Dass Kinderfreundlichkeit in Deutschland noch immer keine Selbstverständlichkeit ist, sieht man daran, dass Kinderlärm gesetzlich explizit als schädliche Umwelteinwirkung ausgeschlossen werden musste. Daneben zeigen uns immer wieder aktuelle Studien auf, dass auch das „Kinderkriegen“ in Deutschland unattraktiv sein soll. Als Hauptgrund für die anhaltende Geburtenflaute werden die Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie genannt. Hinzu komme nach dem Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung eine fehlende gesellschaftliche Anerkennung für berufstätige Mütter. Auch wenn Studien immer wieder zu dem Ergebnis kommen, das Kinderkriegen in Deutschland unattraktiv sei, können wir mit Stolz auf die bisherigen Maßnahmen zurückblicken. Wir tun dies in dem Bewusstsein, dass sich die Anzahl der Kinder, für die sich Paare in Deutschland entscheiden, nicht von heute auf morgen verändern werden. Vielmehr ist es ein jahrelanger gesellschaftlicher Prozess, bis die Vereinbarkeit von Familie und Beruf komplett gewährleistet ist und sich auch das Meinungsbild bei den Menschen verändert hat.
Die christlich-liberale Bundesregierung hat in der vergangenen Legislaturperiode alles dafür getan, dass Familien mit Kindern alle Unterstützung bekommen, die sich brauchen. So wurde das Kindergeld um 20 Euro pro Kind und Monat erhöht – für das erste und zweite Kind auf 184 Euro, für das dritte Kind auf 190 Euro und für alle weiteren Kinder auf 215 Euro monatlich. Mit dem Elterngeld soll den Eltern zudem ermöglicht werden, sich ihrem Kind in dem ersten Lebensjahr ohne große finanzielle Einbußen zu widmen. Bei Geringverdienern verhindert das Elterngeld zudem, dass die Eltern nach der Geburt des Kindes auf finanzielle
Hilfen angewiesen sind. Wenn junge Eltern Kinder erziehen und gleichzeitig erwerbstätig sein wollen, brauchen sie zuverlässige und hochwertige Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Bundesregierung, Länder und Kommunen hatten sich daher auf dem Krippengipfel 2007 darauf geeinigt, bis 2013 allen Eltern, die dies wünschen, einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr zu garantieren.
Die Bereitstellung und Finanzierung dieser Krippenplätze fällt in die Kompetenz der Kommunen und trotzdem hat sich der Bund dazu bereit erklärt, sich an dieser Aufgabe mit einem Drittel finanziell zu beteiligen. Mittlerweile hat der Bund die zugesagte 4 Milliarden Euro für den Ausbau um nochmals 580,5 Millionen Euro aufgestockt. Neben dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz soll das Betreuungsgeld die Eltern unterstützen, die sich für ein Familienmodell entschieden haben, nach dem ein- und zweijährige Kinder selbst betreut werden sollen. Auch dieses Familienmodell muss unsere Unterstützung finden. Während ein staatlicher Krippenplatz mit 1.000 Euro im Monat gefördert wird, beträgt das Betreuungsgeld übrigens ab 2014 nur 150 Euro.
Die Politik hat bereits viel dafür getan, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland zu verbessern und Deutschland kinderfreundlicher zu gestalten. Dennoch haben wir in diesem Bereich noch große Herausforderungen zu bewältigen. Die Unternehmen selbst können durch die Flexibilisierung von Arbeitszeiten den Eltern minderjähriger Kinder entgegenkommen und so vor allem zur Erhöhung der Erwerbsquote von Frauen beitragen. Gerade bei größeren Unternehmen ist auch die Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen im Unternehmen selbst sinnvoll. Die Politik fördert solche Ansätze und sollte darüber hinaus auch sicherstellen, dass solche betrieblichen Einrichtungen auch in der Kreisverwaltung oder in den kreiseigenen Gesellschaften angeboten werden. Dies sollten wir auch im Main-Kinzig-Kreis anstreben und mit gutem Beispiel vorangehen.

Die bescheidene Anerkennung der Leistung für Erziehung und basale kognitive Entwicklung durch das Betreuungsgeld ist sehr zu begrüßen. Denn so toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu befürchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge “learned helpnessless” und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
Dadurch ist zu erwarten, dass die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt geerntet wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe “Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie”)