Die Bundeswehr als Ort der Integration

In der vergangenen Woche war ich beim Verein „Deutscher Soldat e.V.“ und habe mit Hauptmann Dominik Wullers über das Thema „Migrant. Schwarz. Deutsch. Soldat. – Wie Integration Deutschland besser macht“ diskutiert. Der Verein, der sich vor fünf Jahren gegründet hat, steht für ein Miteinanders in unserem Land, bei dem gemeinsame Werte wichtiger sind als sichtbare Unterschiede. Den Soldatinnen und Soldaten geht es um eine deutsche Gesellschaft, in der die Leistungsbereitschaft einen höheren Stellenwert hat als die Abstammung. Ein sehr lobenswerter Anspruch, wie ich finde.
In der Diskussion, die natürlich auch von der aktuellen Flüchtlingssituation geprägt war, haben wir sehr grundsätzlich darüber gesprochen, was „deutsch sein“ ausmacht und wie wir mit einem geschärften Bewusstsein über das was uns ausmacht selbstbewusst auf die Menschen zugehen, die zu uns kommen oder in der zweiten beziehungsweise dritten Generation bei uns leben. Für mich ist klar: Deutsch ist, wer sich Deutsch fühlt. Egal woher er kommt. Damit meine ich das Bekenntnis zu den Grundwerten, die unser Zusammenleben prägen, und in dieser Überzeugung manifestiert sich ein wesentlicher Aspekt, der uns als CDU ausmacht: Wir überwinden seit unserer Gründung vor 70 Jahren Gräben und führen unterschiedliche Menschen und Positionen zusammen.

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Wenn wir es schaffen, diese Idee des Zusammenführens selbstbewusst zu leben, werden wir als Gesellschaft aber auch als Partei für Bürger interessant, die eine Einwanderungsgeschichte haben und sich bei uns integrieren wollen. Ihnen müssen wir die Möglichkeit geben, sich einzubringen. Gemäß dem Motto: Wenn du unsere Überzeugung teilst, dann mach mit! Wir als CDU machen das seit 70 Jahren. Anfangs bei der Integration der Heimatvertriebenen und heute mit vielen neuen Mitbürgern, die aus verschiedensten Ländern zu uns kommen und mit uns für unser Land arbeiten wollen.
Und da sind wir an einem wichtigen Punkt. Gerade durch die aktuelle Flüchtlingssituation stellt sich immer wieder die Frage: Was bedeutet es eigentlich, dazu zu gehören? Geht Integration so nebenbei, oder braucht es einen geeigneten Rahmen, damit sie gelingen kann? Dominik Wullers hat in der Diskussion gesagt: „Rückblickend auf 13 Dienstjahre bei der Bundeswehr kann ich sagen, dass die Bundeswehr mein Verständnis von Demokratie geschärft hat.“ Dass die Bundeswehr diese Leistung vollbringt, ist ein hoher Wert und wir tun gut daran, diesen auch zu würdigen.
Der Blick in die jüngere Geschichte lehrt uns, dass Integration eben nicht mal so nebenbei funktioniert. Deshalb diskutieren wir jetzt auch ein Integrationsgesetz, in dem die Pflicht zur Integration festgeschrieben werden soll. Das ist die klare Handschrift der CDU.

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