{"id":3863,"date":"2021-01-11T20:41:50","date_gmt":"2021-01-11T19:41:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=3863"},"modified":"2021-01-11T20:41:50","modified_gmt":"2021-01-11T19:41:50","slug":"neun-buecher-um-die-welt-besser-zu-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=3863","title":{"rendered":"Neun B\u00fccher, um die Welt besser zu verstehen."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right\">\u201eWer B\u00fccher schenkt, schenkt Wertpapiere.\u201c<br><em>Erich K\u00e4stner<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">\u201cDas, was war interessiert uns nicht darum, weil es war, <br>sondern weil es in gewissem Sinne noch ist und wirkt.\u201d <br><em>Gustav Droysen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal wundere ich mich, wie wenig Menschen \u00fcber unsere Welt und \u00fcber ihre eigene Herkunft wissen: Die ihrer Familie, die ihres Landes oder von uns allen, der Menschheit selbst. Doch mir pers\u00f6nlich geht es bisweilen \u00e4hnlich. Ich ertappe mich dabei, dass ich sicher geglaubtes Wissen infrage stellen muss. In der letzten Zeit sind mir immer wieder B\u00fccher in die H\u00e4nde gefallen, die mich gezwungen haben, tradiertes Denken und vermeintliches Wissen zu hinterfragen \u2013 und nein; damit sind nicht sogenannte alternative Fakten gemeint, wie sie Verschw\u00f6rungstheoretiker, Wirrk\u00f6pfe und Feinde der Aufkl\u00e4rung verbreiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein besonderes Augenmerk gilt dabei Fragen der Identit\u00e4t. Wer sind wir? Wie sind wir so geworden? Was hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind: Als Individuen, aber auch als Gemeinschaft, als Nation? Diese Frage kann man nicht beantworten, wenn man sich nicht der Historie zuwendet. Gerade die Geschichte erschlie\u00dft sich uns immer wieder neu. Das Vergangene ist eben nicht abgeschlossen, sondern pr\u00e4gt unser Denken und Handeln, ob wir wollen oder nicht, bis heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass wir die Zukunft nur gewinnen k\u00f6nnen, wenn wir die Gegenwart verstehen \u2013 und das geht nicht ohne historisches Wissen \u2013 davon bin ich zutiefst \u00fcberzeugt. Deswegen empfehle ich die folgenden neun B\u00fccher zur Lekt\u00fcre. Keine Angst: Es sind nicht alles \u201eGeschichtsb\u00fccher\u201c. Aber die hier gelisteten B\u00fccher sollte man aus meiner Sicht gelesen haben, um unsere Welt (besser) zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer noch Zeit und Mu\u00dfe hat, ein zehntes Buch zu lesen, dem m\u00f6chte ich gerne mein n\u00e4chstes Buch \u201eWas h\u00e4lt uns zusammen? L\u00f6sungen f\u00fcr die Einwanderungsgesellschaft\u201c empfehlen, das am 25. Mai 2021 im Herder Verlag erscheinen wird. Hier der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Mehr-Preu%C3%9Fen-L%C3%B6sungen-f%C3%BCr-Einwanderungsgesellschaft\/dp\/3451388928\" target=\"_blank\">Link<\/a> mit allen Informationen. Vielleicht sehen wir uns im Herbst bei der ein oder anderen Lesung&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Johannes Krause\/Thomas Trappe, Die Reise unserer Gene. Eine Geschichte \u00fcber uns und unsere Vorfahren, Berlin 2019.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch \u201eDie Reise unserer Gene\u201c von Johannes Krause und Thomas Trappe ist eines dieser B\u00fccher, die man gelesen haben sollte. Die noch recht junge Wissenschaft der Arch\u00e4ogenetik gew\u00e4hrt uns Einblicke in unsere eigene Vorgeschichte und die Geschichte unseres Kontinents. Und obwohl die Entschl\u00fcsselung unserer DNA uns weit zur\u00fcckf\u00fchrt in die Vergangenheit, so sind die damit verbundenen Erkenntnisse und die sich daraus ableitenden Fragen hochaktuell.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand der Genetik l\u00e4sst sich nachweisen, dass Europa schon immer ein Kontinent war, der von Migration gepr\u00e4gt worden ist. Und auch uns w\u00fcrde es ohne die gro\u00dfen Einwanderungswellen vor 8.000 und 5.000 Jahren nicht geben. Wer nachvollziehen will, warum wir alle mit Karl dem Gro\u00dfen verwandt sind, warum die Wurzeln der schw\u00e4bischen B\u00e4uerin in Anatolien liegen, warum jeder Europ\u00e4er bis zur drei Prozent des Genoms eines Neandertalers in sich tr\u00e4gt, aber kein Afrikaner mit dem Neandertaler verwandt ist, warum der Els\u00e4sser dem Badener genetisch n\u00e4her ist, als der Badener dem Friesen, dem sei dieses kurzweilige und zugleich sehr informative Buch anempfohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie aus den dunkelh\u00e4utigen J\u00e4gern und Sammlern, die einst diesen Kontinent bewohnten, die heutigen Europ\u00e4er wurden, das erz\u00e4hlt dieses Buch. Das Ergebnis: Migration wird ausgel\u00f6st durch Krisen und Katastrophen, sie kann solche auch verursachen, aber ohne Migration w\u00fcrde es keine Innovationen und keinen Fortschritt geben. Europa w\u00e4re nicht der Kontinent, der er heute ist. Die Globalisierung ist, zumindest genetisch bedingt, \u00fcbrigens keine neue Entwicklung. In den letzten 10.000 Jahren haben sich die genetischen Unterschiede der Menschen halbiert. All diese neuen Einsichten verlangen neues Denken.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Marshall, Die Macht der Geographie. Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erkl\u00e4ren l\u00e4sst, M\u00fcnchen 2015.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einer der kl\u00fcgsten politischen Analysten den ich kenne pflegt immer zu sagen: \u201eZwei Dinge kann man nicht \u00e4ndern: Geschichte und Geographie.\u201c In der Tat versteht man viele weltweite Konflikte und Probleme nicht ohne einen Blick auf die Landkarte. Anhand von zehn Karten zeigt das kurzweilige Buch des britischen Journalisten Tim Marshall ausf\u00fchrlich, warum Putin so besessen von der Krim ist und warum der Nahe Osten nach den k\u00fcnstlichen Grenzziehungen durch die Kolonialm\u00e4chte nicht zur Ruhe kommt und dort immer wieder der Versuch unternommen wird, Grenzen mit Blut neu festzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen uns als Europ\u00e4er aber gar nicht in der Welt umschauen, um zu verstehen, wie sehr die Geographie unsere Geschichte bestimmt:&nbsp; Das Klima, die Lage unseres Kontinents sind Grundlage f\u00fcr die Entwicklungen der europ\u00e4ischen V\u00f6lkerschaften. Das verstehend zeigt sich, warum es so schwierig war, ein Europa des Friedens zu schaffen und warum die Bewahrung dieses Friedens nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. Das verlangt mindestens so viel Aufmerksamkeit, wie der Blick \u00fcber unseren Kontinent hinaus und f\u00fchrt zu spannenden Fragen an uns selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ein Blick auf die Karte ist auch f\u00fcr das Verstehen der USA wichtig. Zwar hat China das Prinzip der USA, \u00fcberall auf der Welt \u201eSt\u00fctzpunkte\u201c zu errichten, um sich Macht und Einfluss \u2013 milit\u00e4risch und \u00f6konomisch \u2013 zu sichern, inzwischen \u00fcbernommen, aber gleichwohl ist es viel zu fr\u00fch f\u00fcr einen Abgesang auf die Weltmacht des Westens: Die Bev\u00f6lkerung der USA wird nicht \u00e4lter, wie in Europa, die USA sind eine Wirtschaftsmacht und milit\u00e4risch unangefochten, die Nation ist immer noch ein Sehnsuchtsort und das Land verf\u00fcgt \u00fcber 17 der 20 weltbesten Universit\u00e4ten. Die USA ist mit ihrem Blick auf die Welt gepr\u00e4gt durch die Generationen von Einwanderern, die mehrheitlich aus Europa kamen. Nicht nur durch die Verschiebung der Macht, sondern auch durch die zahlreichen Einwanderer aus Asien und Lateinamerika werden sich die USA wandeln. Langsam aber sicher. Auch das hat etwas mit der Geographie zu tun und damit sollten wir uns in Europa auseinandersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Peter Frankopan, Licht aus dem Osten. Eine neue Geschichte der Welt, Reinbek bei Hamburg 2017.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer das Buch des britischen Historikers Peter Frankopan liest, der versteht sofort, was nach wie vor ein Problem europ\u00e4ischen Denkens ist: Wir halten uns f\u00fcr den geographischen und politischen Mittelpunkt des Globus. In Wahrheit ist aber der Mittlere Osten nicht nur der Geburtsort der drei Weltreligionen, sondern bis zur fr\u00fchen Neuzeit waren Bagdad, Samarkand und Buchara und nicht Harvard, Oxford und Yale die geistigen Zentren der Welt. Mit der Entdeckung Amerikas entstand dann ein bis heute g\u00fcltiges, neues Narrativ. Die erste Weltmacht war aber keine europ\u00e4ische Nation, sondern Persien. Und die \u201eneue Seidenstra\u00dfe\u201c symbolisiert nicht der Aufstieg Chinas zur Weltmacht, sondern steht f\u00fcr die R\u00fcckkehr Chinas an einen in der Geschichte der Menschheit angestammten Platz. Wer nun an das R\u00f6mische Reich denkt, der wird von Frankopan daran erinnert, dass der Reichtum Roms wesentlich aus den \u00f6stlichen Provinzen und dem Handel mit seinen im Osten ans\u00e4ssigen Nachbarn stammte und nicht aus Gallien, Britannien und Germanien.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auch das Christentum stand mit Erzbisch\u00f6fen in Basra und Mosul in einer Bl\u00fcte im Osten, als von K\u00f6ln und dem Dom am Rhein noch kein Mensch sprach. Es tut Not, sich bewusst zu machen, dass einst die islamische Welt gepr\u00e4gt war von Wohlstand, Wissen und Macht, w\u00e4hrend Europa zu dieser Zeit ein \u201eHort des Unwissens\u201c war. Bei den Wikingern und in Venedig galt chinesische Seide als Symbol von Reichtum und Macht. Ihr Blick ging auch nach Osten und keineswegs nach Westen, wie uns die vermeintliche Entdeckung Amerikas schon durch die Nordm\u00e4nner suggeriert. Die Pest, Klimaver\u00e4nderungen und die Entdeckung Amerikas f\u00fchrten zwischenzeitlich zu einer Ver\u00e4nderung dieser Weltordnung. Vorher war sich die muslimische Welt ihrer Sache und Identit\u00e4t sicher, war tolerant und erfolgreich, die christliche Welt hingegen nicht. Es scheint, als ob wir derzeit in einer umgekehrten Situation leben, wobei inzwischen auch wieder eine zunehmende Unsicherheit des christlich gepr\u00e4gten Europas und des Westens mit H\u00e4nden zu greifen ist. Sind das ebenfalls Vorzeichen f\u00fcr eine erneute Machtverschiebung in der Welt?<\/p>\n\n\n\n<p>Frakopan erinnert daran, dass der Aufstieg Europas vor allem eine Geschichte der Gewalt ist, die wesentlich auf dem Weltbild einer europ\u00e4ischen \u00dcberlegenheit gegen\u00fcber anderen Kulturen und Teilen der Welt basiert. Besonders lesenswert fand ich daher auch das letzte Kapitel, dass in der Tat zu der Frage f\u00fchrt, ob das Handeln der USA und der europ\u00e4ischen Nationen in den Konflikten in Afghanistan, Irak und in Syrien sowie der Umgang mit dem Iran und Saudi-Arabien nicht auch deshalb so sprunghaft und bisweilen orientierungslos wirkt, weil wir uns zu wenig mit der Geschichte dieses Raumes befasst haben und so viele Zusammenh\u00e4nge dort nicht verstehen. Unser Blick ist damit wieder in den Osten gerichtet, was Frankopans Thesen umso glaubw\u00fcrdiger und spannender macht.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Timothy Snyder, Black Earth. Der Holocaust und warum er sich wiederholen kann, M\u00fcnchen 2015.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Geschichte wiederholt sich nicht. Und die Einmaligkeit des Holocausts in der Geschichte ist unbestritten. Da ist schon der Buchtitel des amerikanischen Historikers Timothy Snyder eine Provokation. Besagter Timothy Snyder war ein heftiger Kritiker Donald Trumps und zog immer wieder Parallelen zu Trumps Politik und den Mechanismen der Tyrannei, des Totalitarismus und auch des Nationalsozialismus, wenn es um die Beseitigung des Rechtsstaates und der Freiheit ging.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer der provokanten S\u00e4tze Snyders war f\u00fcr mich beim Lesen des Buches der Vorwurf, dass wir in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust Mitgef\u00fchl mit Verstehen verwechseln. Muss man angesichts des unermesslichen Leides nicht vor allem Mitgef\u00fchl empfinden? Soll und muss einen das Schicksal der Anne Frank nicht ber\u00fchren und traurig machen? Muss nicht aus dem Mitgef\u00fchl und der Empathie das Verstehen und das \u201eNie wieder!\u201c erwachsen? Sicherlich. Darin liegt aber die Gefahr, dass wir, wissend um die Verbrechen, der Annahme anheimfallen, dies k\u00f6nne sich in unserer Gesellschaft so nicht wiederholen. Wer sich diese Haltung zu eigen macht, der verkennt eine Einsicht, die Snyder erschreckend klar herausarbeitet: \u201eMenschen wie wir waren die T\u00e4ter.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Holocaust mag historisch unvergleichbar sein, die Mechanismen und Vorstellungen der Nazis sind es nicht. Sie sind allgegenw\u00e4rtig und begegnen uns in der Welt. Snyder zeigt, dass es f\u00fcr die Nationalsozialisten nach der Zerst\u00f6rung von Ordnung und Recht ein Leichtes war, \u00fcberall in Europa Mitt\u00e4ter zu finden Diese Einsicht werde jedoch dadurch untergraben, dass der Holocaust im Gedenken oft mit Auschwitz gleichgesetzt wird, wie der Autor kritisiert. Denn die Tore von Auschwitz begrenzen den Tatort und die T\u00e4ter, aber in Wahrheit geschah der Holocaust in ganz Europa und Tausende taten mit und wussten Bescheid. Das Buch lohnt sich allein deshalb, weil es schonungslos die Mechanismen herausarbeitet und offenlegt, mittels derer die Nationalsozialisten Millionen von Menschen ermordeten \u2013 und Millionen waren bereits tot, bevor die erste Gaskammer in Betrieb ging. Deshalb ist dieses Buch ein echter Augen\u00f6ffner, und dem Appell von Snyder ist nichts hinzuzuf\u00fcgen: \u201eStaaten sollten in die Wissenschaft investieren, damit in Ruhe \u00fcber die Zukunft nachgedacht werden kann. Das Studium der Vergangenheit gibt uns Hinweise, warum ein solches Vorgehen klug w\u00e4re.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Fahrmeir, Die Deutschen und ihre Nation. Geschichte einer Idee, Stuttgart 2017.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland als \u201eversp\u00e4tete Nation\u201c war ein lange tradiertes Bild in der deutschen Historiographie. In der Tat haben die Deutschen historisch gewachsen einen anderen Bezug zu ihrer Nation als viele unserer europ\u00e4ischen Nachbarn, wie Andreas Fahrmeir herausarbeitet. Und der in Frankfurt lehrende Historiker meint damit nicht den durch den Nationalsozialismus verursachten tiefen Bruch im Selbstverst\u00e4ndnis der Deutschen, die sich zudem lange Zeit vor allem als Kulturnation definiert hatte. Darin liegt auch ein gro\u00dfer Unterschied zu Frankreich und Gro\u00dfbritannien, die dezidiert aus ihrem historischen Verst\u00e4ndnis politische Nationen sind. Das f\u00fchrt dazu, dass das Nationsverst\u00e4ndnis unserer europ\u00e4ischen Nachbarn einen inklusiven Charakter hat, w\u00e4hrend das deutsche Verst\u00e4ndnis von Nation so stark kulturell gepr\u00e4gt ist, dass es der Integration von Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund im Wege steht und exklusiv verstanden werden muss. Deutsche Landsleute mit Einwanderungsgeschichte k\u00f6nnen das nachvollziehen, wenn sie bisweilen gefragt werden, wo sie \u201eeigentlich\u201c herkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fahrmeir bietet eine Erkl\u00e4rung an, warum das Thema Migration in Deutschland nicht nur zu solch emotionalen Debatten f\u00fchrt. Er schreibt mit Blick auf die Arbeitsmigration: \u201eDie Frage, ob jemand deutsch war oder nicht, trat weit hinter seinen \u00f6konomischen Aussichten zur\u00fcck.\u201c Damit meint Fahrmeir aber nicht die Gastarbeiter des 20. Jahrhunderts, sondern die Einwanderungspolitik der preu\u00dfischen K\u00f6nige. Mit Blick auf die Bundesrepublik beschreibt er die Vers\u00e4umnisse und Fehler deutscher Migrationspolitik. Und auch hier sind nicht das Jahr 2015 und die Fl\u00fcchtlingskrise entscheidend, sondern die Vers\u00e4umnisse der 1970er und 1980er Jahre, bei denen Fragen der Integration \u00fcberhaupt nicht thematisiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im sp\u00e4ten 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert beeinflussten au\u00dferdem biologistische und rassistische Denkmuster das exklusive Bild der Deutschen von ihrer eigenen Nation. Allein aufgrund der Migration im 20. Jahrhundert l\u00e4sst sich dieses Verst\u00e4ndnis nun nicht l\u00e4nger aufrechterhalten \u2013 zumal es im eklatanten Widerspruch zu den im Grundgesetz niedergeschriebenen Werten steht. Fahrmeir analysiert dabei nicht nur messerscharf, sondern weist den Weg, wie ein inklusives deutsches Nationsverst\u00e4ndnis, das st\u00e4rker die europ\u00e4ischen Traditionen einbezieht, aussehen k\u00f6nnte. Das Buch ist ein wirklich lesenswerter Denkansto\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hedwig Richter, Demokratie. Eine deutsche Aff\u00e4re, M\u00fcnchen 2020.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Demokratie braucht gerade dann, wenn sie angegriffen wird, \u00fcberzeugte Demokraten. Und ist die Demokratie als Idee nicht gerade in einer Verteidigungshaltung? Wer Hedwig Richters Buch liest, der wird immer wieder zu einem wohltuenden Perspektivwechsel gezwungen. Der Historikerin gelingt es zun\u00e4chst, deutlich zu machen, dass die Demokratie eine unglaubliche Erfolgsgeschichte zu erz\u00e4hlen hat: Ein Geschichte des Rechts, der Einhegung von Gewalt, der gesellschaftlichen Emanzipation und der Freiheit, die nicht als Geschichte der Br\u00fcche, sondern als eine evolution\u00e4re Geschichte erz\u00e4hlt werden kann \u2013 und dadurch vielleicht \u201eversteckt\u201c, wie spektakul\u00e4r diese Erfolgsgeschichte eigentlich ist. Ihr Blick auf die Gesellschaft und staatliche Ordnung des Kaiserreichs unterscheidet sich dabei wohltuend von der leider noch zu h\u00e4ufig erz\u00e4hlten Geschichte des Kaiserreichs als urs\u00e4chlich f\u00fcr das sp\u00e4ter folgende nationalsozialistische Regime.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erinnerung daran, dass Geschichte eben doch nicht linear verl\u00e4uft, und dass die deutsche Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts von einem Pluralismus bis dato ungekannter Partizipationsm\u00f6glichkeiten und sozialer Teilhabe gepr\u00e4gt war, l\u00e4sst uns dank Richter anders auf das Kaiserreich blicken. Die Geschichte des Antisemitismus, des Rassismus und des Kolonialismus sowie der totalit\u00e4ren Ideologien kann man vor diesem Hintergrund auch als Abwehrreaktion auf den Erfolg der freiheitlichen Demokratie lesen. So war die Weimarer Republik eben keinesfalls ungeliebt und schon gar keine Demokratie ohne Demokraten. Das Finden einer gerechten Friedensordnung nach dem Ersten Weltkrieg fiel gerade deshalb so schwer, weil der Frieden nach den Entbehrungen eine Sache des Volkes war und die handelnden Politiker die Stimmungen in den Gesellschaften in die Entscheidungen einbeziehen mussten. Ressentiments waren so am Verhandlungstisch viel schwieriger zu \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Richter gibt \u00fcberzeugten Demokraten mit ihrem Spaziergang \u2013 so leicht und fl\u00fcssig liest sich das Buch \u2013 durch die deutsche Demokratiegeschichte auf jeden Fall das R\u00fcstzeug, um auch den aktuellen Herausforderungen eines erneut aufscheinenden Rechtsextremismus und den noch nicht absch\u00e4tzbaren Folgen der Digitalisierung f\u00fcr demokratische Gesellschaften mit Zuversicht entgegenzutreten. Eine Welt, in der die Demokratie den Ton angibt, ist deshalb auch heute eine Idee, f\u00fcr die es sich zu streiten lohnt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ortwin Renn, Das Risikoparadox. Warum wir uns vor dem Falschen f\u00fcrchten, Frankfurt am Main 2014.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht belehren, sondern aufkl\u00e4ren: Anders gelingt es nicht, Menschen \u00c4ngste vor den falschen Dingen zu nehmen. Auf dieser Grundlage \u00f6ffnet Ortwin Renn den Leserinnen und Lesern die Augen, um am Ende dem Ziel, unsere \u201eRisikom\u00fcndigkeit\u201c zu st\u00e4rken, n\u00e4herzukommen. Bei mir hat\u2019s funktioniert. Ein wirklich lesenswertes Buch: Die Beispiele, die er beschreibt, machen nachdenklich. Vielleicht ist manch einer beim Lesen sogar peinlich ber\u00fchrt. Die Angst von modernen Technologien ist eines dieser Beispiele. Ob Handystrahlen oder Gentechnik: Die Debatte \u00fcber die vermeintlichen Gefahren, die von der 5G Technologie ausgehen k\u00f6nnten, verstellt den Blick darauf, dass 2\/3 der vorzeitigen Todesf\u00e4lle auf Rauchen, Trinken, Ern\u00e4hrung oder mangelnde Bewegung zur\u00fcckzuf\u00fchren und damit individuell selbst verschuldet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein idealisiertes Naturbild sowie die Verteuflung der chemischen Industrie tun ihr \u00fcbriges. Die soziale Konstruktion unserer Wirklichkeit analysiert der Autor als eine der Ursachen f\u00fcr unsere permanente Fehleinsch\u00e4tzung von Risiken. Unsere kognitive Dissonanz f\u00fchrt dazu, dass wir in einer sich ver\u00e4ndernden Lage oft dazu neigen, diese Ver\u00e4nderung zu ignorieren, abzuwehren und Informationen zu suchen, die es uns erleichtern, die bisherige Haltung beizubehalten und zudem die Glaubw\u00fcrdigkeit der neuen Erkenntnisse zu diskreditieren. Die Rolle der Medien ist dabei kritisch zu sehen, denn oft schaffen Medien eine \u201edritte Form der Realit\u00e4t\u201c, die uns nicht nur suggeriert, wir seien immun gegen eine entsprechende Beeinflussung. Die Art und Weise, wie Medien Informationen aufbereiten, erschwere es, so Renn, die richtige Einordnung und Bewertung der Informationen vorzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der von Renn skizzierte Ausweg umfasst einen Dreiklang an Ma\u00dfnahmen, der bei unserem individuellen Verhalten beginnt, aber auch staatliche und gesellschaftliche Akteure in die Pflicht nimmt: Erstens ist Resilienz wichtiger als Effizienz. Unsere Systeme m\u00fcssen nicht effizienter, sondern anpassungsf\u00e4higer werden. Die aktuelle Corona-Pandemie und die Struktur sowohl des Gesundheitssystems als auch die Bevorratung von Material (Schutzkleidung etc.) ist da wie ich finde ein gutes aktuelles Beispiel. Zweitens ist Gerechtigkeit wichtiger als optimale Allokation. Chancengleichheit muss deshalb die erste Priorit\u00e4t sein. Vom Abbau von Handelsschranken bis hin zur Regulierung von Top-Geh\u00e4ltern nennt Renn eine Zahl an Ma\u00dfnahmen, die diesem Ziel dienen k\u00f6nnen. Drittens ist Lebensqualit\u00e4t wichtiger als der Lebensstandard. Das bedeutet, die Politik muss die \u201edeliberative Demokratie\u201c und die Transformation hin zur \u201e\u00f6ko-sozialen Marktwirtschaft\u201c st\u00e4rken. Den vielen Forderungen an die Adresse der Politik steht eine gro\u00dfe Zahl an Ma\u00dfnahmen gegen\u00fcber, bei denen wir als B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gefragt sind: Auf der individuellen Ebene sollten wir unsere Konsummuster \u00fcberpr\u00fcfen und einen verbrauchsbewussteren Lebensstil entwickeln. Diese drei Schritte auf dem Weg zur Nachhaltigkeit sind entscheidend, um den wirklichen Gefahren, mit denen wir konfrontiert sind, zu begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hans Rosling, Factfullness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist, Berlin 2018.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kein Alarmismus. Endlich. Ich gestehe, ich bin die ganzen Weltuntergangsszenarien leid. Und ja: Die verkaufen sich gut und f\u00fchren die Beststellerlisten immer wieder an. Aber ich frage mich: Wenn alles den Bach runtergeht, warum soll man dann noch ein Apfelb\u00e4umchen pflanzen und positiv bleiben? Wer das Buch von Hans Rosling gelesen hat, der wird keine rosa Brille aufsetzen, aber er wird verstehen, in welche Fallen wir mit unserem Blick auf die Welt oft laufen und warum wir doch viel mehr Anlass zur Zuversicht und Fortschrittsoptimismus haben sollten, als zu verzagen. Eines der Probleme ist, dass unser Wissen \u00fcber die Welt nicht aktuell ist. Und unser Blick ist zu negativ. Dies f\u00fchrt laut Rosling zu \u201eMegatrugschl\u00fcssen\u201c und es klingt nachvollziehbar, dass dann nur schwerlich die richtigen Probleme adressiert und gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Und dann erschl\u00e4gt Rosling uns mit einer F\u00fclle von Beispielen, die nachdenklich machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Weltbev\u00f6lkerung w\u00e4chst weiter und das wird zum Problem f\u00fcr den Planeten? Das ist so nicht richtig. W\u00e4hrend 1965 durchschnittlich jede Frau f\u00fcnf Kinder auf die Welt brachte, so liegt der Schnitt heute weltweit bei 2,5 Geburten pro Frau. Lediglich die \u00e4rmsten 10 Prozent bekommen noch f\u00fcnf Kinder. Der Kampf gegen Hunger und Armut ist also die wirksamste Waffe gegen das Bev\u00f6lkerungswachstum. \u00c4hnlich daneben liegen wir bei der Frage nach der Lebenserwartung, die inzwischen weltweit bei \u00fcber 70 Jahren liegt. Rosling bem\u00fcht das provokante Beispiel, dass solche Fragen im Schnitt von Schimpansen mit einer h\u00f6heren Trefferwahrscheinlichkeit beantwortet werden, als von uns. Wir untersch\u00e4tzen also chronisch den Fortschritt und die positiven Entwicklungen: So sind inzwischen 88 Prozent der Kinder gegen die schlimmsten Krankheiten geimpft, 85 Prozent aller Menschen haben Zugang zu Elektrizit\u00e4t und 90 Prozent aller M\u00e4dchen besuchen die Grundschule.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer jetzt denkt, dass ich Euch doch ein Buch unterjubeln will, das die Probleme der Welt negiert, der ist schief gewickelt. Rosling macht deutlich, was die Herausforderungen der Zukunft sind: Ende des Jahrhunderts werden 80 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung in Asien und Afrika leben. Das wird weitreichende Folgen f\u00fcr uns in Europa haben. Und wir werden beim Klimawandel endlich ehrlich dar\u00fcber reden m\u00fcssen, den CO2 Verbrauch pro Kopf zu betrachten und nicht nach Nationen. Man bekommt eine leise Ahnung, was das bedeutet. Auf jeden Fall ist es ein wirklich spannendes Buch.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Daron Acemoglu\/James A. Robinson, Warum Nationen scheitern. Die Urspr\u00fcnge von Macht, Wohlstand und Armut, Frankfurt am Main 2014.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch ist u.a. ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Idee der Europ\u00e4ischen Union, die aus Sicht der Autoren ein \u201eBollwerk f\u00fcr Frieden und Stabilit\u00e4t\u201c darstellt. Und dabei ist die Europ\u00e4ische Union gar keine Nation im eigentlichen Sinne. Aus Sicht der beiden Wirtschaftswissenschaftler verk\u00f6rpert die EU aber alles, was erfolgreiche Nationen ausmacht. Und sie beschreiben anhand von historischen Beispielen, was den Aufstieg und den Fall von Nationen ausl\u00f6st. Im Mittelpunkt ihrer Analyse steht dabei der Blick auf die Institutionen. Ihr Funktionieren ist dabei die Grundlage staatlichen Handelns. Ihre Ausrichtung und Struktur sorgen daf\u00fcr, dass Nationen sich bei vergleichbaren Voraussetzungen unterschiedlich entwickeln. Diese Entwicklungen fassen Acemoglu und Robinson in jeweils einem Tugend- und einem Teufelskreis zusammen. Der Kern ihrer These ist, dass inklusive Institutionen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft die Grundlage f\u00fcr den Aufstieg und Erfolg von Nationen bilden \u2013 und dieser Aufstieg und Erfolg in dem Moment scheitert, wo die Institutionen extraktiv strukturiert werden. Mit dem Niedergang der Republik Venedig und den C\u00e4saren des R\u00f6mischen Reiches schildern beide zudem anhand von Beispielen diese Entwicklung bildhaft und spannend.<\/p>\n\n\n\n<p>Es mag nicht verwundern, dass die beiden Wirtschaftswissenschaftler dabei auch einen Schwerpunkt auf die \u00f6konomischen Rahmenbedingungen legen. Die sch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung von wirtschaftlicher Innovation und Fortschritt bzw. das Zulassen dieser, ist in ihrer Theorie daher eine wesentliche S\u00e4ule f\u00fcr den Erfolg von Nationen. Deshalb musste das in der UdSSR generierte Wachstum in einem extraktiven System an ein Ende kommen und konnte den Fortbestand der Institutionen nicht sichern. Was diese These f\u00fcr China und sein Wirtschaftsmodell bedeutet, kann man erahnen, und man muss aufatmen, wenn man bedenkt, welche Richtung die Politik Trumps eingeschlagen hatte. Auf Dauer w\u00e4re Amerika so nicht \u201efirst\u201c geworden und erst recht nicht geblieben. Auch andere historische Beispiele zeigen, wie sehr die Angst vor Ver\u00e4nderung den Niedergang von Nationen beschleunigte: Im 19. Jahrhundert reagierten China, Ru\u00dfland und \u00d6sterreich-Ungarn mit einer Politik der Abschottung. Preu\u00dfen hingegen orientierte sich nach der Niederlage an Frankreich und die preu\u00dfischen Reformen \u2013 und hier nennen die Autoren vor allem das Bildungssystem \u2013 gelten bis heute als Grundlage f\u00fcr den Erfolg europ\u00e4ischer Staatlichkeit. Vor allem das Rechtsstaatsprinzip, das daf\u00fcr sorgt, dass niemand \u00fcber dem Gesetz steht, gilt als wichtiger Teil des Tugendkreises.<\/p>\n\n\n\n<p>Die historischen Beispiele lesen sich spannend, die \u00dcbersetzung ins Heute liegt oft unausgesprochen auf der Hand und gerade mit Blick auf die eingangs erw\u00e4hnte Europ\u00e4ische Union muss man festhalten, dass sich diese bei allen Krisen und Herausforderungen immer wieder als erstaunlich reformf\u00e4hig erwiesen hat. Das Buch ist also auch ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Mut und Zukunfts- sowie Fortschrittsoptimismus sowie ein Bekenntnis zu Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit sowie marktwirtschaftlichen und sozialstaatlichen Prinzipien als Grundlage f\u00fcr den Erfolg von Nationen in einer globalisierten Welt. Ein Pl\u00e4doyer, das gute Argumente f\u00fcr viele politischen Debatten in die Hand gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>\u201eWer B\u00fccher schenkt, schenkt Wertpapiere.\u201cErich K\u00e4stner \u201cDas, was war interessiert uns nicht darum, weil es war, sondern weil es in&hellip;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"link-more\">\n\t<a href=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=3863\" class=\"more-link\">\n\t\tWeiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Neun B\u00fccher, um die Welt besser zu verstehen.&rdquo;<\/span>&hellip;\t<\/a>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3867,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"footnotes":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false},"version":2}},"categories":[89],"tags":[841,41,834,837,278,833,830,778,832,836,839,794,842,844,831,843,835,840,838],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Neun-Bu\u0308cher-scaled.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p35WCI-10j","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3863"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3863"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3865,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3863\/revisions\/3865"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}