Pilgerreise Tag 3: von Wusterhausen nach Barenthin

Nun liegt die Hälfte des Weges hinter uns, und der Tag begann beim Bäcker in Wusterhausen gleich mit einer Überraschung. Nachdem wir bei Lichte betrachtet die herrlich sanierte Altstadt begutachtet haben und leider nicht in die Kirche konnten, wollten wir uns mit einem frischen Kaffee für den Weg stärken. Vorbildlich von der Bäckerin umsorgt, lobten wir im Gegenzug die Schönheit des Städtchens und vor allem des Marktplatzes – nicht ahnend, dass wir damit einen wunden Punkt trafen, denn offensichtlich stößt die Neugestaltung vor Ort nicht auf ungeteilte Zustimmung.
Wir äußerten Verständnis für die vorgetragenen Probleme bei der Stadtsanierung und erwähnten beiläufig, dass bei uns im Hessischen die Bürger bei den entsprechenden Progammen aktiv teilhaben würden. Das wisse sie, entgegnete die Frau. Sie habe erst kürzlich wieder ihre Tochter, die in Gelnhausen am Obermarkt im Kindergarten arbeitet und in Neuberg wohnt, besucht. Da war die Überraschung groß. So klein ist die Welt. Nach dem Kaffee und einem Kuchenstück machten wir uns auf den Weg.Das größ te Städtchen auf unserem Weg nach Wilsnack ist Kyritz, unser nächstes Ziel. Wohl jeder kennt diesen Ort, bekannt als „Kyritz an der Knatter“, obwohl der malerische Ort ja eigentlich an dem Flüsschen Jäglitz liegt. Das Knattern meint eher das ehemals überall gut vernehmbare Geräusch der vielen Windmühlen, die in alten Zeiten den Fluss säumten.
Bevor wir uns von Kyritz aus weiter auf den Weg nach Örehfeld und Berlitt machten, besuchten wir die offen stehende Marienkirche, um ein „Großer Gott wir loben dich“ zu singen. Wie herrlich klang das in der hohen, spätgotischen Hallenkirche, die hinter der klassizistischen Fassade verborgen liegt. Wir haben nicht jeden Ton getroffen, aber mit Inbrust gesungen. Vielleicht hat uns die ebenfalls in der Kirche anwesende Frau deshalb nicht nur für das Lied gedankt und gesagt, wie schön doch Gesang in der Kirche immer wieder klinge, sondern auch von ihrem Großvater erzählt, der bezüglich des Singens in der Kirche immer zu sagen pflegte: „Im Himmel klingt es immer besser.“ das ist tröstlich. Wir werden trotzdem in Willsnack alle elf Strophen des Liedes singen.
Als wir Kyritz verlassen, bricht die Sonne durch! Nach dem Städtchen wirken die folgenden Dörfer umso kleiner. Rehdorf macht sogar einen recht trostlosen Eindruck. Vor der sehr kleinen Fachwerkkirche treffen wir einen anderen Pilger, der dort sitzt und liest. Uns zieht es weiter. Wir wollen heute nicht so spät ankommen. Max bei beißt vorbildlich die Zähne zusammen und ich ignoriere ebenfalls meine recht heftig schmerzende rechte Ferse.
Nach dem traurigen Bild, das Rehfelden hinterlässt, werden wir in Berlitt mit einer wunderschönen, aber leider verschlossenen Kirche, und dem daneben liegenden Schloß  entschädigt. Der Wind rauscht, die Vögel zwitschtern. Man hört jemanden mit der Axt Holz spalten, ein paar Stimmen und nur selten ein Auto. Schließlich nehmen wir Abschied von der dörflichen Idylle und ziehen weiter nach Barenthin.
Barenthins Dorfstraße ist durchweg von einer Allee geziert. Ein schönes Dorf mit einer beeindruckenden Kirche, deren Turm wohl dereinst als Wehrturm diente. Leider haben wir auch hier versäumt anzurufen, um uns aufschließen zu lassen. Dass das Dörfchen ein schöner Fleck zum Leben ist, merkt auch Max an. Ein Zeichen hierfür sind die Katzen, die uns begegnen und die laut ihm doch einen recht zufriedenen Eindruck machen. Mit Blick auf den Kirchturm,  den alten Wehrturm, stellen wir fest, dass wir am Ende dieses Tages auch nicht mehr besonders wehrhaft sind. Aber wir sind unserm Ziel ein großes Stückchen näher.

Nun liegt die Hälfte des Weges hinter uns, und der Tag begann beim Bäcker in Wusterhausen gleich mit einer Überraschung. Nachdem wir bei Lichte betrachtet die herrlich sanierte Altstadt begutachtet haben und leider nicht in die Kirche konnten, wollten wir uns mit einem frischen Kaffee für den Weg stärken. Vorbildlich von der Bäckerin umsorgt, lobten wir im Gegenzug die Schönheit des Städtchens und vor allem des Marktplatzes – nicht ahnend, dass wir damit einen wunden Punkt trafen, denn offensichtlich stößt die Neugestaltung vor Ort nicht auf ungeteilte Zustimmung.
Wir äußerten Verständnis für die vorgetragenen Probleme bei der Stadtsanierung und erwähnten beiläufig, dass bei uns im Hessischen die Bürger bei den entsprechenden Progammen aktiv teilhaben würden. Das wisse sie, entgegnete die Frau. Sie habe erst kürzlich wieder ihre Tochter, die in Gelnhausen am Obermarkt im Kindergarten arbeitet und in Neuberg wohnt, besucht. Da war die Überraschung groß. So klein ist die Welt. Nach dem Kaffee und einem Kuchenstück machten wir uns auf den Weg.Das größ te Städtchen auf unserem Weg nach Wilsnack ist Kyritz, unser nächstes Ziel. Wohl jeder kennt diesen Ort, bekannt als „Kyritz an der Knatter“, obwohl der malerische Ort ja eigentlich an dem Flüsschen Jäglitz liegt. Das Knattern meint eher das ehemals überall gut vernehmbare Geräusch der vielen Windmühlen, die in alten Zeiten den Fluss säumten.
Bevor wir uns von Kyritz aus weiter auf den Weg nach Örehfeld und Berlitt machten, besuchten wir die offen stehende Marienkirche, um ein „Großer Gott wir loben dich“ zu singen. Wie herrlich klang das in der hohen, spätgotischen Hallenkirche, die hinter der klassizistischen Fassade verborgen liegt. Wir haben nicht jeden Ton getroffen, aber mit Inbrust gesungen. Vielleicht hat uns die ebenfalls in der Kirche anwesende Frau deshalb nicht nur für das Lied gedankt und gesagt, wie schön doch Gesang in der Kirche immer wieder klinge, sondern auch von ihrem Großvater erzählt, der bezüglich des Singens in der Kirche immer zu sagen pflegte: „Im Himmel klingt es immer besser.“ das ist tröstlich. Wir werden trotzdem in Willsnack alle elf Strophen des Liedes singen.
Als wir Kyritz verlassen, bricht die Sonne durch! Nach dem Städtchen wirken die folgenden Dörfer umso kleiner. Rehdorf macht sogar einen recht trostlosen Eindruck. Vor der sehr kleinen Fachwerkkirche treffen wir einen anderen Pilger, der dort sitzt und liest. Uns zieht es weiter. Wir wollen heute nicht so spät ankommen. Max bei beißt vorbildlich die Zähne zusammen und ich ignoriere ebenfalls meine recht heftig schmerzende rechte Ferse.
Nach dem traurigen Bild, das Rehfelden hinterlässt, werden wir in Berlitt mit einer wunderschönen, aber leider verschlossenen Kirche, und dem daneben liegenden Schloß  entschädigt. Der Wind rauscht, die Vögel zwitschtern. Man hört jemanden mit der Axt Holz spalten, ein paar Stimmen und nur selten ein Auto. Schließlich nehmen wir Abschied von der dörflichen Idylle und ziehen weiter nach Barenthin.
Barenthins Dorfstraße ist durchweg von einer Allee geziert. Ein schönes Dorf mit einer beeindruckenden Kirche, deren Turm wohl dereinst als Wehrturm diente. Leider haben wir auch hier versäumt anzurufen, um uns aufschließen zu lassen. Dass das Dörfchen ein schöner Fleck zum Leben ist, merkt auch Max an. Ein Zeichen hierfür sind die Katzen, die uns begegnen und die laut ihm doch einen recht zufriedenen Eindruck machen. Mit Blick auf den Kirchturm,  den alten Wehrturm, stellen wir fest, dass wir am Ende dieses Tages auch nicht mehr besonders wehrhaft sind. Aber wir sind unserm Ziel ein großes Stückchen näher.

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