{"id":902,"date":"2012-03-26T15:19:38","date_gmt":"2012-03-26T14:19:38","guid":{"rendered":"http:\/\/petertauber.wordpress.com\/?p=902"},"modified":"2012-03-26T15:19:38","modified_gmt":"2012-03-26T14:19:38","slug":"deutschland-geht-es-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=902","title":{"rendered":"Deutschland geht es gut"},"content":{"rendered":"<p>Wir Deutschen neigen manchmal dazu, unsere Situation etwas pessimistischer zu betrachten als sie tats\u00e4chlich ist. Viel konnte man in der letzten Zeit von Krisen lesen: Finanzkrise, Euro-Krise, Schuldenkrise, Vertrauenskrise waren da nur einige Schlagw\u00f6rter. Dies ist vielleicht auch gar nicht schlecht, denn es sch\u00fctzt uns davor, die H\u00e4nde in den Scho\u00df zu legen und zu warten was da kommt.<\/p>\n<p>In der letzten Zeit habe ich aber den Eindruck, dass wir angesichts der vielen Diskussion \u00fcber Krisenrettungen ganz \u00fcbersehen, was wir in den zur\u00fcckliegenden Monaten und Jahren eigentlich geleistet haben. W\u00e4hrend wir heute im internationalen Teil berichtet wird, dass Europa noch nie so viele Arbeitslose hatte wie heute, lesen wir in unserem Regionalteil etwas von der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten. Wir lesen, dass die Arbeitslosigkeit im Bezirk Hanau 4,9 Prozent betr\u00e4gt. In der Region Gelnhausen betr\u00e4gt die Arbeitslosenquote sogar nur 3,6 Prozent und n\u00e4hert sich damit sogar der Vollbesch\u00e4ftigung. In den bleiernen Zeiten von Rot-Gr\u00fcn nahezu undenkbar. Heute haben wir so viele sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse wie noch nie zuvor. In diesem Jahr wird die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen noch einmal bundesweit um 200.000 Personen steigen. W\u00e4hrend ganz Europa unter einer hohen Jugendarbeitslosigkeit \u00e4chzt, in Spanien 46% aller Menschen unter 24 ohne Arbeit sind, haben die Unternehmen vor Ort M\u00fche, gut ausgebildete junge Menschen zu finden.<\/p>\n<p>Es ist noch nicht lang her, da war von einer Wirtschaftskrise die Rede. In den zur\u00fcckliegenden beiden Jahren habe wir eine nahezu unglaubliche Entwicklung zur\u00fcckgelegt. Mit einem preisbereinigten Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent in 2010 und 3,0 Prozent in 2011 sind wir mit einer phantastischen Wirtschaftskraft aus der Krise hervorgegangen. Unsere europ\u00e4ischen Freunde ziehen voller Anerkennung den Hut vor dieser Leistung. Auch f\u00fcr das kommende und das darauf folgende Jahr sehen die Prognosen solide aus: Werden es in diesem Jahr vermutlich \u201enur\u201c 0,7 Prozent sein, sind es im kommenden Jahr bereits wieder 1,6 Prozent. Anders als in fr\u00fcheren Zeiten ist das Wachstum dieses Mal vor allen Dingen auf die ansteigende Binnennachfrage zur\u00fcckzuf\u00fchren. Ein Grund daf\u00fcr ist, dass sich die B\u00fcrger im Durchschnitt \u00fcber 413 Euro Entlastung von Steuern und Geb\u00fchren freuen k\u00f6nnen. Geld, das unsere Binnenkonjunktur braucht, damit der Motor weiter l\u00e4uft.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in der gr\u00f6\u00dften Weltwirtschaft &#8211; den USA &#8211; Staatsdefizite von 8 Prozent in diesem und 6,4 Prozent im kommenden Jahr vorausgesagt werden, die Defizite in Gro\u00dfbritannien bei 7,8 Prozent in diesem und 6,5 Prozent im kommenden Jahr liegen werden oder Frankreich mit Defiziten von 4,8 Prozent in diesem und 4,4 Prozent im kommenden Jahr zu k\u00e4mpfen haben wird, sagt das Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung der Bundesrepublik ein Defizit von 0,7 Prozent in diesem und 0,1 Prozent im kommenden Jahr voraus. Mit gro\u00dfen Schritten gehen wir dem Ende der Politik ausgeglichener Haushalte entgegen. Unsere Steuer- und Haushaltspolitik mit der Schuldenbremse als wichtigem Element wirkt. Allein im zur\u00fcckliegenden Jahr ist es gelungen, statt einer erwarteten Neuverschuldung von 48,4 Milliarden lediglich mit 17,3 Milliarden neuen Bundesschulden auszukommen.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte noch \u00fcber viele weitere ermunternde Aspekte berichten: Unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit wird weiter steigen, unsere Innovationskraft bleibt ungebrochen \u2013 mehr als 80 Prozent der angemeldeten Patente stammen von angestellten Mitarbeitern, usw. usw.  <\/p>\n<p>Wir werden besonnen bleiben und die Lage in Europa weiterhin genau beobachten. Wir sollten \u2013 nicht zuletzt im eigenen Interesse &#8211; solidarisch mit all jenen in Europa sein, die mitten in der Krise stecken und mit unserer Unterst\u00fctzung rechnen. Die christlich-liberale Koalition mit Angela Merkel an der Spitze wird die Eurorettung beherzt und mit Verstand angehen. Daran habe ich keinen Zweifel. Aber wir sollten auch ein wenig froh und dankbar und vielleicht auch ein wenig stolz darauf sein, was die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, gemeinsam mit den Unternehmen, flankiert von klugen Ma\u00dfnahmen der christlich-liberalen Koalition, in den zur\u00fcckliegenden Monaten eigentlich alles geleistet haben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>Wir Deutschen neigen manchmal dazu, unsere Situation etwas pessimistischer zu betrachten als sie tats\u00e4chlich ist. 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