{"id":2695,"date":"2016-02-28T16:42:29","date_gmt":"2016-02-28T16:42:29","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2695"},"modified":"2017-02-16T09:21:37","modified_gmt":"2017-02-16T09:21:37","slug":"gastbeitrag-kai-whittaker-grundregeln-fuer-christdemokraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2695","title":{"rendered":"Gastbeitrag (Kai Whittaker): Grundregeln f\u00fcr Christdemokraten"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<figure id=\"attachment_2696\" aria-describedby=\"caption-attachment-2696\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WP9A0039_ed_z_z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2696\" src=\"http:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WP9A0039_ed_z_z.jpg\" alt=\"Fotograf: Tobias Koch www.tobiaskoch.net  www.facebook.com\/tokography Kontaktadresse f\u00fcr R\u00fcckfragen: contact@tobiaskoch.net\" width=\"1500\" height=\"818\" srcset=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WP9A0039_ed_z_z.jpg 1500w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WP9A0039_ed_z_z-420x229.jpg 420w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WP9A0039_ed_z_z-744x406.jpg 744w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WP9A0039_ed_z_z-768x419.jpg 768w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WP9A0039_ed_z_z-1200x654.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2696\" class=\"wp-caption-text\"><em>Foto: Tobias Koch<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Flu\u0308chtlingskrise stellt uns alle vor Herausforderungen. Zum einen natu\u0308rlich die Ehrenamtlichen und Hautberuflichen, die die Flu\u0308chtlinge versorgen. Die Flu\u0308chtlinge selbst, die sich in einem neuen Land zurecht finden mu\u0308ssen. Auch mancher Politiker ist gefordert. Die einen erarbeiten Lo\u0308sungen, die anderen sind damit bescha\u0308ftigt, ihre Nerven zu behalten. Damit es so weit gar nicht kommt, gibt es in der CDU ein paar Grundregeln.<\/p>\n<p><strong>Artikel 1: Optimist sein<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Et ha\u0308tt noch emmer joot jejange.&#8220; Dieses rheinische Grundgesetz ist durch Konrad Adenauer tief in der Union verwurzelt. Alles, was wir als Union machen ist gut. Da gibt es gar kein Vertun. Alles andere ist sozialdemokratisches Misepetertum. Die ku\u0308mmern sich um Ideologie, wir um das Lebensgefu\u0308hl. Und wenn das nicht gut ist, dann gilt: Et ku\u0308tt et wie et ku\u0308tt.<\/p>\n<p><strong>Artikel 2: Sehen was ist<\/strong><\/p>\n<p>A propos Ideologie. Ideologie ist mu\u0308hselig. Sta\u0308ndig kommt einem die Wirklichkeit in die Quere. Einfacher geht es mit dem Kauder&#8217;schen Ansatz: &#8222;Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit.&#8220; Je nach Sehsta\u0308rke ist man dann eher kurz- oder weitsichtig.<\/p>\n<p><strong>Artikel 3: Kohl hat immer Recht<\/strong><\/p>\n<p>Die Wirklichkeit kann zur Zeit versto\u0308rend sein, wenn man z. B. nach Clausnitz schaut. &#8222;Wer gegen Ausla\u0308nder hetzt und brandschatzt, ist kriminell und gemeingefa\u0308hrlich. Wer so etwas tut, kann nie und nimmer fu\u0308r sich in Anspruch nehmen, ein deutscher Patriot zu sein.&#8220; Wer hat das gesagt? Claudia Roth? Sigmar Gabriel? Nein, es war Helmut Kohl, Mitte der 1990er. Er war halt schon immer seiner Zeit voraus. Deshalb ko\u0308nnen wir als CDU gar keine andere Flu\u0308chtlingspolitik machen. Kohl ist sakrosant. Immer noch.<\/p>\n<p><strong>Artikel 4: Durchhalten wenn&#8217;s eng wird<\/strong><\/p>\n<p>Wenn sich die Wirklichkeit gegen einen verschrieben hat, dann gibt es zwei Mo\u0308glichkeiten. Liegen bleiben und Augen zu machen. Oder aber die Adenauersche Regel anwenden: &#8222;Wenn die anderen glauben, man sei am Ende, muss man erst so richtig anfangen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Artikel 5: Mutig voran<\/strong><\/p>\n<p>Wer anfa\u0308ngt, der hat entschieden, das nichts so bleiben kann wie es war. Entgegen der landla\u0308ufigen Meinung ist das nicht progressiv, sondern konservativ. Denn: &#8222;Konservativ kommt nicht von Konserve. Die Konservativen der Zukunft erkennt man am Mut zur Vera\u0308nderung.&#8220; Das gilt fu\u0308r die CDU unter Angela Merkel bereits seit Jahren und jetzt gehen wir mutig den konservativen Weg der Flu\u0308chtlingspolitik weiter.<\/p>\n<p><strong>Artikel 6: Haltung wahren<\/strong><\/p>\n<p>Sobald man sich auf den Weg macht, sollte man sich fu\u0308r eine Fortbewegungsart entscheiden. Kriechen wa\u0308re eine Mo\u0308glichkeit. Eine aufrechte Haltung erleichtert aber das Gehen und damit das schnelle Voranschreiten ungemein. Das hat schon Adenauer herausgefunden: &#8222;Politische Tageserfolge ko\u0308nnen im Bewu\u00dftsein eines Volkes verblassen. Was aber bleibt und weiterwirkt, ist die Kraft und Geschlossenheit einer Haltung, hinter der eine Idee steht.&#8220;<\/p>\n<p><em>Vielen Dank an meinen Freund\u00a0<a href=\"http:\/\/www.whittaker.de\/\">Kai Whittaker<\/a> (MdB), f\u00fcr diesen Gastbeitrag.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>Die Flu\u0308chtlingskrise stellt uns alle vor Herausforderungen. Zum einen natu\u0308rlich die Ehrenamtlichen und Hautberuflichen, die die Flu\u0308chtlinge versorgen. 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