{"id":2716,"date":"2016-03-23T18:04:42","date_gmt":"2016-03-23T18:04:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2716"},"modified":"2016-03-23T18:04:42","modified_gmt":"2016-03-23T18:04:42","slug":"gastbeitrag-mein-praktikum-im-konrad-adenauer-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2716","title":{"rendered":"Gastbeitrag &#8211; Mein Praktikum im Konrad-Adenauer-Haus"},"content":{"rendered":"<p><em>von Benjamin Brettinger<\/em><\/p>\n<p>Es ist Montagmorgen. Es regnet in Berlin und ich bin viel zu fr\u00fch auf dem Weg vom Prenzlauer Berg in Richtung Konrad-Adenauer-Haus (KAH). Eigentlich beginnt mein Praktikum an diesem Tag erst um 11 Uhr, aber weil es mein erster Tag ist, will ich nat\u00fcrlich p\u00fcnktlich kommen. Au\u00dferdem kenne ich mich in Berlin nicht aus. Den Weg von meiner Unterkunft zum KAH habe ich zwar vorher im Handy rausgesucht, aber bei \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln wei\u00df man ja nie\u2026 Da aber entgegen allen Erfahrungen alles auf Anhieb funktioniert, bin ich sogar eine Stunde zu fr\u00fch. Das Positive daran ist, die Wartezeit kann ich mir im Caf\u00e9 Konrad vertreiben. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich also meinen Kaffee trinke, warte ich darauf, dass mein Praktikum beginnt. Ich wei\u00df nicht wirklich, was in den kommenden f\u00fcnf Wochen auf mich zukommt. Was erwartet man von der Bundesgesch\u00e4ftsstelle der Christlich Demokratischen Union? Wahrscheinlich, dass die Mitarbeiter im Anzug zur Arbeit gehen und vielleicht sogar, dass alles ein klein wenig spie\u00dfig ist. Allerdings werde ich direkt vom Gegenteil \u00fcberzeugt. Die Mitarbeiterin, die mich w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit betreut, bietet mir direkt das Du an, die meisten anderen Mitarbeiter machen das auch. Einer der ersten S\u00e4tze, die ich h\u00f6re ist: \u201eAlso mit Jeans und Hemd bist du vollkommen ausreichend angezogen. Weder over- noch underdressed. Aber du kannst gern auch Sneakers tragen, wenn dir das lieber ist. Machen wir auch so.\u201c Wirklich?! Wirklich. Tatsache. Selbst der Teamleiter hat blaue Nike-Sneaker an. Wenn ich also direkt etwas \u00fcber mein Praktikum sagen kann, dann dass das KAH definitiv nicht spie\u00dfig ist.<\/p>\n<p>Ich bin f\u00fcr mein Praktikum im Bereich \u201eKampagne &#038; Marketing\u201c gelandet. Genauer noch: Im Online-Team. Ich helfe den Mitarbeitern, die f\u00fcr alles rund ums Thema Social Media und Website-Betreuung zust\u00e4ndig sind. Die Zuteilung war mehr oder weniger Zufall, aber ich bin damit ziemlich zufrieden. Zum Einen, weil es ein spannendes, modernes Feld, aber auch weil es sehr vielseitig ist. Neben Postings in den verschiedenen sozialen Netzwerken habe ich viel mit CDUplus zu tun, dem CDU-internen Mitgliedernetzwerk. Eine Aufgabe, die ich besonders spannend finde, ist die Begleitung der Pressekonferenzen. Das Online-Team richtet zu jeder Pressekonferenz einen Livestream \u00fcber \u201ePeriscope\u201c oder Facebook-Live ein. Meine Aufgabe dabei besteht haupts\u00e4chlich darin, die Pressekonferenz mit dem Smartphone zu filmen, damit die Nutzer live dabei sein k\u00f6nnen. Das hei\u00dft: Ich sitze in der ersten Reihe, wenn Generalsekret\u00e4r Peter Tauber eine Pressekonferenz gibt.  Am Tag nach den Landtagswahlen sa\u00df ich direkt vor der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel sowie den drei Spitzenkandidaten Julia Kl\u00f6ckner, Reiner Haseloff und Guido Wolf!<\/p>\n<p>Generell kann man sagen, dass der gr\u00f6\u00dfte Vorteil von einem Praktikum im KAH ist, dass man tats\u00e4chlich mitarbeiten kann. Das klingt vielleicht im ersten Moment ein bisschen banal, ist aber bei vielen Praktika nicht selbstverst\u00e4ndlich. Ich zumindest bin froh, dass ich an spannenden und interessanten Aufgaben mitgestalten darf, meine Meinung \u00e4u\u00dfern kann und im einen oder anderen Fall sogar mit meinen Ansichten \u00fcberzeugen kann. Ich muss hier weder Kaffee kochen, noch st\u00e4ndig zum Kopierer laufen. Stattdessen darf ich an jeder Runde teilnehmen und zu Terminen mit, zu denen ich sonst niemals gekommen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Als besonderes Highlight ist hier auf jeden Fall der Termin mit Facebook zu nennen. Wie aktiv Parteien, und vor allem die CDU, in den sozialen Netzwerken sind, merkt man ziemlich schnell, wenn man bei den \u201eOnlinern\u201c mitarbeitet, aber wie gro\u00df umgekehrt das Interesse von Facebook an den Parteien ist, \u00fcberraschte mich trotzdem. Zu Besuch war Katie Harbath. Katie ist \u201eGlobal Politics and Government Outreach Director\u201c bei Facebook. Auf Deutsch: Katie leitet die Abteilung Politik und Gesellschaft bei Facebook. Ziel des Termins war es, die verschiedenen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Bundestagswahlkampf 2017 zu er\u00f6rtern. Dabei erz\u00e4hlte Katie nicht nur, was man in Deutschland alles machen kann, sondern berichtete vor allem was schon in anderen L\u00e4ndern erfolgreich war, etwa in den USA oder England. Insgesamt ist sie einen Monat unterwegs in den verschiedensten L\u00e4ndern von Norwegen \u00fcber Indien bis nach Berlin. Kurz gesagt, der Termin war einfach eindrucksvoll.<\/p>\n<p>Aber was mich mit Abstand am meisten beeindruckt, ist die Tatsache, wie sich die Mitarbeiter um einen k\u00fcmmern. Ich habe meiner Betreuerin erz\u00e4hlt, dass ich nach meinem Bachelor am Liebsten einen Master in Internationale Beziehungen machen w\u00fcrde. Deswegen k\u00fcmmerte sie sich darum, dass ich einen Termin beim Leiter des B\u00fcros f\u00fcr Internationale Beziehungen im KAH bekomme, um zu sehen wie die Arbeit dort ist. Genauso haben sich Teamleiter aus anderen Bereichen Zeit f\u00fcr mich genommen, damit ich einen Einblick in ihre Arbeit bekomme, sogar der Generalsekret\u00e4r selbst, obwohl er einen unglaublich vollen Terminkalender hat. \u201eIch wollte wenigstens mal Hallo sagen\u201c, meinte er. <\/p>\n<p>Mittlerweile sind die f\u00fcnf  Wochen meines Praktikums fast vorbei und ich kann sagen, viel besser h\u00e4tte es nicht laufen k\u00f6nnen. Ich habe eine Vielzahl an Eindr\u00fccken gewinnen k\u00f6nnen, viele Tipps f\u00fcr das Studium und meine berufliche Zukunft bekommen, viele Politiker getroffen und jede Menge nette Leute kennen gelernt, zu denen ich auch nach meinem Praktikum gerne noch Kontakt halten m\u00f6chte. Aber bis dahin genie\u00dfe ich noch meine letzte Woche in Berlin und im KAH \u2013 aus Erfahrung kann ich inzwischen sagen, sie wird nicht langweilig!<\/p>\n<p>PS.: Ich kann jedem Praktikanten nur empfehlen, zu Beginn des Praktikums eine Hausf\u00fchrung bei Sidney Pfannstiel zu machen. Einen besseren Einstieg gibt es nicht!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-Blog.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-Blog.jpg\" alt=\"Foto-Blog\" width=\"1280\" height=\"960\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2718\" srcset=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-Blog.jpg 1280w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-Blog-420x315.jpg 420w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-Blog-744x558.jpg 744w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-Blog-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-Blog-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>von Benjamin Brettinger Es ist Montagmorgen. 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