{"id":2178,"date":"2014-08-01T09:36:28","date_gmt":"2014-08-01T09:36:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2178"},"modified":"2014-08-01T09:38:59","modified_gmt":"2014-08-01T09:38:59","slug":"europa-vom-blutigen-schlachtfeld-zu-einer-friedensgemeinschaft-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2178","title":{"rendered":"Europa \u2013 vom blutigen Schlachtfeld zu einer Friedensgemeinschaft"},"content":{"rendered":"<p><b>Europa \u2013 vom blutigen Schlachtfeld zur Friedensgemeinschaft<\/b><\/p>\n<p>Heute vor 100 Jahren erteilte Kaiser Wilhelm II. den Mobilmachungsbefehl \u2013 der Beginn des Ersten Weltkriegs! Und Ende August 1914 schrieb Ludwig Frank in Anlehnung an ein Soldatenlied in einem Brief: \u201eSiegreich wollen wir Frankreich schlagen, sterben wie ein tapfrer Held. \u2013 Ich freue mich auf den Krieg und auf ein frohes Wiedersehen.\u201c Diese begeisterten S\u00e4tze haben mich tief bewegt. Denn Ludwig Frank war Reichstagsabgeordneter der SPD und 40 Jahre alt. Vier Tage, nachdem er diese Zeilen verfasste, starb Ludwig Frank bei einem Gefecht in Lothringen. Auch ich bin fast 40 Jahre alt, auch ich bin Parlamentsabgeordneter. Wie w\u00e4re es wohl mir vor einhundert Jahren ergangen?<\/p>\n<p>Damals zogen M\u00e4nner vieler europ\u00e4ischer Nationen voller Zuversicht in einen furchtbaren Krieg. Besonders junge Menschen lie\u00dfen sich von der Kriegsbegeisterung anstecken. Sie wurden schnell mit einem furchtbaren Stellungskrieg konfrontiert. Viele Soldaten gaben ihr Leben f\u00fcr eine Handbreit Land, es ging nur noch ums nackte \u00dcberleben. Ab 1915 wurde Giftgas eingesetzt, der Krieg wurde zu einer Materialschlacht. Der einzelne Soldat war nur noch ein Strich in der Statistikliste. Dieser furchtbare Krieg hat unz\u00e4hlige Opfer gefordert: Millionen Tote, noch mehr Verwundete und f\u00fcrs Leben Gezeichnete, traumatische Erfahrungen bei Soldaten und Bev\u00f6lkerung, Europa zerrissen und in Tr\u00fcmmern, Deutschland \u00fcber Jahre in b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nden. Und nur 25 Jahre sp\u00e4ter wurde Europa schon wieder zu einem blutigen Schlachtfeld. Als ob die Menschheit nichts gelernt h\u00e4tte!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Volkstrauertag-04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2168\" alt=\"Volkstrauertag 04\" src=\"http:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Volkstrauertag-04-764x1024.jpg\" width=\"620\" height=\"830\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Zu unserem Gl\u00fcck vereint<\/b><\/p>\n<p>Kaum jemand h\u00e4tte wohl jemals geglaubt, dass Europa so eine beeindruckende Wendung nehmen k\u00f6nnte. Dennoch griffen nach dem zweiten Weltkrieg mutige Frauen und M\u00e4nner die Idee eines geeinten Europas wieder auf. Es entstand ein Europa des Friedens, der Freiheit und der Gemeinsamkeit. Was mit den R\u00f6mischen Vertr\u00e4gen 1957 begann, wurde zu einem beispiellosen Erfolgsmodell: Heute bilden \u00fcber 500 Millionen Menschen aus 28 Staaten eine Europ\u00e4ische Union.<\/p>\n<p>Wenn sich ein junger Mann 1914 von seinen Eltern mit den Worten verabschiedete, er ziehe nach Frankreich, bedeutete dies, er musste in den Krieg. Heute, er tritt einen Arbeitsplatz oder einen Studienplatz an. Diese Entwicklung ist eines der gr\u00f6\u00dften Wunder des 20. Jahrhunderts und daf\u00fcr d\u00fcrfen wir dankbar sein.<\/p>\n<p>\u201eSiegreich wollen wir Frankreich schlagen, sterben wie ein tapfrer Held.\u201c Wer heute diese Zeilen liest, versteht sie kaum. In den 20er und 30er Jahren kannte sie jedes Kind. Auf einer Veranstaltung in Magdeburg zitierte ein alter Mann diese Zielen und sprach nur eine Bitte aus: \u201eSorgen Sie daf\u00fcr, dass Kinder nie wieder solche Lieder lernen m\u00fcssen.\u201c Genau das ist einer meiner Beweggr\u00fcnde, warum ich in der CDU Mitglied bin. Weshalb ich f\u00fcr den Deutschen Bundestag kandidiert habe. Ich will, dass wir die Probleme in Europa friedlich l\u00f6sen. Ich will, dass wir im Konsens zu einem Ergebnis kommen und nicht mit Konfrontation. Das mag manchmal langwierig sein, aber immer noch besser, als einen Krieg zu f\u00fchren. Niemand muss mehr in Europa sein Leben im Krieg geben. Wir leben in einer friedlichen Zeit \u2013 daf\u00fcr sollten wir dankbar sein. Ich bin froh, dass ich in diesem Jahrhundert lebe und nicht in den Kampf ziehen muss wie einst Ludwig Frank.<\/p>\n<p>Der Blick \u00fcber den Tellerrand zeigt: Auch heute haben es nicht alle so gut wie wir, in der Ukraine herrscht B\u00fcrgerkrieg, im Nahen Osten stehen sich Israelis und Pal\u00e4stinenser verfeindet gegen\u00fcber. Wir in Europa sind zu unserem Gl\u00fcck vereint \u2013 helfen wir, die Welt menschlicher zu gestalten!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Volkstrauertag-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2169\" alt=\"Volkstrauertag 03\" src=\"http:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Volkstrauertag-03-1024x641.jpg\" width=\"620\" height=\"388\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>Europa \u2013 vom blutigen Schlachtfeld zur Friedensgemeinschaft Heute vor 100 Jahren erteilte Kaiser Wilhelm II. den Mobilmachungsbefehl \u2013 der Beginn&hellip;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"link-more\">\n\t<a href=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2178\" class=\"more-link\">\n\t\tWeiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Europa \u2013 vom blutigen Schlachtfeld zu einer Friedensgemeinschaft&rdquo;<\/span>&hellip;\t<\/a>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"footnotes":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false},"version":2}},"categories":[89],"tags":[253,258,601,600],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p35WCI-z8","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2178"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2178"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2178\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2184,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2178\/revisions\/2184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2178"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2178"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2178"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}