen. Bei der Europawahl war dieser Wert ähnlich hoch. Die AfD ist damit eine Partei der Angst. Ihr wenden sich Menschen zu, die sich vergessen und zurückgesetzt fühlen, die Angst vor der Zukunft haben oder die unsere Demokratie und politische Ordnung ablehnen – darum auch die hohe Wählerwanderung von der NPD zur AfD.

Die Partei ist schon heute mehr mit sich beschäftigt als mit den Problemen unseres Landes. Nachdem die Partei zum Beispiel eine Unterstruktur für Homosexuelle in der Partei bilden wollte, gab es einen Sturm der Entrüstung am rechtsextremen Rand der AfD, der offen schwulenfeindlich agitiert. Eine Gruppe liberaler Mitglieder kündigte jüngst medienwirksam den Austritt an, weil die Partei zu sehr nach rechts rücke. Ein gutes Beispiel dafür ist auch der Bericht im ARD-Magazin Monitor.

Und die AfD bekommt ihre Mitgliedschaft nicht in den Griff: Immer wieder gibt es Meldungen über Mitglieder, die früher in rechtsradikalen Parteien oder Gruppierungen aktiv waren, zuletzt z.B. ein Mitglied der sächsischen AfD-Landtagsfraktion. Wer verstehen will, was im Inneren der AfD geschieht, der lese den Blog des zurückgetretenen und ausgetretenen hochrangigen AfD-Funktionärs Franz Eibl. http://www.franz-eibl.de/ruecktritt-als-bezirksvorsitzender-und-pressesprecher-und-austritt-aus-der-afd/

Eine politische Kraft wie die AfD kann daher weder inhaltlich, noch personell und auch nicht strategisch ein Partner für die Union sein. In den 1990er Jahren hat die CDU sich auch nicht als Partner der Republikaner angeboten. Die CDU hat es nach der herben Wahlniederlage 1998 geschafft, Vertrauen in der Mitte zurückzugewinnen. Wir setzen als Volkspartei auf unsere drei Wurzeln. Wir sind die Partei, in der Menschen, für die das „C“ eine besondere Bedeutung hat, die die soziale Marktwirtschaft für das richtige ordnungspolitische Prinzip halten und die ihr Vaterland lieben, zusammen kommen.

Mit dieser Haltung repräsentieren wir auch den überwiegenden Teil der Wählerschaft von CDU und CSU. Nach jüngsten Umfragen lehnt fast drei Viertel der Wählerinnen und Wähler der Union eine langfristige Öffnung von CDU und CSU für eine Zusammenarbeit mit der AfD ab.

Die CDU wirbt um die Zustimmung der Wählerinnen und Wähler. Dazu gehören natürlich auch die, die jetzt der AfD ihr Vertrauen geschenkt haben. Wir nehmen die Sorgen und Nöte ernst und wir müssen besser werden bei der Erklärung unserer Politik. Das ist kein leichtes Handwerk und betrifft von der Globalisierung über die Digitalisierung bis hin zum demographischen Wandel die großen Themen unserer Zeit. Wenn Menschen das  Gefühl haben, dass wir uns nicht um die für sie wichtigen Dinge kümmern, dann machen wir etwas falsch.

Die Antwort kann aber nicht sein, dass wir darüber nachdenken, mit einer politischen Kraft zusammenzuarbeiten, die entscheidende Werte und Überzeugungen der Christdemokratie ablehnt. Wir müssen als CDU besser auf die Bürgerinnen und Bürger zugehen und kritisch mit uns selbst sein. Das ist die richtige Antwort auf neue Herausforderungen. Sich ihr als Partner einer vermeintlichen „Alternative“ andienen oder sie gar aufwerten sicher nicht.

Nachtrag: Ich wundere mich über den einen oder anderen Appell nach den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen, die CDU solle JETZT die inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD suchen. Das machen wir seit der Europawahl intensiv. Niemand hat behauptet, die AfD verschwindet so schnell wie sie gekommen ist, trotz der kurzfristigen Erfolge bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass das Überleben der AfD alles andere als sicher ist. Bei genauerer Analyse bestätigen auch die aktuellen Wahlergebnisse diese Einschätzung. Und die CDU tut gut daran, sich um die Themen der AfD zu kümmern, die auch unsere Wähler ansprechen. Das reicht.

 

Gastbeitrag: Mein Praktikum im Deutschen Bundestag

Foto: Tobias Koch

All good things come to an end und IPS macht keine Ausnahme.
Juli im Bundestag. Die Sommerpause hat bereits begonnen und die Gänge in den Gebäuden des Deutschen Bundestages sind nicht mehr so belebt wie während der letzten Sitzungswoche. Nicht nur die Abgeordneten verlassen das Parlament, um einige Wochen in ihren Wahlkreisen zu verbringen. Auch für die internationalen Stipendiaten ist es Zeit, zurück in ihre Heimatländer zu reisen. Zurück kommen wir aber mit vielen neuen Ideen und Wissen, mit vielen Kenntnissen über das deutsche politische System ausgestattet sowie mit vielen guten Erinnerungen und mehr Hoffnung für die Zukunft.
Während den 5 Monaten meines Praktikums im Deutschen Bundestag habe ich viel erlebt und gelernt, so dass ich viel mehr mit Erfüllung als mit Nostalgie zurückschaue. Das Hauptziel des Programms, die politischen Prozesse der Entscheidungsfindung in Deutschland kennen zu lernen und einen Einblick in die alltägliche Arbeit des Bundestagsabgeordneten zu bekommen, habe ich für mich erfolgreich realisiert. Das wäre ohne die zahlreichen Gespräche mit Peter und den Mitarbeitern in seinem Berliner Abgeordnetenbüro, die für meine Fragen immer offen waren, nicht möglich gewesen. Dafür sowie für die Kooperation und für die Bereitschaft, dieses Projekt zu fördern und dabei junge, politisch interessierte Menschen aus europäischen und arabischen Ländern auf ihrem beruflichen Weg zu unterstützen, möchte ich mich herzlich bedanken.
Die spannenden Diskussionen der Politiker in den Ausschüssen und in den Arbeitsgruppen über die wichtigsten, an der Tagesordnung liegenden Themen durfte ich aus erster Hand mitverfolgen. Dadurch habe ich mir ein viel besseres Verständnis davon, wie Gesetze zustande kommen und wie viel Arbeit dahinter steckt, verschafft.
Im Frühling habe ich fünf Tage im „schönsten Wahlkreis“ (an dieser Stelle erlaube ich es mir, Peter zu zitieren) verbracht. Dabei hatte ich die Möglichkeit, die Mitarbeiter im Wahlkreisbüro in Gründau kennen zu lernen und einen Eindruck von ihrem Büroalltag zu bekommen, sowie auch die Gelegenheit, Städte in einem für mich bisher unbekannten Bundesland zu besuchen. Besonders interessant fand ich die Termine von Peter Tauber in den einzelnen kleinen Städten im Wahlkreis 175, die ich während meiner Wahlkreisreise miterlebt habe. Die interessanten Besprechungen und der Austausch mit den Bürgern sowie sein Engagement für alles, was in der Region passiert, haben mich beeindruckt. Dieses Ereignis hat mir gezeigt, wie wichtig der persönliche Kontakt mit den Bürgern für eine gut funktionierende parlamentarische Demokratie ist.
Eins bin ich mir sicher: Hessen, wir sehen uns wieder!
Ich war unter anderem auch auf verschiedenen politischen Veranstaltungen und konnte dabei eine klarere Vorstellung vom politischen Leben Berlins bekommen. So habe ich zum Beispiel die Wahl von Peter Tauber als Generalsekretär der CDU mit 97 Prozent der Stimmen am CDU-Parteitag „live“ erlebt. In meiner Erinnerung werden natürlich auch die CDU-Media-Night und der Europawahlabend als wichtige „Highlights“ verbleiben.
Als Teil des reichhaltigen Begleitprogramms habe ich bei zwei Studienseminarreisen in Berlin und in Erfurt mitgemacht, die Arbeit der politischen Stiftungen kennengelernt sowie eine Reihe politischer Institutionen in der Hauptstadt wie z.B. das Auswärtige Amt besucht. Dadurch wurden die Stipendiaten mit den Grundlagen des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens im Land vertraut gemacht.
Darüber hinaus habe ich viele neue Kontakte geknüpft und viel über die Kultur, die Geschichte und die Traditionen der anderen Länder, die sich am IPS beteiligen, erfahren. Der persönliche Kontakt zwischen 120 Akademikern aus 31 Ländern ermöglicht das Kennen- und Verstehenlernen anderer Mentalitäten. Die aktuellen politischen Konflikte, die sich in Europa und in der europäischen Nachbarschaft in den letzten Monaten entwickeln, habe ich mal mit einer anderen Brille betrachtet und zwar aufgrund des ständigen Austauschs mit Kollegen aus den betroffenen Ländern. Die Bedeutung des europäischen Mottos „Einig in der Vielfalt“ habe ich persönlich empfunden und zwar im Herzen der deutschen Demokratie.
Für mich gilt jetzt: Jedes Ende ist ein neuer Anfang! Und darauf freue ich mich schon.

Tonya Georgieva ist 24 Jahre alt und kommt aus Sofia (Bulgarien). Ihr Studium der Politikwissenschaften hat sie an der Universität Wien abgeschlossen. Bis Juli arbeitet Tonya im Rahmen des Internationalen Parlaments-Stipendiums (IPS) im Deutschen Bundestag. Mehr Informationen zum IPS hier.

“Ja wo laufen Sie denn?”

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Regelmäßig „empören“ sich Zeitgenossen, weil ich meine Laufergebnisse mittels Twitter und einer kostenlosen App des amerikanischen Schuhherstellers Nike der Weltöffentlichkeit mitteile. Aufgrund des „großen“ Interesses an diesem Thema (was mir zeigt, dass die, die sich empören, keine wirklichen Probleme haben), nehme ich mir gerne die Zeit, um ein paar Punkte zu erklären:

Ja. Es gibt wichtigeres als meine Laufergebnisse. Selftracking ist zwar ein neuer Trend, aber ich mache das bereits seit 2008, weil ich sonst meinen inneren Schweinehund all zu oft nicht besiegen würde. Die Statistiken, wann ich wo wie oft gelaufen bin (auch im Vergleich zum Vorjahr), sind außerdem ein netter Zeitvertreib.

Ja. Ich mache das schon sehr lange — seit dem 18. April 2008. Da musste man dafür noch einen Chip in den Schuh einlegen, um Laufstrecken aufzuzeichnen. Inzwischen funktioniert die App dank GPS völlig unproblematisch und sogar barfuß. Das ist mir aber zu schmerzhaft und darum laufe ich mit Schuhen.

Von Brooks, Asics und auch Nike. Die machen nämlich nicht nur eine gute App, sondern auch gute Schuhe. Und ja. Ich habe auch noch ein Fuelband. Sonst noch Fragen? Ja. Ich teile die Ergebnisse auf Facebook und Twitter. Die App erlaubt es,  mit Freunden in den Wettkampf zu treten und sich dabei anfeuern zu lassen. Und ja, ich finde das cool, wenn man während des Laufens angefeuert wird, sobald jemand auf „like“ geklickt hat. Oft sind meine geposteten Laufergebnissen Thema auf Twitter.


Den bisher besten Tweet zum Thema hat übrigens Manuel Bewarder abgesetzt.


Aber auch manche seiner Kolleginnen und Kollegen haben nachgefragt. Da ich aber nur Journalisten kenne, die „privat“ twittern, empfehle ich den kritischen Geistern einfach bei jedem Lauftweet ein „privat“ zu ergänzen. Ich nutze Twitter nämlich auch privat — schon bevor ich Abgeordneter wurde. Interessant ist, dass sich in den vier Jahren von 2009 bis 2013, in denen ich schon Bundestagsabgeordneter war, niemand an meinen öffentlich geteilten Laufergebnisse gestört hat.

Nein. Ich werde nicht aufhören meine Lieblingsapp zu benutzen, nur weil ich jetzt Generalsekretär bin. Warum sollte ich? Nur weil ich ein Mandat und in meiner Partei eine wichtige Position innehabe, werde ich danach nicht mein ganzes Leben ausrichten, sondern manchmal einfach machen, worauf ich Lust habe. Und ich habe ziemlich große Lust, beim Laufen weiter die besagte Applikation zu benutzen.


Nein. Ich bekomme für die Nutzung der kostenlosen App von Nike kein Geld. Aber ich wäre ja offenbar ein toller Werbeträger, wenn man Nike zutraut, dass das Unternehmen jemanden für die Nutzung ihrer kostenlosen App bezahlt.

Aber vielleicht spendet Nike ja künftig für jeden gelaufenen Kilometer von mir für ein soziales Projekt in meinem Wahlkreis. Müsste ich eigentlich mal nachfragen. Und dann noch mehr laufen und alle Läufe teilen!

Europa – vom blutigen Schlachtfeld zu einer Friedensgemeinschaft

Europa – vom blutigen Schlachtfeld zur Friedensgemeinschaft

Heute vor 100 Jahren erteilte Kaiser Wilhelm II. den Mobilmachungsbefehl – der Beginn des Ersten Weltkriegs! Und Ende August 1914 schrieb Ludwig Frank in Anlehnung an ein Soldatenlied in einem Brief: „Siegreich wollen wir Frankreich schlagen, sterben wie ein tapfrer Held. – Ich freue mich auf den Krieg und auf ein frohes Wiedersehen.“ Diese begeisterten Sätze haben mich tief bewegt. Denn Ludwig Frank war Reichstagsabgeordneter der SPD und 40 Jahre alt. Vier Tage, nachdem er diese Zeilen verfasste, starb Ludwig Frank bei einem Gefecht in Lothringen. Auch ich bin fast 40 Jahre alt, auch ich bin Parlamentsabgeordneter. Wie wäre es wohl mir vor einhundert Jahren ergangen?

Damals zogen Männer vieler europäischer Nationen voller Zuversicht in einen furchtbaren Krieg. Besonders junge Menschen ließen sich von der Kriegsbegeisterung anstecken. Sie wurden schnell mit einem furchtbaren Stellungskrieg konfrontiert. Viele Soldaten gaben ihr Leben für eine Handbreit Land, es ging nur noch ums nackte Überleben. Ab 1915 wurde Giftgas eingesetzt, der Krieg wurde zu einer Materialschlacht. Der einzelne Soldat war nur noch ein Strich in der Statistikliste. Dieser furchtbare Krieg hat unzählige Opfer gefordert: Millionen Tote, noch mehr Verwundete und fürs Leben Gezeichnete, traumatische Erfahrungen bei Soldaten und Bevölkerung, Europa zerrissen und in Trümmern, Deutschland über Jahre in bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Und nur 25 Jahre später wurde Europa schon wieder zu einem blutigen Schlachtfeld. Als ob die Menschheit nichts gelernt hätte!

Volkstrauertag 04

Zu unserem Glück vereint

Kaum jemand hätte wohl jemals geglaubt, dass Europa so eine beeindruckende Wendung nehmen könnte. Dennoch griffen nach dem zweiten Weltkrieg mutige Frauen und Männer die Idee eines geeinten Europas wieder auf. Es entstand ein Europa des Friedens, der Freiheit und der Gemeinsamkeit. Was mit den Römischen Verträgen 1957 begann, wurde zu einem beispiellosen Erfolgsmodell: Heute bilden über 500 Millionen Menschen aus 28 Staaten eine Europäische Union.

Wenn sich ein junger Mann 1914 von seinen Eltern mit den Worten verabschiedete, er ziehe nach Frankreich, bedeutete dies, er musste in den Krieg. Heute, er tritt einen Arbeitsplatz oder einen Studienplatz an. Diese Entwicklung ist eines der größten Wunder des 20. Jahrhunderts und dafür dürfen wir dankbar sein.

„Siegreich wollen wir Frankreich schlagen, sterben wie ein tapfrer Held.“ Wer heute diese Zeilen liest, versteht sie kaum. In den 20er und 30er Jahren kannte sie jedes Kind. Auf einer Veranstaltung in Magdeburg zitierte ein alter Mann diese Zielen und sprach nur eine Bitte aus: „Sorgen Sie dafür, dass Kinder nie wieder solche Lieder lernen müssen.“ Genau das ist einer meiner Beweggründe, warum ich in der CDU Mitglied bin. Weshalb ich für den Deutschen Bundestag kandidiert habe. Ich will, dass wir die Probleme in Europa friedlich lösen. Ich will, dass wir im Konsens zu einem Ergebnis kommen und nicht mit Konfrontation. Das mag manchmal langwierig sein, aber immer noch besser, als einen Krieg zu führen. Niemand muss mehr in Europa sein Leben im Krieg geben. Wir leben in einer friedlichen Zeit – dafür sollten wir dankbar sein. Ich bin froh, dass ich in diesem Jahrhundert lebe und nicht in den Kampf ziehen muss wie einst Ludwig Frank.

Der Blick über den Tellerrand zeigt: Auch heute haben es nicht alle so gut wie wir, in der Ukraine herrscht Bürgerkrieg, im Nahen Osten stehen sich Israelis und Palästinenser verfeindet gegenüber. Wir in Europa sind zu unserem Glück vereint – helfen wir, die Welt menschlicher zu gestalten!

Volkstrauertag 03