Die Zukunft der Minijobs

Innerhalb der CDU/CSU-Fraktion haben wir uns intensiv mit der Zukunft der Minijobs, bekannt insbesondere unter dem Namen 400 Euro-Jobs beschäftigt. Das Ergebnis ist eine gute Nachricht für alle Minijobber.

Gerade für junge Menschen wie Schüler und Studenten sind Minijobs eine sehr gute Möglichkeit zum Hinzuverdienst. Abgesehen von der Teilhabemöglichkeit am Arbeitsleben für junge Menschen und für Menschen mit Vermittlungshemmnissen schaffen Minijobs für all jene, die nur ein überschaubares Stundenbudget zur Verfügung haben wie zum Beispiel Hausfrauen und Rentner eine wichtige und unbürokratische Hinzuverdienstmöglichkeit. Für viele Menschen sind die Minijobs nicht mehr wegzudenken.

Die christlich-liberale Koalition hat sich jetzt darauf verständigt, die Situation für die Minijobber zu verbessern und die Grenze von 400 Euro auf 450 Euro zu erhöhen. Damit erhöhen wir zugleich ihre soziale Sicherheit. Denn Minijobber sollen künftig grundsätzlich voll in der Rentenversicherung abgesichert sein und können damit u. a. Ansprüche auf die Erwerbsminderungsrente erwerben und die Vorteile der Riester-Förderung in Anspruch nehmen. Dafür stocken sie den pauschalen Rentenversicherungsbeitrag des Arbeitgebers auf 19,6 Prozent auf. Es bleibt auch in Zukunft dabei, dass alle, die einen Zweitjob haben, auch in Zukunft ihren Hinzuverdienst nicht mit dem Haupteinkommen besteuern müssen. Für diese Gruppe wird die Aufnahme einer zusätzlichen Tätigkeit damit noch attraktiver.

Eine ähnliche Regelung wird auch für die sog. Midijobber gelten. Für sie steigt die Verdienstgrenze von 800 auf 850 Euro.

Wichtig war der CDU/CSU vor allen Dingen die Verbesserung der sozialen Absicherung. Damit korrigieren wir auch gewisse soziale Härten von der damaligen rot-grünen Bundesregierung, die die Minijobs damals eingeführt hatte. Wichtig ist der christlich-liberalen Koalition, dass es anders als zu rot-grünen Zeiten durch die Neuregelung nicht zu einer Ausweitung bei der Anzahl der Minijobs und Midijobs kommt. Entscheidend ist, dass die meisten Beschäftigungsverhältnisse heute voll sozialversicherungspflichtig entstehen.

Wichtig ist, dass Minijobs einen zusätzlichen oder ergänzenden Charakter haben. Es hat viel mit unternehmerischer Solidarität zu tun, auch in Zukunft auf die Schaffung von voll sozialversicherungspflichtigen Jobs zu bauen und Minijobs als ergänzendes Mittel zu sehen. Einen Rückfall in rot-grüne Zeiten, wo die Anzahl der Jobs in dieser Kategorie massiv gestiegen sind, darf es nicht mehr geben. Anderseits bin ich froh, dass wir auch dem Schüler und dem Studenten, der sich das Taschengeld aufbessern oder dem Rentner, der auch im Ruhestand noch ein Paar Euro verdienen will, einen verbesserten und sozial gerechteren Rahmen schaffen können.

Es gilt jetzt, die Pläne möglichst schnell umzusetzen, damit möglichst viele Minijobber die Möglichkeit haben, ihren Hinzuverdienst zu erhöhen.

3 Kommentare zu “Die Zukunft der MinijobsEinen Kommentar schreiben →

    1. Das ist nicht vor neun Monaten „beschlossen“ worden. Damals gab es erste Erklärungen, dass das kommen soll. Die üblichen Beteiligungsverfahren, etc. brauchen ihre vorgeschriebene Zeit. Ich hoffe, dass es jetzt endgültig umgesetzt wird.

  1. Sehr geehrter Herr Tauber,

    auch wenn ich erst sehr spät auf Ihr Kommentar aufmerksam wurde, empört und beleidigt mich als Student die Behauptung zutiefst, das mit Minijobs Studenten „…sich das Taschengeld aufbessern“, „können“.

    Haben Sie als Bundestagsabgeordneter dazu empirische Beweise, das in der Mehrzahl der Fälle die Arbeitsmotivation für Studenten darin besteht, das „Taschengeld“ „aufzubessern“?, wenn ja, würde ich um diese Quellen bitten. Auch macht ihre Formulierung den Eindruck, dies geschieht in der Mehrzahl freiwillig, und nicht aus purem Existenzzwang.

    Ich selbst bin seit Jahren Student in Würzburg/Leipzig/Dresden, beide Eltern haben einen Durchschnittsjob, unter 1500 Netto, da ich Einzelkind bin habe ich 2Jahre nur 130 EUR Bafög (mit Krankenkassenzusatz 73 EUR) erhalten.
    Da meine Eltern mich so gut es geht finanzier(t)en, erhielt ich monatlich mit Bafög ca. 740 EUR, ohne 684 EUR (Übernahme der Kosten für die Krankenkasse seitens meiner Eltern)
    Da sich die Lebenshaltungskosten in Dresden in den letzten Jahren stark erhöht haben (stark erhöhte Nebenkosten), ist das Argument niedrigerer Lebenshaltungskosten in Ostdeutschland sehr verallgemeinert und so nur schwer für die Betroffenen akzeptabel, daher lebe ich oft defizitär, sofern ich an der Gesellschaft aktiv teilnehmen will.
    Die Aussage, ich frische mein „Taschengeld“ auf weil mir die Möglichkeit durch Minijobs „gegeben wird“, spiegelt zumindest nicht meine Lebenssituation und die vieler Kommilitonen wieder. Daher meine Frage nach der wissenschaftlichen Empirie.
    Ich habe kein Problem dabei neben dem Studium Geld zu verdienen. Aber:
    Wenn man sich nicht für unter 7 EUR von Rossmann u.a. (Werkverträge!) ausbeuten lassen möchte (ich habe selbst oft u.a. bei Amazon gearbeitet, kenne daher die Arbeits-Methodik), ist es schwierig angemessene und moralisch vertretbare Studentenjobs zu finden.

    Ich würde Sie daher bitten, das Thema Minijobs und Studenten differenzierter zu betrachen und um die Empirie bitten. Dies würde Ihr Verständnis für diese Problematik für mich vielleicht besser zugänglihch machen.

    Mit freundlichem Gruß
    Clemens M.

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