SCHWARZER PETER

Herzlichen Glückwunsch lieber Peter Altmaier!

Herzlichen Glückwunsch lieber Peter! Nun bist Du ein Jahr auf twitter und Du hast den Kurznachrichtendienst ordentlich gerockt, wie die jungen Leute sagen.

Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen stolz darauf, dass ich einen kleinen Anteil daran habe. Und es spricht wieder einmal für Dich, Deinen in der Politik wohl wirklich außerordentlichen Charakter und Deine innere Gelassenheit, dass Du es uns „damals“ nicht übel genommen hast, dass wir ohne Dein Wissen für Dich einen twitter-Profil eingerichtet haben. Du hattest gerade in einer dieser unerträglichen Talkshows die paralysierte Bärbel Höhn vor Schlimmerem bewahrt und zugleich erkannt, dass die Piraten die Politik zwar nicht neu erfinden, aber doch mit den neuen Instrumenten, die social media und das Netz bieten, besser umzugehen wissen als die erfahrenen Parteien und ihre Funktionsträger.

Für alle in der Union, die sich mit den Chancen und Auswirkungen des Internets auch inhaltlich ernsthaft beschäftigen, war Dein Auftritt kurz nach der Landtagswahl im Saarland eine Wohltat. Viel zu oft haben wir uns vorher über Äußerungen aus den Reihen der CDU geärgert, bei denen man den Eindruck gewinnen konnte, die CDU sei nicht nur technikfeindlich, sondern habe sich auch von ihrem Anspruch, die Partei der Freiheit (und nicht des Sozialismus und staatlichen Dirigismus) zu sein, verabschiedet. Du warst derjenige aus der ersten Reihe unserer Partei und Fraktion, der deutlich gemacht hat, dass es in Sachen Internet und Netzpolitik in der Union – wie es in unserer Volkspartei üblich ist – verschiedene Meinungen gibt. Und Du hast aufgezeigt, dass wir unsere Werte und Überzeugungen als Christdemokraten nicht über Bord werfen müssen, um zeitgemäße Antworten auf die Folgen der Digitalisierung unserer Welt zu finden. Auch dafür schulden nicht nur wir, sondern die Union insgesamt Dir Dank!

Nach besagtem Auftritt saßen Nadine Schön (@nadineschoen) und Thomas Jarzombek (@tj_tweets) sowie einige Freunde aus der CDU und der JU Saar in einem Berliner Restaurant am Gendarmenmarkt nach einem wirklich langen Sitzungstag beisammen. Wir haben über unsere Erfahrungen mit twitter geredet. Und wir haben uns gefragt, wie viele Follower Du wohl in kurzer Zeit erreichen würdest – ohne ein einziges Mal selbst zu twittern. Gesagt, getan und schon hattest Du ein twitter-Profil. Nachdem wenige Tage zuvor ein Fake von Ilse Aigner auf twitter aufgetaucht war, glaubte zunächst niemand, dass Du es bist. Und Du wusstest selbst auch nichts von Deinem Glück.

Aber die Begeisterung nach Deinem Auftritt im Fernsehen war auf twitter groß. Wir haben natürlich auch getwittert und „Dein“ neues twitter-Profil „promoted“. Als Du innerhalb von nicht einmal 30 Minuten über 100 Follower hattest, wurde uns dann doch etwas mulmig. Frank Bergmann (@hildwin) hat dann dafür gesorgt, dass Dein Profil anstelle des berühmten Eis bald Dein vertrautes Konterfei zierte. Und Dich haben wir dann auch recht schnell informiert. Wie schnell und bereitwillig Du Dein eigenes Profil „gekapert“ hast und losgelegt hast, war beeindruckend. So beeindruckend, dass ja auch das Feuilleton ausführlich darüber geschrieben hat. Du hast die politische Kommunikation verändert. Dir macht das sichtlich Spaß – und Du glaubst gar nicht, wie viele sich da mit Dir freuen!

Seitdem betreust Du einen virtuellen Wahlkreis. Und ich lese immer wieder begeistert, wie Du stets freundlich und gelassen auch auf Trolle und Idioten reagierst. Du schaffst es, mit dem politischen Gegner zu streiten und dabei verbindlich im Ton zu bleiben.

Danke, dass Du auf twitter bist! Und bleib uns unabhängig von politischen Ämtern und Funktionen dort als der Peter Altmaier noch lange erhalten ja?

Dein Peter

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