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Karneval ist auch politisch

Am Wochenende sind in ganz Deutschland die Narren los! Karneval soll natürlich vor allem Spaß machen, aber er ist doch auch immer irgendwie politisch. Das ist mir vor knapp drei Wochen wieder mal sehr bewusst geworden, als wir in meiner Heimatstadt Wächtersbach Karneval gefeiert haben. Dabei hatte der Wächtersbacher Carneval-Verein, bei dem ich selber früher immer fleißig in die Bütt gegangen bin, eine Abordnung aus Erfurt zu Gast. Die Narren kamen vom KV FACEDU e.V. – und schon der Name macht den aufmerksamen Leser etwas stutzig. Denn die Buchstaben unserer Partei im Namen springen einem geradezu ins Auge. Ich habe mich dann mal etwas schlau gemacht: Und in der Tat ist der FACEDU in DDR-Zeiten eine Kulturabteilung der Ost-CDU in Erfurt gewesen, um dort Karneval zu feiern. Diesen Weg sind die Erfurter Narren damals gegangen, weil die SED den Karneval in der bis dahin bestehenden traditionellen Form verboten hatte. Auf der Internetseite des Vereins kann man diese spannende Geschichte nachlesen. So konnte der dem Karneval innewohnende Witz, Spott und Humor – bisweilen hart an die Grenze gehend – unter dem „Dach“ der CDU weitergelebt werden.

mbm

Wir haben in den zurückliegenden Monaten – rund um die Wahl des linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in Erfurt – viel über die Aufarbeitung der DDR-Geschichte geredet und gestritten. Und sehr oft haben sich Vertreter von Linkspartei, SPD und Grünen damit herausgeredet, die CDU in der DDR sei eine Blockpartei gewesen und habe das System mitgetragen. Dabei unterschlagen sie aber, dass viele Christdemokraten in der DDR inhaftiert, manche auch ermordet worden sind – und dass die Mitgliedschaft in den Blockparteien manchmal auch die einzige Chance überhaupt war, sich wenigstens ein bisschen einzusetzen und für seine Werte zu kämpfen. So war die Ost-CDU für manche eben auch ein Rückzugsraum, um sich dem unmittelbaren Zugriff der SED zu entziehen, wie dieses Beispiel zeigt. Unbestritten ist dabei das Dilemma, dass die Mitgliedschaft in einer der Blockparteien eine systemstabilisierende Wirkung haben konnte. Entscheidend ist aber: Im Unterschied zu den SED-Nachfolgern hat die CDU bewusst die Vergangenheit als Blockpartei aufgearbeitet und auf das Vermögen der Ost-CDU verzichtet. Niemand in der CDU heute verharmlost den Unrechtscharakter des DDR-Regimes oder leugnet gar den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze, wie das Vertreter der Linkspartei immer noch tun.

Gerade in diesem Jahr, in dem wir den 70. Geburtstag der CDU feiern, sollten wir noch viel mehr über solche Geschichten wie die des KV FACEDU sprechen – denn sie zeigen, wie stolz wir auf unser Erbe als Christdemokraten sein können und dass wir uns mit unserer eigenen Geschichte aber auch kritisch auseinandersetzen.

Was die CDU ausmacht: Unser Rüstzeug für die Zukunft

Der 9. November 1989 war eine Zeitenwende: Wer diesen Tag erlebt hat wusste, dass etwas passierte, von dem er später noch Kindern und Enkeln erzählen würde. Wer erinnert sich nicht mehr daran, was er gemacht hat, als er vom Fall der Mauer erfuhr oder im Fernsehen die ersten Bilder der Menschen gesehen hat, die sich vor Glück und Erstaunen an den Grenzübergängen in den Armen lagen. Es war einer dieser seltenen Tage, an denen jedem sofort klar ist, dass danach nichts mehr so sein wird wie zuvor.

Der 9. November 1989 brachte nicht nur fundamentale politische und gesellschaftliche Veränderungen, sondern für mich ganz persönlich eine Wende meines Lebens. Es war für mich etwas Besonderes zu sehen, wie Menschen zugleich lachten und weinten, ganz einfach weil sie frei waren. Welche Kraft doch die Freiheit ist, wurde mir in diesem November als junger Mensch bewusst. Und es hat mich beeindruckt, mit wie viel Zuversicht die Menschen damals diese fundamentale Veränderung angepackt haben. Das hat bei mir den Wunsch bestärkt, nicht am Rande zu stehen. Ich wollte mitmachen und bin darum in die Junge Union eingetreten.

Menschen gehen mit Zeitenwenden sehr unterschiedlich um. Die einen verzagen, die anderen trauen sich etwas zu und nehmen die Veränderung an. Politik hat den Anspruch, solche Veränderungen nicht nur hinzunehmen, sondern zu gestalten. Politik will Identifikation stiften und Orientierung auf der Grundlage von festen Überzeugungen und von Werten anbieten. Diesen Anspruch hatte die Union als politische Kraft seit ihrer Gründung und aus meiner Sicht sollte sie ihn weiter haben.

Was hat die CDU zu bieten, um eine Zeitenwende wie die von 1989 oder ganz aktuell auch epochale Veränderungen wie die digitale Revolution – die ebenfalls unblutig ist – zu gestalten? Braucht die CDU dafür eine neue Erzählung? Meine feste Überzeugung ist: Nein. Denn die Erzählung der CDU ist so aktuell wie bei ihrer Gründung vor 70 Jahren und entfaltet auch heute noch ihre Kraft.

Die CDU hat drei Grundüberzeugungen, die bleiben und sich ungeachtet aller tagesaktuellen Anpassungen nicht ändern werden.

Eine Wurzel liegt im christlichen Menschenbild und in den christlichen Werten. Das wird für uns auch in Zukunft handlungsleitend sein, und zwar über Konfessionsgrenzen hinweg. Gerade in Zeitenwenden darf unsere wesentlich auf dem C aufbauende Werteorientierung aber nicht ausgrenzen. Alle, die unser Verständnis von Freiheit und Verantwortung teilen, ob Christ oder nicht, sind eingeladen mitzumachen.

Die zweite Grundüberzeugung der CDU ist das klare Ja zur Wirtschaftsordnung der Sozialen Marktwirtschaft, zur Eigenverantwortung und zur Botschaft, dass jeder, der sich anstrengt, es zu etwas bringen kann, aber auch jeder, der hinfällt, auf Solidarität hoffen kann. Die Chancen zu betonen ist wichtig. Soziale Marktwirtschaft bedeutet im Heute, dass erfolgreiche Unternehmer in der digitalen Wirtschaft nach dem Verkauf ihres Unternehmens nicht mit einer Yacht durch die Karibik fahren, sondern ihr Geld in die nächste Idee investieren. Wir wollen eine Gesellschaft, in der sich Menschen etwas trauen und etwas zutrauen. Das schließt aktuell das Werben für einen neuen Gründergeist sowie eine Kultur ein, in der Scheitern „erlaubt“ ist.

Die Liebe zu unserer Heimat und unserem Vaterland ist die dritte Grundüberzeugung, die Menschen seit 70 Jahren in der CDU verbindet. Die Farben schwarz-rot-gold haben für uns eine ganz besondere Bedeutung. Sie sind Verpflichtung und Versprechen zugleich – auf Einigkeit und Recht und Freiheit. In unserer Partei kommen Männer und Frauen zusammen, denen die Zukunft Deutschlands am Herzen liegt und damit die Frage nach unserer Identität und nach dem, was uns in Deutschland verbindet und zusammenhält.

Für uns als Christdemokraten sind diese drei Überzeugungen identitätsstiftend und bieten Orientierung. Auf ihrer Basis neue Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu geben, das war und ist die Stärke der CDU. Mag unsere Haltung auch nach fast siebzig Jahren CDU noch die richtige sein, ist es wahrscheinlich, dass die Antworten von 1980 im Jahr 2014 nicht mehr funktionieren. Für die CDU heißt das: Sie muss die Probleme der Menschen in der jeweiligen Zeit lösen, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Das haben wir als Union immer wieder geschafft. Daraus erwächst am Ende auch unsere Stärke als Partei. Deshalb kann man als Christdemokrat auch sehr gelassen dem Vorwurf der Beliebigkeit entgegentreten, den manche immer wieder in unsere Richtung formulieren.

Zeitenwenden: Auch der Mauerfall am 9. November 1989 war eine solche. Braucht auch die CDU eine Zeitenwende? (Foto: Tobias Koch)

Zeitenwenden: Auch der Mauerfall am 9. November 1989 war eine solche. Braucht auch die CDU eine Zeitenwende? (Foto: Tobias Koch)

Was tun wir nun angesichts einer Zeitenwende? In einer gemeinsamen Diskussion mit Klaus von Dohnanyi sagte dieser: „Wir dürfen uns nicht vor etwas fürchten, was ohnehin kommt. Wenn wir es doch tun, werden wir die Zukunft verlieren.“ In der Tat. Angst wird überbetont. Wir sollten nicht klagen, sondern Herausforderungen mutig annehmen und kämpfen. Das ist eine im positiven Sinne konservative Haltung. Wer wirklich konservativ ist, der jammert nicht, sondern packt an und bringt sich ein. Dabei vertrauen Konservative auf unveränderbare Werte, aus denen sie jeweils neue Antworten für das Heute und die Menschen im Heute ableiten. Ich fühle mich als Konservativer in diesem Sinne in dieser CDU nach wie vor zuhause.

Wenn also die CDU keine neue Erzählung braucht, wie ist es mit unserem Land? Die frühere Bundesrepublik war geprägt durch das Festhalten am Ziel der Deutschen Einheit und vom Glauben daran, dass die Zukunft unseres Landes im geeinten Europa liegt. Doch was kommt jetzt?

Ich denke, unser Land braucht eine Erzählung, die zum Mitmachen einlädt und nach vorne weist. Nach meinem Eindruck fragen jüngere Menschen weniger danach, was der Staat für sie tut, als vielmehr nach ihrem Platz in unserer Gesellschaft und nach ihren Chancen. Genau diesen Geist brauchen wir. Es geht um die Erzählung eines Landes, das sich seiner Vergangenheit und seiner Geschichte bewusst ist, aber das in die Zukunft schaut und das den Menschen etwas zutraut und ihnen Möglichkeiten bietet. Dafür ist gesellschaftlicher Zusammenhalt die Grundvoraussetzung. Ausgrenzung – sei es wegen einer Veranlagung oder wegen der Herkunft – ist für viele junge Leute tabu. Sie suchen nach einem Wir-Gefühl. Respekt ist ihnen wichtig. Sie wollen Verantwortung übernehmen, aber dafür muss man ihnen auch Verantwortung zutrauen.

Bei der Identifikation mit unserem Land sind die eigene Lebenswelt und die eigene Erfahrung prägend. Diese Erfahrungen verändern sich. Als ich in die Junge Union eingetreten bin, war für mich der Freiheitsgedanke entscheidend. Freiheit und die USA, das war für mich nahezu gleichgesetzt. Die USA in den 80er Jahren waren der Ort der Freiheit. Die junge Generation ist mit einem völlig anderen Amerikabild groß geworden und die Verbindung von Freiheit und USA ist für sie keineswegs mehr selbstverständlich.

Als Historiker halte ich historische Erzählungen für eine identitätsstiftende Kraft. Aber wir müssen feststellen – wie das beschriebene Beispiel zeigt -, dass vor allem Jüngere mit einigen historischen Erzählungen nicht mehr automatisch etwas anfangen können, zumal wenn für sie als Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund die deutsche Geschichte nicht unbedingt ein Teil ihrer eigenen Familiengeschichte ist. Deswegen dürfen unsere Erzählungen – auch die von unserem Land – nicht im Gestern verharren. Sie müssen Lust auf Neues machen und offen in die Zukunft schauen.

Als Christdemokraten sehe ich uns hier besonders in der Pflicht, gerade weil wir uns in diesem Punkt offenkundig von den politisch Linken unterscheiden. Die christliche Botschaft weiß um die Schwächen des Menschen und um seine Unvollkommenheit; sie weiß auch, dass der Mensch selbst die Welt nicht retten und zu einem Paradies machen kann. Genau dieses Wissen um die Fehlbarkeit des Menschen bewahrt uns vor Utopien und Ideologien, vor Überheblichkeit, Besserwisserei und Selbstüberschätzung.

Von diesem Geist geprägt können wir als Union zu der neuen Erzählung für unser Land beitragen, und zwar mit unserem festen Wertefundament und unserem offenen Blick für die Zukunft. Was heißt das konkret? Wenn wir als CDU über Bildung reden, dann geht es nicht nur um Qualifizierung und Fachkräftemangel, sondern dann reden wir über Herzensbildung und die Vermittlung von Mut und Zuversicht. Wenn wir über Familie reden, dann sprechen wir nicht nur über Arbeitszeitmodellen und Teilzeitfallen, sondern über die Liebe zwischen Eltern und Kindern, über Verantwortung, die in Familien gelebt wird – übrigens auch von gleichgeschlechtlichen Paaren. Wenn wir über Ehrenamt reden, dann ist das keine Debatte nur über Pauschbeträge für Übungsleiter und Versicherungsschutz, sondern über den Dienst am Gemeinwesen und am Vaterland. Und wenn wir über Religion reden, dann ist das keine Frage von Kreuzen im öffentlichen Raum und Kirchensteuer, sondern dann geht es um die Kraft und Hoffnung, die der Glaube vielen Menschen in diesem Land schenkt.

Wir als Christdemokraten haben große Chancen, aber auch eine große Verpflichtung, die Erzählung dieses Landes künftig mitzuprägen. Dabei stehen wir vor allem vor drei großen Herausforderungen.

Es muss gelingen, nachhaltigen Wohlstand zu ermöglichen und damit dem Streben und Gefühl vieler Menschen zu entsprechen, Verantwortung für die nächste Generation wahrzunehmen.

Es gilt, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu erreichen, was eng verknüpft ist mit der Frage nach den Möglichkeiten des Aufstieges. Unser Land gibt Menschen dazu Chancen, unabhängig davon, woher sie kommen und wer ihre Eltern sind. Entscheidend ist, wie sich jemand in diese Gesellschaft einbringt und welchen persönlichen Beitrag er für die Zukunft Deutschlands leistet. Diese Form des Patriotismus ist ein Versprechen auf mehr Teilhabe und mehr Zusammenhalt.

Und es wird für die Erzählung unseres Landes in Zukunft wichtig sein, wie wir unserer größer gewordenen Verantwortung für die Welt gerecht werden. Es geht um ein starkes und durchaus stolzes Deutschland, das sich selbst aber nicht genug ist, sondern der Welt dient.

Als Christdemokraten haben wir den Anspruch, uns in diese Erzählung einzubringen und wir haben gute Voraussetzungen dafür: das christliche Menschenbild, die Soziale Marktwirtschaft und die Liebe zu unserem Vaterland.

 

Aufgearbeitet: Die Geschichte der Ost-CDU

Wer immer noch glaubt, die Geschichte der Ost-CDU sei nicht aufgearbeitet worden, dem empfehle ich einen Blick in die beigefügte Auflistung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie gibt einen umfassenden Überblick über die vielen unterschiedlichen Publikationen zu diesem Thema.

Monographien

CDU in der SBZ/DDR (Ost-CDU) Auswahlbibliographie

Augustin, Judith: Die Kirchenpolitik der Ost-CDU in den frühen Jahren der DDR. Kiel 2002.

Baus, Ralf Thomas: Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands in der sowjetisch besetzten Zone 1945 bis 1948. Gründung – Programm – Politik (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 36). Düsseldorf 2001.

Bobrowski, Stefan: Politische und soziale Mechanismen bei der Elimination und Integration von „bürgerlichen“ Parteien in der Volksdemokratie der SBZ/DDR 1945 bis 1952. Gezeigt am Beispiel der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDUD). Methoden der Gleichschaltung. Göttingen 1983.

Brunner, Detlev: Der Schein der Souveränität. Landesregierung und Besatzungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern 1945-1949. Weimar 2006.

Buchstab, Günter (Hg.): Verfolgt und entrechtet. Die Ausschaltung Christlicher Demokraten unter sowjetischer Besatzung und SED-Herrschaft 1945-1961. Eine biographische Dokumentation. Bearb. von Brigitte Kaff, Franz-Josef Kos. Düsseldorf 1998.

Ders. (Hg.): Die CDU in der sowjetisch besetzten Zone/DDR 1945-1952 (Aktuelle Fragen der Politik 4). Melle 1994.

Ders. (Hg.): Repression und Haft in der SED-Diktatur und die „gekaufte Freiheit“. Dokumentation des 14. Buchenwald-Gesprächs vom 22. bis 23. November 2004 in Berlin zum Thema „Häftlingsfreikauf“. Sankt Augustin 2005.

Creuzberger, Stefan: Die sowjetische Besatzungsmacht und das politische System der SBZ (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismus-Forschung 3). Weimar 1996.

Frölich, Jürgen (Hg.): „Bürgerliche“ Parteien in der SBZ/DDR. Zur Geschichte von CDU, LDP(D), DBD und NDPD 1945 bis 1953. Köln 1995.

Gesamtdeutsches Institut (Hg.): Außerordentlicher Parteitag der Christlich- Demokratischen Union der DDR (15./16.12.1989). Bonn 1990.

Henkel, Rüdiger: Im Dienste der Staatspartei. Über Parteien und Organisationen der DDR. Baden-Baden 1994.

Hübsch, Reinhard: Als die Mauer wuchs. Zur Deutschlandpolitik der Christdemokraten 1945-1970. Potsdam 1998.

Jäger, Wolfgang/Walter, Michael: Die Allianz für Deutschland. CDU, Demokratischer Aufbruch und Deutsche Soziale Union 1989/90. Köln 1998.

Jander, Ingrid: Politische Verfolgung in Brandenburg 1949 bis 1953. Der Kampf gegen Ost-CDU, Bauern und Kirchen im Spiegel der Akten von SED und Staatssicherheit (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 59). Düsseldorf 2012.

Kaff, Brigitte (Hg.): „Gefährliche politische Gegner“. Widerstand und Verfolgung in der sowjetischen Zone/DDR. Düsseldorf 1995.

Dies. (Hg.): Junge Union 1945-1950. Jugendpolitik in der sowjetisch besetzten Zone. Freiburg i. Br. 2003.

Keiderling, Gerhard: Um Deutschlands Einheit. Ferdinand Friedensburg und der Kalte Krieg in Berlin 1945-1952. Weimar 2009

Kiefer, Markus: Gründung und Anfänge der CDU in Thüringen (1945-1952). Erfurt 1995.

Kloth, Hans Michael: Vom „Zettelfalten“ zum freien Wählen. Die Demokratisierung der DDR 1989/90 und die „Wahlfrage“ (Forschungen zur DDR-Gesellschaft). Berlin 2000.

Kos, Franz-Josef: Politische Justiz in der DDR. Der Dessauer Schauprozess vom April 1950. München 1996 (Sonderdruck aus: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 3/1996).

Krebs, Ulrich Wolfgang: Deutschlandpolitische Ansätze der Ost-CDU 1945-1953. Frankfurt am Main 1996.

Kurze, Markus: 65 Jahre Christdemokraten in Burg und im Jerichower Land / Sachsen- Anhalt. Burg 2010.

Lapp, Peter Joachim: Ausverkauf. Das Ende der Blockparteien. Berlin 1998.

Ders.: Georg Dertinger. Journalist – Außenminister – Staatsfeind. Freiburg i. Br. 2005.

Ders.: Gerald Götting – CDU-Chef in der DDR. Eine politische Biografie. Aachen 2011.

Lieberknecht, Christine/Vaatz, Arnold/Heitmann, Steffen: Unterwegs zur Einheit (Aktuelle Fragen der Politik 20) Sankt Augustin 1994.

Neubert, Ehrhart: Der Brief aus Weimar. Zur Selbstbefreiung der CDU im Herbst 1989. Sankt Augustin/Berlin 2014. http://www.kas.de/wf/de/33.38336/

Niggemeier, Adolf (Bearb.): Die CDU/DA Fraktion in der Volkskammer der DDR, März bis September 1990. Sitzungsprotokolle und andere Dokumente. Eine Arbeit zur Darstellung der Wirksamkeit von Christlich-Demokratischer Union und der Partei des Demokratischen Aufbruchs in der 10. Wahlperiode der Volkskammer der DDR in Auftrag gegeben vom CDU/DA Fraktionsvorstand. O. O. o. J.

Odenbach, Joachim: Die Entwicklung der Ost-CDU in Sachsen nach 1945. Leipzig 1993.

Richter, Michael: Die Ost-CDU 1948-1952. Zwischen Widerstand und Gleichschaltung. 2. Aufl. (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 19). Düsseldorf 1991.

Ders./Rissmann, Martin (Hg.): Die Ost-CDU. Beiträge zu ihrer Entstehung und Entwicklung (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung 2). Weimar 1995.

Rißmann, Martin: Kaderschulung in der Ost-CDU 1949-1971. Zur geistigen Formierung einer Blockpartei (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 27). Düsseldorf 1995.

Schalück, Andreas: Eine Agentur der Kirchen im Staatsapparat? Otto Nuschke und die Hauptabteilung „Verbindung zu den Kirchen“ 1949-1953 (Studien des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin). Berlin 1999.

Schmeitzner, Mike: Im Schatten der FDJ. Die „Junge Union“ in Sachsen 1945-1950 (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung. Berichte und Studien 47). Göttingen 2004.

Schmidt, Martin: Die Ost-CDU und ihre Kontakte zu ausgewählten westeuropäischen Staaten. Zur internationalen Arbeit der CDU 1961-89. Brühl 2006.

Schmidt, Ute: Von der Blockpartei zur Volkspartei? Die Ost-CDU im Umbruch 1989-1994 (Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin 81). Opladen 1997.

Schmidt-Pohl, Jürgen: Christlich-Demokratische Union Deutschlands. Sichtbare und geheime Parteitransformation der CDUD in der SBZ und Mitverantwortungs-Diktatur DDR. Von der „kleinbürgerlich-demokratischen“ Blockpartei der SBZ zum mitverantwortlichen Bündnispartner in der zweiten deutschen Diktatur (Schwarzbuch- Archiv 5). Schwerin 2003.

Schmitt, Karl/Oppelland, Torsten (Hg.): Parteien in Thüringen. Ein Handbuch (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 16). Düsseldorf 2008.

Schürmanns, Sebastian: Die „Neue Zeit“ und die CDU der SBZ im Jahre 1947/48. Köln 2000.

Schwießelmann, Christian: Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands in Mecklenburg und Vorpommern. Von der Gründung bis zur Auflösung des Landesverbandes (1945–1952) (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 58). Düsseldorf 2011.

Speckmann, Thomas: Hugo Dornhofer. Biographische Studien 1896-1977. Rudolstadt 2003.

Suckut, Siegfried (Hg.): Blockpolitik in der SBZ/DDR 1945-1949. Die Sitzungsprotokolle des Zentralen Einheitsfront-Ausschusses. Quellenedition (Mannheimer Untersuchungen zu Politik und Geschichte der DDR 3). Köln 1986.

Stephan, Gerd-Rüdiger (Hg.): Die Parteien und Organisationen der DDR. Ein Handbuch. Berlin 2002.

Thiem, Christian: Die Länderkammer der Deutschen Demokratischen Republik (1949- 1958). Eine verfassungsgeschichtliche Darstellung von der Entstehung bis zur Auflösung (Schriften zur Verfassungsgeschichte 84). Berlin 2011.

Veen, Hans-Joachim (Hg.): Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur. Berlin 2000.

Weber, Hermann (Hg.): Parteiensystem zwischen Demokratie und Volksdemokratie. Dokumente und Materialien zum Funktionswandel der Parteien und Massenorganisationen

in der SBZ/DDR 1945 – 1950 (Mannheimer Untersuchungen zu Politik und Geschichte der DDR). Köln 1982.

Weil, Francesca: Verhandelte Demokratisierung. Die Runden Tische der Bezirke 1989/90 in der DDR (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung. Berichte und Studien 60). Göttingen 2011.

Weilemann, Peter R. (Hg.): Parteien im Aufbruch. Nichtkommunistische Parteien und politische Vereinigungen in der DDR vor der Volkskammerwahl am 18. März 1990 (Deutschland-Report 8). Melle 1990.

Wilke, Manfred/Fischer, Alexander (Hg.): Parteienanfänge in der Sowjetisch Besetzten Zone. Sankt Augustin 1992.

Winterhager, Friedrich: Günther Gereke. Ein Minister im Spannungsfeld des Kalten Krieges. Biographischer Essay. Ludwigsfelde 2002.

Wunnicke, Christoph: Die Blockparteien der DDR. Kontinuitäten und Transformation 1945-1990. Berlin 2014.

Zeidler, Stephan: Auf dem Weg zur Kaderpartei? Zur Rolle der Ost-CDU in der inneren Entwicklung der DDR 1952-53. Hamburg 1996.

Ders.: Die CDU in der DDR vor dem Mauerbau (1953-1961). Bonn 2001.

Beiträge in Zeitschriften und Sammelwerken

Agethen, Manfred: Die Akten der Ost-CDU und der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD) im Archiv für Christlich-Demokratische Politik. Eine Bestandsaufnahme. In: Historisch-Politische Mitteilungen 2 (1995), S. 309-311. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_02_95/HPM_02_95_13.pdf

Ders.: Die CDU in der DDR. In: Kleine Geschichte der CDU. Redaktion: Felix Becker. Konrad-Adenauer-Stiftung. Sonderausgabe. Stuttgart 1995, S. 201-249.

Ders.: Die CDU in der SBZ/DDR 1945-1990. Neuere Literatur (1990-1996). In: Historisch-Politische Mitteilungen 3 (1996), S. 235-253. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_03_96/HPM_03_96_12.pdf

Ders.: Franz Schleusener – ein Opferkommunistischer Gewaltherrschaft in Brandenburg. In: Historisch-Politische Mitteilungen 15 (2008), S. 167-189. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_15_08/HPM_15_08_9.pdf

Wilde, Manfred: Die SBZ-CDU 1945-1947. Zwischen Kriegsende und kaltem Krieg. München 1998.

Ders.: Die Protokolle der Leitungsgremien der CDU in der SBZ, 1945-1949. Ein Editionsprojekt des Archivs für Christlich-Demokratische Politik. In: Historisch-Politische Mitteilungen 7 (2000), S. 311-323. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_07_00/HPM_07_00_14.pdf

Ders.: Unruhepotentiale und Reformbestrebungen an der Basis der Ost-CDU im Vorfeld der Wende. Der „Brief aus Weimar“ und der „Brief aus Neuenhagen. In: Historisch- Politische Mitteilungen 1 (1994), S. 89-114. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_01_94/HPM_01_94_7.pdf

Baron, Udo: Doppelmoral. Geschichte der CDU-Blockpartei und die Partei Die Linke. In: Mut 44 (2009) 505, S. 68-79.

Baus, Katrin/Baus, Ralf: Die Gründung der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands in Brandenburg 1945. In: Historisch-Politische Mitteilungen 6 (1999), S. 79-107. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_06_99/HPM_06_99_4.pdf

Baus, Ralf Thomas: Die Gründung der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands in Sachsen 1945. In: Historisch-Politische Mitteilungen 2 (1995), S. 83-117. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_02_95/HPM_02_95_4.pdf

Bergmann-Pohl, Sabine: Volkskammerpräsidentin und letztes Staatsoberhaupt : Erinnerungen vom Anfang und Ende des Parlamentarismus in der DDR In: Die Politische Meinung (2014) Sonderausgabe 2, S. 121-124.

Besier, Gerhard: Auf der kirchenpolitischen Nebenbühne des SED-Staates. Evangelische Kirche und Ost-CDU. In: Von der ersten Diktatur in die zweite Demokratie. Kirchlicher Neubeginn in der Nachkriegszeit. Kirchen, Parteien und Ideologien im Zeichen des Ost- West-Konflikts. Band 2. Neukirchen-Vluyn 1994, S. 190-270.

Ders.: Die Ost-CDU, ihre Religionspolitik und das MfS. In: Historisch-Politische Mitteilungen 3 (1996), S. 133-144. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_03_96/HPM_03_96_6.pdf

Beuthien, Gunda: Der Union-Verlag der Ost-CDU. Entstehung und Entwicklung des Verlages bis in die 1960er Jahre unter Berücksichtigung seiner Beziehungen zu den Verlagen Koehler & Amelang und Wolfgang Jess. In: In: Leipziger Jahrbuch zur Buchgeschichte 10 (2000), S. 249-340.

Buchstab, Günter: Zwischen Widerstand und Gleichschaltung. Zur Geschichte der Ost- CDU nach 1948. In: Zeitschrift zur politischen Bildung 28 (1991) 2, S. 27-31.

Donth, Stefan: Im Schatten der FDJ. Die Junge Union in der Sowjetischen Besatzungszone und in den ersten Jahren der DDR von 1945-1950. In: Historisch- Politische Mitteilungen 12 (2005), S. 335-339. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_12_05/HPM_12_05_21.pdf

Ders.: Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland und die Vertriebenenpolitik der CDU in Sachsen von 1945 bis 1952. In: Historisch Politische Mitteilungen 18 (2011), S. 13-47.
http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_18_11/Donth.pdf

Ders.: Die Sowjetische Militäradministration und die CDU in Sachsen 1945-1952. Eine bürgerliche Partei aus dem Blickwinkel der Besatzungsmacht. In: Historisch-Politische Mitteilungen 7 (2000), S. 109-133. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_07_00/HPM_07_00_5.pdf

Güth, Luise: „Resignation ist unchristlich“! Der Rostocker Bezirksverband der CDU(D) in den Jahren 1985-1989. In: Historisch-Politische Mitteilungen 21 (2014), S. 65-84.

Hausmann, Marion: Ernst Lemmer in der SBZ (1945-1949). Der lange Weg nach Westen. In: Historisch-Politische Mitteilungen 11 (2004), S. 147-170. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_11_04/HPM_11_04_7.pdf

Kos, Franz-Josef: Der Fall Dertinger und die Ost-CDU. Ein Stimmungsbild aus den Monaten Januar und Februar 1953. In: Historisch-Politische Mitteilungen 4 (1997), S. 105-140.

Kubina, Michael: „… die keine Ahnung von der DDR haben“. Die Wende der Blockparteien und die Blockparteien in der „Wende“. In: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED- Staat (2009) 25, S. 3-21.

Richter, Michael: Aufbruch an der Basis. Zur Situation in der Ost-CDU vom Beginn der Gorbatschowschen Reformpolitik bis zum Sonderparteitag im Dezember 1989. Eine Dokumentation. In: Historisch-Politische Mitteilungen 8 (2001), S. 189-240. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_08_01/HPM_08_01_12.pdf

Ders.: Die Blockpartei CDU und die friedliche Revolution 1989/90. In: Tilman Mayer (Hg.): Deutscher Herbst 1989 (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung 99). Berlin 2010, S. 119-127.

Ders.: Jugend zwischen den Diktaturen. Manfred Klein und die christlich-demokratische Jugendopposition in der SBZ. Vortrag gehalten bei der Gedenkveranstaltung für Manfred Klein am 13. März 2007 in Berlin, durchgeführt von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Aufarbeitung. In Historisch-Politische Mitteilungen 14 (2007), S. 67-78. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_14_07/HPM_14_07_4.pdf

Ders.: Zur Entwicklung der Ost-CDU im Herbst 1989. In: Historisch-Politische Mitteilungen 1 (1994), S. 115-133. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_01_94/HPM_01_94_8.pdf

Rißmann, Martin: Zur Rolle der Ost-CDU im politischen System der DDR. In: Historisch- Politische Mitteilungen 1 (1994), S. 69-88. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_01_94/HPM_01_94_6.pdf

Rütters, Peter: Gertrud Wronka. Eine katholische Frauenkarriere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In: Historisch-Politische Mitteilungen 14 (2007), S. 137-152. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_14_07/HPM_14_07_8.pdf

Ruthendorf-Przewoski, Cornelia von: „Sozialismus aus christlicher Verantwortung? Die (Ost-)CDU und die Kirchenpolitik in Thüringen“. (Evangelische Akademie Thüringen, Neudietendorf 2./3. Dezember 2011) In: Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte (2012) 6, S. 227-232.

Schäfer, Bernd: Die Kirchenpolitik der Ost-CDU und die katholische Kirche in der SBZ/DDR. In: Historisch-Politische Mitteilungen 5 (1998), S. 145-165. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_05_98/HPM_05_98_6.pdf

Ders.: Priester in zwei deutschen Diktaturen. Die antifaschistische Legende des Karl Fischer (1900-1972). In: Historisch-Politische Mitteilungen 7 (2000), S. 53-78. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_07_00/HPM_07_00_3.pdf

Schwießelmann, Christian: Blockflöten im Parteienkonzert? Das Beispiel der Nordost-CDU von der Gründung bis zur Gegenwart. In: Deutschland Archiv 42 (2009) 3, S. 414-424.

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Tischner, Wolfgang: Nicht alles Blockflöten : die Ost-CDU in der Friedlichen Revolution. In: Die Politische Meinung (2014) Sonderausgabe 2, S. 116-120.

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Zeidler, Stephan: Entstehung und Entwicklung der Ost-CDU 1945-1989. Zum Wandlungs- und Gleichschaltungsprozess einer Blockpartei. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 46 (1996) 16/17, S. 22-30.

Zeidler, Sonja: Zwischen Anpassung und Selbstbehauptung. Die Ost-CDU und ihre Sprache in den Jahren 1945-1957. In: Historisch-Politische Mitteilungen 6 (1999), S. 139-166. http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_06_99/HPM_06_99_6.pdf

Zusammengestellt von Helena Baltes
© Bibliothek der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., Sankt Augustin
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Gedanken zum 50. Jahrestag des Mauerbaus

Am Ende war der Fall der Mauer, die vor 50 Jahren gebaut wurde, der Grund für mich, Politik zu machen. Ich habe an die deutsche Teilung – beim Fall der Mauer war ich gerade 16 Jahre alt – eher kindliche Erinnerungen. Ich erinnere mich an schweres militärisches Gerät auf den Landstraßen im Kinzigtal und im Vogelsberg im Herbst bei den Manövern und auch an das aus heutiger Sicht doch erschreckend naive Schild am Ortseingang von Wächtersbach, auf dem sich meine Heimatstadt zur Atomwaffenfreien Zone erklärte.

Als die Mauer fiel war ich gerade mit meiner Familie am Tegernsee im Urlaub. Ich saß begeistert vor dem Fernseher und war gebannt von den Bildern, von der wirklich überschäumenden Freude, die dort sichtbar wurde. Ich hatte nicht nur das Gefühl, einen historischen Moment unmittelbar am Bildschirm mitzuerleben. Auf dem Heimweg wenige Tage später war ich erstaunt, dass diese „Autos“ aus Pappe mit vier Rädern wirklich fuhren. Mehr als 150 Trabbis begegneten uns auf der A3 Richtung Heimat. Ich habe damals genau mitgezählt.

In den kommenden Wochen und Monaten wurde mein persönliches Interesse für Politik geweckt. Für Geschichte hatte ich mich bereits interessiert. Das war mein Lieblingsfach in der Schule. Für mich stellte sich mit Blick auf die Veränderungen im Osten Deutschlands und den anderen Ländern des Warschauer Paktes die Frage, ob die dort erkennbaren Prozesse willkürlich abliefen oder zufällig waren oder Menschen die Entscheidungen trafen. Nicht nur durch die Person Helmut Kohls, sondern auch an den runden Tischen in der DDR, in der Bürgerrechtsbewegung dort, verfestigte sich mein Eindruck, dass Geschichte von Menschen gemacht wird.

Als ich in einem total überfüllte Dorfgemeinschaftshaus in Neudorf dann den damaligen CDU-Generalsekretär Volker Rühe erleben durfte, war das ein nächster Schritt für mich, mich künftig selbst politisch zu engagieren. Freilich gab es zusätzlich noch Erlebnisse vor Ort. Welchem Beitrag der damalige Wächtersbacher Bürgermeister Rainer Krätschmer für meinen Weg in die Politik geleistet hat, darüber berichte ich ein anderes Mal.

Für die Junge Union, in die ich damals eintrat, waren Freiheit auf der einen und deutsche Teilung auf der anderen Seite die zwei wesentliche Grundüberzeugungen über lange Jahre gewesen aus denen heraus man sich politisch engagierte. Für mich ist es spannend zu erleben, aus welchen Gründen heute junge Leute in die Junge Union eintreten, denn die Nachwuchshoffnungen meiner Partei sind inzwischen alle Kinder der deutschen Einheit mit Geburtsjahren nach 1990 auf ihrem Mitgliedsausweis. Geblieben ist bei ihnen der Wille, unser Land zu gestalten und die Überzeugung, dass wir als Bürger in der Demokratie aktiv teilnehmen und mitarbeiten müssen – nicht nur am Wahltag.

Es ist und bleibt ein Gottesgeschenk, dass wir in Deutschland damals friedlich das Unrechtsregime der SED hinwegfegten. Dies war dem Protest der Menschen in der ehemaligen DDR aber auch dem besonnenen Handeln der Politiker der Bundesrepublik zu verdanken. Die Menschen, die an der Mauer ihr Leben verloren, sind aus meiner Sicht für uns alle eine Verpflichtung, uns vor Augen zu führen, dass unsere freiheitliche Gesellschaft nicht selbstverständlich ist, sondern täglich neu erkämpft werden muss.