{"id":2037,"date":"2014-01-15T09:17:04","date_gmt":"2014-01-15T09:17:04","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2037"},"modified":"2017-02-16T09:21:50","modified_gmt":"2017-02-16T09:21:50","slug":"twitter-und-ein-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2037","title":{"rendered":"Twitter und ein Interview"},"content":{"rendered":"<p>Interview mit Peter Tauber zum Thema \u201eWie ver\u00e4ndert Twitter die politische Debatte?\u201c aus der GNZ mit Patrick Berger (auf Twitter unter dem Namen @berger_pj zu finden).<\/p>\n<p>\u201eTwitter schaut dem Volk aufs Maul\u201c<\/p>\n<p>CDU-Generalsekret\u00e4r Dr. Peter Tauber \u00fcber sportlichen Ehrgeiz, ein freches Medium und Angela Merkel<\/p>\n<p>Berlin, 3. Januar 2014. Mehr als 100 Staats- und Regierungschefs sind beim Kurznachrichten-Dienst Twitter angemeldet. Politiker erhoffen sich auf dem \u201eEchtzeit-Medium\u201c vor allem eines: eine hohe Authentizit\u00e4t und N\u00e4he zu den W\u00e4hlern. Dr. Peter Tauber, der seit dem 16. Dezember Generalsekret\u00e4r der CDU ist, ist selbst aktiver Twitterer. Der promovierte Historiker hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere im Bereich der Netzpolitik profiliert und soll die christdemokratische Partei j\u00fcnger und moderner machen. Im Koalitionsvertrag hat er in den Arbeitsgruppen \u201eKultur und Medien\u201c sowie \u201eDigitale Agenda\u201c Akzente gesetzt. Patrick Berger f\u00fchrte &#8211; nat\u00fcrlich \u00fcber Twitter &#8211; ein spontanes Interview mit dem 39-J\u00e4hrigen \u00fcber sportlichen Ehrgeiz, ein freches Medium und Angela Merkel. <\/p>\n<p>Herr Tauber, Sie sind vor kurzem zw\u00f6lf Kilometer mit Nike+ mit einem Schnitt von 5:45 Minuten pro Kilometer gelaufen. Zufrieden?<\/p>\n<p>Tauber:  Ist unter meinen M\u00f6glichkeiten, aber nach dem vielen Essen rund um Weihnachten nicht so schlecht, oder?<\/p>\n<p>Das stimmt. Es gibt aber immer Potenzial nach oben. Jetzt mal im Ernst. Wieso lassen sie Ihre 10.000 Follower von Ihren Joggingk\u00fcnsten wissen?<\/p>\n<p>Tauber: Weil ich das eine tolle App finde und meine Gewohnheiten nicht \u00e4ndere, nur weil ich Generalsekret\u00e4r geworden bin. (lacht) Sportlicher Ehrgeiz! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Sie zwitschern leidenschaftlich gerne. Was genau fasziniert Sie an diesem Medium?<\/p>\n<p>Tauber: Es ist schnell, spontan, ungeschminkt und bisweilen frech.<\/p>\n<p>Und dabei schreiben Sie Ihre Tweets alle selbst?<\/p>\n<p>Tauber: Ja.<\/p>\n<p>Einige Politiker benutzen Twitter als reinen PR-Kanal. Sie haben Agenturen, die extra daf\u00fcr arbeiten. Was halten Sie davon?<\/p>\n<p>Tauber: Kann man machen. Da entgeht einem eine Menge Spa\u00df, Feedback und es verfehlt seinen Sinn und Zweck finde ich.<br \/>\nUnd dieser w\u00e4re\u2026<\/p>\n<p>Tauber: \u2026direkte Kommunikation, Stimmungen und Meinungen aufnehmen, dem Volk aufs Maul schauen, wie Luther sagen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Durch Twitter kann die Welt\u00f6ffentlichkeit aber auch den Politikern \u201eaufs Maul schauen\u201c. Sind Sie schon in Fettn\u00e4pfchen getreten?<\/p>\n<p>Tauber: Klar. Gibt \u00f6fters mal Tweets, wo ich mir nachher denke: Den h\u00e4ttest Du Dir sparen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sie haben im April &#8217;13 einen Social-Media-Leitfaden f\u00fcr die Kollegen erstellt. Wird die GroKo dank Ihnen fitter f\u00fcr Twitter und Co. gemacht?<\/p>\n<p>Tauber: Na zumindest die CDU wird sich darum k\u00fcmmern. Gerade auch netzpolitisch finde ich den Koalitionsvertrag gelungen.<\/p>\n<p>Werden in drei, vier Wahlperioden also alle Bundestagsabgeordnete digitale \u201eFreaks\u201c sein?<\/p>\n<p>Tauber: In drei Wahlperioden werden wir alle hoffentlich im Neuland zu Hause sein &#8211; auch die Abgeordneten.<\/p>\n<p>Man hat sich durch die Digitalisierung mehr Demokratisierung und politische Partizipation der j\u00fcngeren W\u00e4hler erhofft. Ist das eingetroffen?<\/p>\n<p>Tauber: Teils teils. Wer sich interessiert kann partizipieren, aber ob die Zahl der Politikinteressierten gestiegen ist, vermag ich nicht zu sagen. <\/p>\n<p>Was sagen Sie zum Umgangston im Netz?<\/p>\n<p>Tauber: Am Umgang miteinander m\u00fcssen wir noch ein bisschen arbeiten. R\u00fccksichtnahme und Toleranz sind noch ausbauf\u00e4hig beim Diskurs im Netz.<\/p>\n<p>Kann man das Netz also mit der realen Welt vergleichen?<\/p>\n<p>Tauber: Es gibt im Netz nichts, was es nicht auch in der analogen Welt gibt. Aber es ist nicht alles identisch.<\/p>\n<p>Nur 39.000 Nutzer twitterten zur Bundestagswahl &#8211; das ist nicht viel. Braucht die Politik also eine Weile, um sich auf Twitter zu entfalten?<\/p>\n<p>Tauber: Gute Frage. Politik wird nur mehr Aufmerksamkeit finden, wenn sie abseits der Sprechblasen agiert.<\/p>\n<p>Das Netz und die digitale Kommunikation haben die politische Debatten-Kultur in Deutschland ver\u00e4ndert \u2013 w\u00fcrden Sie dieser These zustimmen?<\/p>\n<p>Tauber: Zumindest ist die Kommunikation schneller und Journalisten sind nicht mehr Gatekeeper im klassischen Sinne.<\/p>\n<p>Diskurse werden auf Twitter noch offensiver und transparenter gef\u00fchrt. Das birgt Gefahren. Was, wenn sich ein Politiker mal \u201everzwitschert&#8220;?<\/p>\n<p>Tauber: Das ist doch gut! Ich finde, dann ist Politik authentischer.<\/p>\n<p>Die Kanzlerin interessierte sich fr\u00fch f\u00fcr Ihre Ratschl\u00e4ge. Werden Sie Frau Merkel dazu bringen, sich auch bei Twitter anzumelden?<\/p>\n<p>Tauber: (zwinkert) Man darf gespannt sein! \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Also ja?!<\/p>\n<p>Tauber: Die Zukunft ist wie immer offen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>Interview mit Peter Tauber zum Thema \u201eWie ver\u00e4ndert Twitter die politische Debatte?\u201c aus der GNZ mit Patrick Berger (auf Twitter&hellip;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"link-more\">\n\t<a href=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=2037\" class=\"more-link\">\n\t\tWeiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Twitter und ein Interview&rdquo;<\/span>&hellip;\t<\/a>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"footnotes":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false},"version":2}},"categories":[785,1,6],"tags":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p35WCI-wR","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2037"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2037"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2037\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2043,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2037\/revisions\/2043"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2037"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2037"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.petertauber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2037"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}