{"id":1388,"date":"2012-12-18T08:51:54","date_gmt":"2012-12-18T07:51:54","guid":{"rendered":"http:\/\/petertauber.wordpress.com\/?p=1388"},"modified":"2017-02-16T09:31:25","modified_gmt":"2017-02-16T09:31:25","slug":"facebook-in-gelnhausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=1388","title":{"rendered":"Facebook in Gelnhausen"},"content":{"rendered":"<p>Das soziale Netzwerk Facebook sorgt immer wieder f\u00fcr Diskussion. Das liegt auch daran, dass inzwischen mehr als 25 Millionen Deutsche dort ein Profil haben. In Gelnhausen sind knapp 6.000 und im Umkreis von 16 Kilometern \u00fcber 30.000 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Teil dieses sozialen Netzwerkes. <\/p>\n<p>Meist wird beim Thema Facebook \u00fcber die sich \u00e4ndernden Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen geklagt. Viele schimpfen \u00fcber die Datensammelwut des Unternehmens. Angesichts der Tatsache, dass allen Nutzern das Netzwerk kostenlos zur Verf\u00fcgung steht sind die Daten der Nutzer die W\u00e4hrung. Das muss einem nicht gefallen, ist im Internet aber ein g\u00e4ngiges Prinzip \u2013 gerade dann, wenn Dienste kostenlos sind. Die Wahrheit ist aber auch, dass der Missbrauch von Daten und Internetkriminalit\u00e4t an anderer Stelle eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Gefahr darstellen als auf Facebook. <\/p>\n<p>Richtig ist der immer wieder zu h\u00f6rende Hinweis, dass man sich mit den diversen Funktionen und M\u00f6glichkeiten besch\u00e4ftigen sollte, bevor man sein ganzes Leben online preisgibt. Medienkompetenz ist das Stichwort. Auch hier erlebe ich, dass die meisten Nutzer sehr sorgf\u00e4ltig abw\u00e4gen und auch junge Leute sehr viel vern\u00fcnftiger agieren, als man gemeinhin annimmt. Dass der eine oder andere \u201edummes Zeug\u201c schreibt oder sich im Ton vergreift findet man hingegen leider nicht nur in sozialen Netzwerken. Das Internet h\u00e4lt uns hier wohl eher einen Spiegel unserer Gesellschaft vor.<\/p>\n<p>Inzwischen arbeitet auch die Polizei mit dem sozialen Netzwerk und nutzt es sogar zur Verbrechensbek\u00e4mpfung. Die Polizei in Hannover hat f\u00fcr Furore gesorgt, indem sie \u00e4hnlich wie bei der altbekannten Fernsehserie \u201eAktenzeichen XY ungel\u00f6st\u201c auf Facebook die Nutzer um Hinweise und Mithilfe bei der Aufkl\u00e4rung von Verbrechen bittet. Die Erfolge sind so gro\u00df, dass man trotz der immer wieder vorgetragenen Kritik von Datensch\u00fctzern nun \u00fcberlegt, wie man soziale Netzwerke noch nutzen kann. Auch die hessische Polizei denkt dar\u00fcber nach, wie sie Facebook nutzen kann \u2013 nicht nur, um dort verdeckt zu ermitteln.<\/p>\n<p>Es gibt noch weitere positive Beispiele f\u00fcr die Nutzung des Netzwerkes. Mir ist noch der Fall des Sch\u00fclers Martin Stolle vor Augen. Er war an Leuk\u00e4mie erkrankt und im Altkreis Gelnhausen \u2013 teilweise sogar dar\u00fcber hinaus  &#8211; gab es eine Welle der Solidarit\u00e4t. Die vielen Leute, die sich aufgrund des Aufrufs auf Facebook typisieren lie\u00dfen, um zu pr\u00fcfen, ob sie als Knochenmarkspender infrage kommen, \u00fcbertrafen alle Erwartungen. Doch damit nicht genug. Der junge Mann mit einer wirklich beeindruckenden Haltung gr\u00fcndete eine Facebookgruppe mit dem Namen \u201eMartin Stolle gegen Leuk\u00e4mie\u201c, in der er andere an seinen Erfahrungen teilhaben lie\u00df und damit auch anderen an Krebs erkrankten Mut machen will.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich und meine politische Arbeit ist das soziale Netzwerke neben den \u00f6rtlichen Tageszeitungen die zweite wichtige S\u00e4ule, um Menschen im Altkreis Gelnhausen (und dar\u00fcber hinaus) \u00fcber meine Arbeit zu informieren. Der gro\u00dfe Vorteil ist dar\u00fcber hinaus, dass ich eine unmittelbare Reaktion bekomme. So merke ich, welche Themen den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern wichtig sind und welche nicht. Immer mehr nutzen diese M\u00f6glichkeit, meine politische Arbeit zu verfolgen. Ich m\u00f6chte daher derzeit Facebook nicht missen. Ob es in den n\u00e4chsten Jahren ein neues soziales Netzwerk geben wird, dass Facebook abl\u00f6st, werden wir erleben. Die Chancen, die diese Art von Kommunikation bietet, sollten wir nutzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>Das soziale Netzwerk Facebook sorgt immer wieder f\u00fcr Diskussion. 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