{"id":412,"date":"2011-04-30T13:41:13","date_gmt":"2011-04-30T12:41:13","guid":{"rendered":"http:\/\/petertauber.wordpress.com\/?p=412"},"modified":"2020-10-22T07:20:52","modified_gmt":"2020-10-22T06:20:52","slug":"mein-besuch-in-der-ewigen-stadt-teil-iv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=412","title":{"rendered":"Mein Besuch in der ewigen Stadt Teil IV"},"content":{"rendered":"<p>Benedikt XVI. und die Generalaudienz auf dem Petersplatz<\/p>\n<p>Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Generalaudienz auf dem Petersplatz, an der wir teilnahmen. Der Platz f\u00fcllte sich schnell mit Pilgergruppen aus aller Welt. \u201eDie Kirche lebt. Und sie ist jung.\u201c Dieser Satz von Benedikt XVI. kam mir in den Sinn, als ich kurz vor Beginn auf den mit mehr als 15.000 Menschen gef\u00fcllten Platz vor dem Petersdom sah. Immer wieder sangen vor allem die dominierenden Jugendgruppen. Vor allem die spanisch sprachigen Gruppen waren gut zu h\u00f6ren und das Vorgetragene kann man wohl am ehesten mit den Fanges\u00e4ngen in Fu\u00dfballstadien vergleichen. Beifall brandete auf, als der Papst mit dem \u201ePapamobil\u201c auf dem Petersplatz erschien und durch die Reihen fuhr \u2013 dabei fr\u00f6hlich winkend.<\/p>\n<p>Wer noch nie eine Generalaudienz erlebt hat, der hat etwas verpasst! Alle angemeldeten Pilgergruppen wurden in der jeweiligen Landessprache begr\u00fc\u00dft und machten dann auch lautstark auf sich aufmerksam. Da wurden Lieder gesungen, Sprechch\u00f6re skandiert und Fahnen geschwenkt. Die Fr\u00f6hlichkeit der Menschen auf dem Petersplatz war ansteckend und der strahlende Sonnenschein tat sein \u00dcbriges.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/papst11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-413\" title=\"papst\" src=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/papst11.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a>Die fast zwei Stunden dauernde Generalaudienz stand im Zeichen der Karwoche. In einer sowohl auf Spanisch, Portugiesisch, Franz\u00f6sisch, Polnisch, Englisch, Italienisch und Deutsch vorgetragenen Ansprache ging es um die Einsamkeit Jesu angesichts des Leidens und des Todes am Kreuz. Ergreifend war der Moment, in dem Benedikt der XVI. auf Deutsch sprach (nicht nur, weil ich das am besten verstanden habe). W\u00e4hrend des Sprechens lie\u00df er irgendwann den Zettel, von dem er ablas sinken und sprach weiter. Wie zu sich selbst sinnierte er \u00fcber das Leiden und den Tod, zog den Vergleich zu den griechischen Philosophen, die dem Tod gleichg\u00fcltig begegneten, w\u00e4hrend Jesus Christus Leid und Angst der Menschen im Sterben nachvollzog und auf sich nahm. Es war Moment echter Fr\u00f6mmigkeit und zugleich hoher Theologie. Das war zu sp\u00fcren \u2013 wohl auch f\u00fcr die, die nicht der deutschen Sprache m\u00e4chtig waren.<\/p>\n<p>Deutlich anzumerken war Benedikt XVI. die Freude \u00fcber die vielen jungen Menschen, die im Jubel auch ihre Begeisterung f\u00fcr ihren Glauben zum Ausdruck brachten. Nach dem lateinischen Vater unser und dem Segen hatten einige Besucher der Generalaudienz die Gelegenheit, mit dem Papst einige pers\u00f6nliche Worte zu wechseln, W\u00fcnsche und Anliegen vorzutragen. Dabei war u.a. auch die Schauspielerin Christine Neubauer, die \u00fcber Ostern in der ARD im Zweiteiler \u201eGottes m\u00e4chtige Dienerin\u201c zu sehen war. Sie \u00fcberreichte Benedikt XVI. eine DVD des Films, in dem sie die deutsche Ordensschwester Pascalina spielt, die in unmittelbarer N\u00e4he des Papstes Pius XII. w\u00e4hrend des Dritten Reiches wirkte. Auch der Kardinal-H\u00f6ffner-Kreis hatte dann die M\u00f6glichkeit zu einer Begegnung mit dem Papst. Auf den Stufen von St. Peter war ein Gruppenfoto geplant. Pl\u00f6tzlich stand er vor mir: ganz in wei\u00df, mit den ber\u00fchmten roten Schuhen. W\u00e4re nicht der Ort und die Kleidung dann h\u00e4tte ich den Eindruck eines freundlichen alten Mannes, der etwas m\u00fcde wirkte, mitgenommen. So \u00fcberwog aber die Aura des Besonderen. Dies war auch f\u00fcr die anderen Teilnehmer unserer Gruppe sp\u00fcrbar. Wir sprachen kurz miteinander, dann galt es schon Aufstellung f\u00fcr das Gruppenbild zu nehmen, dass in meinem pers\u00f6nlichen Fotoalbum sicherlich einen besonderen Platz erhalten wird.<\/p>\n<p>Nach dieser eindrucksvollen Begegnung stand wieder Kultur und Geschichte auf dem Programm. Wir fuhren gemeinsam zu einer Besichtigung in die Villa Adriana, den Palast des r\u00f6mischen Kaisers Hadrian, der in seiner Gesamtfl\u00e4che dreimal so gro\u00df wie der Vatikanstaat ist. Mit welcher Technik die R\u00f6mer damals etwas schufen, was trotz des Abbruchs und der Nutzung als Steinbruch in den sp\u00e4teren Jahrhunderten immer noch \u00fcberw\u00e4ltigt und die Zeiten \u00fcberdauert hat, kann einen heute wirklich nur in Erstaunen versetzen \u2013 gerade wenn man bedenkt, in welchem sanierungsbed\u00fcrftigem Zustand manche \u201eNeubauten\u201c der 1970er Jahre des vorigen Jahrhunderts inzwischen sind. Da wurde wirklich \u2013 so scheint es \u2013 f\u00fcr die Ewigkeit gebaut. Das Pantheon, das wir zu Beginn unserer Romreise besucht hatten, kam mir hier wieder in den Sinn.<\/p>\n<p>Rom hat mich auf jeden Fall in seinen Bann gezogen und ich werde sicherlich wieder bald dorthin fahren. Nicht nur wegen der Geschichte der Stadt, wegen der besonderen Atmosph\u00e4re in den Gassen der Altstadt oder den noch nicht in Augenschein genommen Sehensw\u00fcrdigkeiten, sondern auch wegen dem leckeren Eis. Gelati ti amo.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>Benedikt XVI. und die Generalaudienz auf dem Petersplatz Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Generalaudienz auf dem Petersplatz, an&hellip;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"link-more\">\n\t<a href=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=412\" class=\"more-link\">\n\t\tWeiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Mein Besuch in der ewigen Stadt Teil IV&rdquo;<\/span>&hellip;\t<\/a>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":413,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"footnotes":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false},"version":2}},"categories":[7,8],"tags":[34,92,125,126,145],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/papst11.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p35WCI-6E","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/412"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=412"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/412\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3850,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/412\/revisions\/3850"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/413"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}