{"id":707,"date":"2012-01-26T10:49:06","date_gmt":"2012-01-26T09:49:06","guid":{"rendered":"http:\/\/petertauber.wordpress.com\/?p=707"},"modified":"2017-02-16T09:29:15","modified_gmt":"2017-02-16T09:29:15","slug":"babette-und-kurschnergate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=707","title":{"rendered":"Babette und #k\u00fcrschnergate"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/img_0640_s.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/img_0640_s.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG_0640_s\" width=\"472\" height=\"275\" class=\"alignleft size-full wp-image-715\" srcset=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/img_0640_s.jpg 900w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/img_0640_s-420x245.jpg 420w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/img_0640_s-744x434.jpg 744w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/img_0640_s-768x448.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 472px) 100vw, 472px\" \/><\/a><br \/>\nWenn man der Presse Glauben schenken durfte, dann legte eine Wahlkreismitarbeiterin einer Gr\u00fcnen-Bundestagsabgeordneten das &#8222;E-Mail-System&#8220; des Deutschen Bundestages lahm. Die Berichte lesen sich hochdramatisch und die Meldung schaffte es beispielweise bei der &#8222;Berliner Morgenpost&#8220; auf Seite 1. Aber eigentlich ist nichts passiert &#8211; au\u00dfer, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abgeordneten sich an einem in der Regel stressigen Tag in einer Sitzungswoche gemeinsam einen Spa\u00df machten.<\/p>\n<p>Was war passiert? Die Mitarbeiterin Babette hatte eigentlich nur statt auf &#8222;Antworten&#8220; auf &#8222;Allen Antworten&#8220; geklickt und ihre Antwort an das B\u00fcro ihrer Abgeordneten in Berlin abgesetzt. Nicht so schlimm. Wem ist noch kein E-Mail-Patzer passiert? Erst zwei Stunden sp\u00e4ter ging das E-Mail-St\u00fcrmchen allerdings los und wurde eigentlich nur durch ein paar Spa\u00dfbremsen gest\u00f6rt, die \u00fcber &#8222;Allen Antworten&#8220; mitteilten, dass man sie doch aus dem Verteiler nehmen solle. Alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am\u00fcsierten sich k\u00f6niglich. <\/p>\n<p>Und dann ging es los: Gut 180 E-Mails an Alle, das sind bei ca. 4.000 Adressen 720.000 E-Mails. Das hat aber weder die Arbeit f\u00fcr den ganzen Tag behindert oder gar lahm gelegt, noch sind 180 E-Mails am Tag in einem Abgeordnetenb\u00fcro ungew\u00f6hnlich. Alle haben k\u00f6stlich gelacht und sind gut gelaunt in die Mittagspause gegangen. Hier ist nichts zusammengebrochen und E-Mails sind ganz normal und ohne merkbaren Verzug zugestellt worden. <\/p>\n<p>Viel schlimmer war es hingegen f\u00fcr die B\u00fcros \u00fcbrigens am 27. September 2011, als man \u00fcber 800 E-Mails zum ESM-Vertrag \u00fcber abgeordnetencheck.de zugesandt bekam. Diese Flut von Kampagnen-Massen-SPAM-Mails hat die Arbeit wirklich behindert und war weder lustig, noch ein wirklich inhaltlicher Beitrag zu dem schwierigen Thema ESM.<\/p>\n<p>#k\u00fcrschnergate war gestern f\u00fcr ein paar Stunden eine nette Episode und wird eine sch\u00f6ne erinnerungswerte Anekdote unter den Mitarbeitern bleiben. Aber es ist mitnichten so, dass der Bundestag den ganzen Tag lahm gelegt war. Das ist einfach Unsinn.<\/p>\n<p>Aber: Es hat Spa\u00df gemacht und das ist das wichtigste. Nun &#8211; um eine Anekdote reicher &#8211; sitzen auch meine Mitarbeiter wieder am Schreibtisch, schmunzeln noch ein wenig \u00fcber die sch\u00f6nen \u00fcberzogenen Zeitungsberichte und freuen sich, dass sie dabei waren. Danke Babette! Der Spa\u00df sei Ihnen geg\u00f6nnt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen keinen 08\/15-Job, sondern bringen einen hohen und auch zeitintensiven Einsatz, der \u00fcber eine klassische 40-Stunden-Woche oft hinausgeht. Also auch ein Dank an alle motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die wir Abgeordneten aufgeschmissen w\u00e4ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>Wenn man der Presse Glauben schenken durfte, dann legte eine Wahlkreismitarbeiterin einer Gr\u00fcnen-Bundestagsabgeordneten das &#8222;E-Mail-System&#8220; des Deutschen Bundestages lahm. 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