Die #fedidwgugl-Tour 2017 – Ab an die Haustüren!

Am Sonntag wird der nächste Deutsche Bundestag gewählt und ich blicke mit einer ordentlichen Portion Stolz und Dankbarkeit auf den Wahlkampf zurück. Viele Tausend CDU-Mitglieder und ehrenamtliche Unterstützer haben vollen Einsatz für ein gutes Ergebnis gebracht. Und ich hatte mich Ende Juli auf den Weg gemacht und viele unserer Wahlkämpfer vom Bundestagskandidaten bis zum einfachen Mitglied getroffen und mit ihnen an den Haustüren und auf den Plätzen für unsere Überzeugungen geworben.

Über 15.000 Kilometer sind wir in unserem #fedidwgugl-Bus kreuz und quer durch unsere Republik gefahren und wir haben die ganze Vielfalt unseres schönen Landes wieder neu entdeckt. Von den Fachwerkhäusern und idyllischen Hügeln des Schwarzwalds bis zur Ostseeküste, vom herben Charme des Ruhrgebiets bis zu den weiten Ebenen Brandenburgs war ich unterwegs, um unsere Bundestagskandidaten zu unterstützen. 58 Wahlkreise in allen CDU Landesverbänden habe ich so besucht und über einhundert Termine wahrgenommen.

AUF #FEDIDWGUGL-TOUR DURCH DEUTSCHLAND / FOTOGRAF: TOBIAS KOCH (WWW.TOBIASKOCH.NET)

Die #fedidwgugl-Tour startete im Westen der Republik bei Peter Altmaier in Saarlouis. Hier konnte ich nicht nur einen guten Freund unterstützen, die Freunde im Saarland haben im Frühjahr dieses Jahres ja schon eindrucksvoll bewiesen, dass der Haustürwahlkampf ein echtes Erfolgsmodell ist. Für mich als Generalsekretär ist es deshalb selbstverständlich, dass ich vor Ort mitkämpfe: Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben. Das ist nicht nur der Titel unseres Regierungsprogramms. Dieses Motto leitet uns auch, wenn wir von Aachen bis Erkner und von Neubrandenburg bis Meersburg an die Haustüren gehen und direkt bei den Bürgern um Vertrauen bitten.

Beim Haustürwahlkampf setzen wir auf eine Vernetzung von on- und offline Elementen. Ausgestattet mit unserer connect17-App auf dem Smartphone, klassischen Flugblättern und Werbemitteln in der Tasche gehen wir zu den Menschen, um für die CDU zu mobilisieren. Wir werben um Vertrauen – und die persönliche Begegnung ist dabei durch nichts zu ersetzen.

AUF #FEDIDWGUGL-TOUR DURCH DEUTSCHLAND / FOTOGRAF: TOBIAS KOCH (WWW.TOBIASKOCH.NET)

In den letzten Wochen war ich unter anderem in Köln, Dortmund, Hamburg, Berlin, Leipzig und Frankfurt, aber auch in kleineren Orten wie Bickenbach, Gundelfingen, Heiligenroth, Verl, Bürgel, Geldern, Garbsen und Hutten. Kein Tag auf der Tour glich dem anderen – und  einige Momente sind mir dabei ganz besonders in Erinnerung geblieben. Nicht zuletzt der Besuch in Bickenriede bei Christian Hirte. Ein wunderschönes Dorf im südlichen Eichsfeld, wo man zwischen zwei Haustüren ein Neumitglied der CDU auf der Straße trifft,  bei den örtlichen Jagdhornbläsern mit einem spontanen Konzert empfangen wird und abends in der Dorfkneipe bei einer Geburtstagsfeier eingeladen wird, mitzufeiern. Oder auch der Haustürwahlkampf im Berliner Friedrichshain, wo uns – auch zu meiner Überraschung – sehr viel Unterstützung für Angela Merkel und die CDU begegnete. Nördlichster Punkt der #fedidwgugl-Tour war Stralsund im Wahlkreis von Angela Merkel, wo ich mit ihrem Team bei strahlendem Sonnenschein Straßenwahlkampf vor einem Einkaufszentrum gemacht habe. Den südlichsten Punkt der Tour hatten wir am Bodensee bei unserem Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen vor einer Bäckerei.

AUF #FEDIDWGUGL-TOUR DURCH DEUTSCHLAND / FOTOGRAF: TOBIAS KOCH (WWW.TOBIASKOCH.NET)

Neben vielen motivierenden Begegnungen, wunderschönen Landschaften, wenig Schlaf und hellwachen Wahlkämpfern gab auch nachdenkliche Momente. Direkt zu Beginn meiner Tour konnte ich mich noch einmal mit Heiner Geißler bei ihm zuhause über die aktuellen Herausforderungen unserer Zeit und den aktuellen Wahlkampf sprechen. Dieser Besuch hat mich noch einmal bestärkt in der Meinung, dass unsere CDU immer dann erfolgreich war und ist, wenn sie die Zeichen der Zeit erkannt und – sich ihrer Überzeugungen und Werte aufbauend auf dem christlichen Menschenbild bewusst – die jeweils aktuellen Herausforderungen zum Wohle aller Menschen in Deutschland angepackt hat. Er fehlt als kluger Kopf nicht nur unserer Partei, sondern unserem Land.

Kranzniederlegng am Grab von Helmut Kohl. / Fotograf: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)

Noch ein Termin ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. Gemeinsam mit Freunden der CDU Speyer habe ich das Grab von Helmut Kohl besucht. Es war bewegend, mitten in diesem für Deutschland und Europa so wichtigen Wahlkampf, der Leistung des Kanzlers der Einheit und Ehrenbürgers Europas zu gedenken und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die Helmut Kohl auf seinem Weg begleitet haben. Sein politisches Vermächtnis – gerade wenn es um die Rolle Deutschlands in Europa und der Welt geht – ist für mich und für viele andere Ansporn, heute und in Zukunft gute Politik für unser Land zu machen.

Auf #fedidwgugl-Tour durch Deutschland / Fotograf: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)

Wenn ich nun auf die letzten Wochen des Wahlkampfs zurückblicke, bin dankbar. Dankbar für eine tolle Partei mit vielen engagierten Mitgliedern. Und ich bin dankbar dafür, dass ich in den vergangenen Jahren meiner Partei als Generalsekretär dienen durfte. Heute kämpfen wir noch einmal dafür, dass die CDU stärkste Kraft im Deutschen Bundestag bleibt und dass unsere Vorsitzende Angela Merkel vier weitere Jahre Kanzlerin für Deutschland sein kann. Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.

AUF #FEDIDWGUGL-TOUR DURCH DEUTSCHLAND / FOTOGRAF: TOBIAS KOCH (WWW.TOBIASKOCH.NET)

#fedidwgugl

1 Kommentar zu “Die #fedidwgugl-Tour 2017 – Ab an die Haustüren!Einen Kommentar schreiben →

  1. Die Wahlgranate…

    hat eingeschlagen, der Pulverdampf hat sich noch nicht gelegt. Alle Auguren und politischen Traumdeuter tun ihr Bestes. Aber schon ist klar, dass die bisher als unumstößlich geltenden Werte ins Wanken geraten sind. Schäden werden klarer. Eine Versicherung gibt es nicht.

    In der CDU soll Frau Dr. Merkel die Schuldige sein. In der SPD ist es gar der ganze Verein. Alles falsch, denn verloren hat das, was bisher als absolut angesehen wurde. Verloren haben nicht nur beide Volksparteien, verloren haben auch die Medien, die Demoskopen, die Parteiprogramme, die Ideologien und die hohen Ansprüche des „C“ der CDU/CSU und das „S“ der SPD und Sozialisten. Denn schließlich leiden alle „Bruderparteien“ an diesem Dilemma. Alle Illusionen sind hart gelandet. Selbst die abendländischen Religionen haben nur noch einen Bedeutungschatten, weil sich die Behauptungen und Verheißungen ihrer Organisationen (Kirchen) jeder Überprüfung entziehen. Ihre Werte sind teilweise in selbstverschuldeten Misskredit geraten. Alle bisher als verlässlich geglaubten Koordinaten (Rechts, Links, „C + S“) haben an Bedeutung verloren. Wenn selbst die CSU als christliche Rechtsauslegerpartei massiv an die AfD verliert, ist das nach den bisherigen Verständnishorizonten total unergründlich. Dass auch SPD und LINKE nicht unerheblich an die AfD verloren haben, macht die Konfusion des bisherigen politischen Verständnisses nur noch größer.

    Und was künftig immer stärker dämmern wird, ist der Verlust an Einfluss von Parteien und Medien auf das, was allgemein als Volksmeinung (Mainstream?) angesehen wird. Diese Konfusion betrifft auch die öffentliche Unterscheidung zwischen Wahrheit und Lüge. Die Lüge als Mittel der Verführung ist keine Erfindung des dumpfen Trump. Die postfaktische Zeitrechnung, die Lüge als Manipulationsvehikel, hat schon lange vorher begonnen. Was sind denn illusorische Wahlversprechen anderes als eine Lüge, wenn man schon vorher weiß, dass man sie nie zu erfüllen und zu verantworten braucht? An die Lügen und Phrasen in der Werbung haben wir uns alle gewöhnt. Deshalb hat auch die Werbung an Bedeutung verloren. Das gleiche Schicksal ereilt jetzt spät die Politik, die Justiz und viele andere Bereiche des öffentlichen Lebens.

    Bisher glaubten besonders die Medien, den Puls der Öffentlichkeit zu spüren, den „Blutdruck“ der Wähler interpretieren und beeinflussen zu können. Vorbei. Den Medien ist, wie den Parteien, die Kontrolle über die Meinungswege abhanden gekommen. Was sich stattdessen in den sozialen Netzwerken willkürlich abspielt, ist noch konfuser. Ursache ist auch, aber nicht nur, die inzwischen vollkommen unübersichtliche Komplexität der globalen Zusammenhänge. Wenn selbst Volks- und Finanzwissenschaftler nicht mehr in der Lage sind, ökonomische Wechselwirkungen zu verstehen, geschweige denn zu erklären, dann sind hierfür die nationalen Zuständigkeiten erst recht total unsicher geworden. Davor hat der Wähler Angst. Diese wird noch dadurch gesteigert, dass mit dem zunehmenden Verlust an Allgemeinbildung eigene logische Erklärungsmodelle nicht mehr funktionieren. Wir (ein großer Teil der Wähler!) befinden uns in einer intellektuellen Einbahnstraße ohne die Fähigkeit einer prüfenden Reflexion. Damit ist die Zeit der Einfach- und Schönredner, der Verschwörungstheoretiker und der Volksverdummer gekommen.

    Wir sind in einer „COIN“-Gesellschaft angekommen. Was zählt ist das flüchtige Bild, die zerhackte Kurzzusammenfassung, die Überschrift, die COver-INtelligenz, die sich mit einem Minimum an politischem Wissen zufrieden gibt. Was zählt ist die harte Münze („COIN!) des Augenblicks. Wir haben vor uns nicht nur eine „postfaktische“, sondern auch eine „postideelle“ Zeit. Nach wie vor und künftig noch stärker gilt, dass das tägliche Kotelett noch jeden Wettlauf gegen die Aussicht auf ein Dessert im Paradies gewonnen hat. Die demokratische Zukunft muss neu gebaut werden.

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