{"id":1143,"date":"2012-07-23T21:33:08","date_gmt":"2012-07-23T20:33:08","guid":{"rendered":"http:\/\/petertauber.wordpress.com\/?p=1143"},"modified":"2018-06-12T15:14:42","modified_gmt":"2018-06-12T15:14:42","slug":"afghanistan-iv-ich-liebe-es-fliegen-mit-der-ch-53","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.petertauber.de\/?p=1143","title":{"rendered":"Afghanistan IV: Fliegen mit der CH 53"},"content":{"rendered":"<p>Untergebracht waren wir \u00fcbrigens direkt am Flughafen in Kabul. Auch hier wieder die surrenden Klimaanlagen und an den W\u00e4nden die Hinweisschilder, beim Duschen Wasser zu sparen. Am n\u00e4chsten Morgen folgte das \u201einternationale\u201c Fr\u00fchst\u00fcck gemeinsam mit Soldaten aller dort im Einsatz befindlichen Nationen, und in der Tat gab es von amerikanischen Pancakes bis zu Croissants und deutschem Schwarzbrot alles, was die unterschiedlichen Geschm\u00e4cker zufrieden stellt.<\/p>\n<p>Es folgte unmittelbar nach dem Fr\u00fchst\u00fcck der Flug nach Masar-e Sharif mit der guten alten Transall. Mit an Bord waren diesmal auch t\u00fcrkische, britische und amerikanische Soldaten. In Masar-e Sharif gelandet wurden wir von General Erich Pfeffer in Empfang genommen. Wie in den anderen Orten auch begann unser Besuch mit einem Gebet und Besuch am dortigen Ehrenhain. Mit Worten des 91. Psalms, des \u201eSoldatenpsalms\u201c erinnerten die beiden Geistlichen an die gefallenen Kameraden \u2013 nicht nur aus dem deutschen Truppenkontingent.\u00a0<a href=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_0092-21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1145\" title=\"IMG_0092 2\" src=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_0092-21.jpg?w=300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_0092-21.jpg 2592w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_0092-21-420x315.jpg 420w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_0092-21-744x558.jpg 744w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_0092-21-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_0092-21-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Beim anschlie\u00dfenden Bericht des Generals ging es schwerpunktm\u00e4\u00dfig um die Einsch\u00e4tzung der Lage vor Ort und die aufgebauten afghanischen F\u00e4higkeiten. Bei den j\u00fcngsten Herausforderungen \u2013 beispielsweise den Demonstrationen im Anschluss an die Koranverbrennungen durch US-Truppen, h\u00e4tten die afghanischen Kr\u00e4fte selbst\u00e4ndig und ohne direkte Unterst\u00fctzung der ISAF-Kr\u00e4fte agiert. Allgemein k\u00f6nne man konstatieren, dass man hier einen Status erreicht habe, der f\u00fcr ganz Afghanistan erst 2014 angestrebt sei.<\/p>\n<p>Spannend war auch der Lagevortrag beim Einsatzgeschwader in Mazar-e Sharif. Den Flughafen in Mazar-e Sharif kann man getrost als internationalen Airport bezeichnen. Insgesamt 21 Nationen nutzen den Flugplatz. Mehr als 350 Flugbewegungen gibt es t\u00e4glich. Dahinter steckt ein enormer logistischer Aufwand, und die Nutzung beschr\u00e4nkt sich keineswegs auf milit\u00e4rische Fl\u00fcge. Wir sind dort mit der guten alten Transall sowie dem CH 53 GS Transporthubschrauber im Einsatz. W\u00e4hrend der Wunsch nach Tiger und NH 90 sowie das Warten auf den AM 400 \u00fcberall zu h\u00f6ren waren, klang mit Blick auf die deutschen F\u00e4higkeiten bez\u00fcglich der medizinischen Versorgung Stolz mit. Die Rettungskette mit dem AirMedEvac, eine F\u00e4higkeit, die das deutsche Kontingent bereitstellt, ist \u00fcberall hoch angesehen. Denn nat\u00fcrlich ist es f\u00fcr die Einsatzmoral der Truppe wichtig, dass sie im Zweifelsfall auf schnelle und bestm\u00f6gliche medizinische Hilfe hoffen k\u00f6nnen. Auch die Krankenh\u00e4user in Kunduz und Mazar-e Sharif entsprechen dem Standard eines deutschen Kreiskrankenhauses wie uns die Milit\u00e4rs immer wieder nicht ohne Stolz versicherten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_7651.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1146\" title=\"IMG_7651\" src=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_7651.jpg?w=300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_7651.jpg 2934w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_7651-420x277.jpg 420w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_7651-744x490.jpg 744w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_7651-768x506.jpg 768w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_7651-1200x791.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00a0In nahezu allen Gespr\u00e4che wurde uns gegen\u00fcber die positive Entwicklung der Sicherheitslage im Norden beschrieben. Zwar w\u00fcrde die Zahl der Anschl\u00e4ge zunehmen, aber dies sei vor allem der Tatsache geschuldet, dass dies das letzte den Taliban verbliebene Mittel sei. Die offene milit\u00e4rische Auseinandersetzung w\u00fcrde immer im Fiasko f\u00fcr die Aufst\u00e4ndischen enden, so dass man \u201enur noch\u201c mit den so genannten IEDs gegen die afghanischen Sicherheitskr\u00e4fte und die ISAF vorgehen w\u00fcrde. \u00a0Als zweiter positiver Trend wurde uns immer wieder die gestiegene Eigenst\u00e4ndigkeit und F\u00e4higkeit der afghanischen Sicherheitskr\u00e4fte beschrieben. Aber General Pfeffer sagte auch: &#8222;Afghanistan ist das Land der \u00dcberraschungen.&#8220;<\/p>\n<p>Nach einer erneuten Vielzahl von Gespr\u00e4chen stand auch in Masar-e Sharif ein Essen auf dem Programm. Zum Schutz vor Attent\u00e4tern stehen auch im Speisesaal, der sonst nicht mit Waffen betreten wird, Soldaten, die mit der Waffe in der Hand als \u201eguardian angels\u201c daf\u00fcr sorgen, dass ihre Kameraden in Ruhe Essen k\u00f6nnen. Das ist schon ein ungewohnter Anblick, der sich einem einpr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Mehrfach hatte ich auch Gelegenheit mit der CH 53 zu fliegen und ich muss gestehen, dass es schon einen gewissen Suchtfaktor hat, bei offener Heckklappe mit diesem Hubschrauber zu fliegen \u2013 blendet man die Begleitumst\u00e4nde, die Hauptgefreiten an den Gesch\u00fctzen, die \u201eFlares\u201c (so hei\u00dfen die <a title=\"T\u00e4uschk\u00f6rper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%A4uschk%C3%B6rper\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eT\u00e4uschk\u00f6rper\u201c<\/a>)\u00a0aus. Die Ruhe und Gelassenheit, die alle Soldaten der Besatzung ausstrahlten, hat mich schon beeindruckt. <a href=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_1903.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1151\" title=\"IMG_1903\" src=\"http:\/\/tauber.he-webpack.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_1903.jpg?w=300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_1903.jpg 2592w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_1903-420x314.jpg 420w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_1903-744x556.jpg 744w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_1903-768x574.jpg 768w, https:\/\/blog.petertauber.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/img_1903-1200x896.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Landschaft, die Ger\u00e4uschkulisse, die Geschwindigkeit und das Fliegen sowohl in gro\u00dfer H\u00f6he mit einem atemberaubenden Blick als auch wenige Meter \u00fcber dem Boden die jeweiligen Bodenwellen im Flug nachvollziehend \u2013 das war stark.<\/p>\n<p>Auch der Flug nach Kunduz war einmalig. Von dort ging es weiter nach Faizabad und dann wieder zur\u00fcck. Ich habe dann leichtsinnigerweise einen Heeresoffizier gefragt, ob unser Gep\u00e4ck nicht in Kunduz verbleiben w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\"><p>Untergebracht waren wir \u00fcbrigens direkt am Flughafen in Kabul. 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